Folge 160: Der Irankrieg und der bleibende Imperativ der Diversifikation – mit Dr. Martin Lück (Franklin Templeton)
Shownotes
Weitere Informationen von Dr. Martin Lück und Franklin Templeton: https://www.franklintempleton.de/aktuelles
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Transkript anzeigen
00:00:03: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:05: Schön, dass es wieder einrichten konnten.
00:00:06: zu einer neuen Ausgabe in das große Bild!
00:00:09: Wir melden uns heute mit einer Sonderausgabe weil das was wir heute zu besprechen haben so wichtig ist ums liegen zu lassen.
00:00:17: Unseren heutigen Gesprächspartner kennen Sie, wenn sie sich für das Kapitalmarktgeschehen interessieren.
00:00:21: Er ist Ihnen aus vielen Analysen bekannt, sein Gesicht ist Ihnen bekannt und wir sprechen mit jemandem der uns heute wichtige zeitnah aktuelle Dinge an die Hand gibt aber auch einen großen Bogen spannt auf das große Bild der Kapitalmarktanlage um den Imperativ der Diversifikation.
00:00:38: Wir sprechen mit Dr.
00:00:39: Martin Lück dem Chef Kapitalmarktsstrategien aus dem Haus Franklin Templeton für Deutschland und für Österreich.
00:00:47: Und er sagt, es gibt nicht viele Vorteile des Elterwerens aber eine davon ist dass es leichter fällt bestimmte Dinge einzuordnen und vielleicht in einer ein oder anderen Situation die wild-und laut erscheint etwas ruhiger zu bleiben.
00:01:02: Genau das tun wir heute.
00:01:23: Wie verändert einen Krieg im Nahen Osten die Logik einer langfristig gedachten Vermögensallokation ohne sie vollständig aus der Kraft zu setzen?
00:01:31: Warum wird die Diversifikation weg von den USA und vom Technologiesektor gerade jetzt mit einer neuen Dringlichkeit diskutiert?
00:01:39: Wie groß ist das Risiko, dass politische Kommunikation aus Washington selbst dann merkt überwägt wenn sich strategisch widersprüchlich bleibt.
00:01:46: Und ist das Durationsrisiko in den USA bereits so groß, dass europäische und asiatische Rentenmärkte strukturell attraktiver werden?
00:01:55: Nicht im Unterleben investiert Timo auf Hoffnung.
00:01:58: Der andere Verschuldungsgrad
00:01:59: bleibt hier immer nix.
00:02:00: Den Schweiz ist doch so teuer, wir haben uns ja immer recht.
00:02:03: Und damit reduziert sich die Zinsdefinanz?
00:02:06: Das Geschäftsmodell
00:02:07: der Bank hat ja die Transformation der Fristigkeit.
00:02:10: Die Besprechung hat man viel mehr Sensitivität
00:02:12: zu desasten.
00:02:12: Was für
00:02:12: Unternehmen
00:02:13: sind eigentlich in den zwanzig- dreißig Jahren
00:02:14: noch gut und fähig?
00:02:15: Welche lösen?
00:02:16: vielleicht sogar
00:02:17: gesellschaftliche?
00:02:18: Wenn es einen
00:02:19: Call gibt, ist er
00:02:20: sicher.
00:02:21: In Springfield!
00:02:22: Sie essen den Dog!
00:02:23: Folge einhundertsechzig in das große Bild.
00:02:26: Herzlich willkommen zu einer Sonderfolge!
00:02:27: Herzlich Willkommen zu einer Partner-Folge mit Franklin Templeton.
00:02:31: Wir sprechen heute mit Dr.
00:02:33: Martin Lück dem Chef Kapitalmarkstrategien für Deutschland und Österreich von Franklin Templleton.
00:02:40: Sie kennen ihn – ich habe es eingangs schon gesagt – und was wir heute besprechen, ist so wichtig dass wir ihm das nicht länger vorenthalten wollten.
00:02:47: Wir sprechen über alle aktuelle Beobachtungen im Irankrieg und ordnen ein, inwieweit das was aktuell passiert eigentlich für kurzfristige Panik- und Beunruhigung sorgen sollte.
00:02:58: Beziehungsweise – was leiten wir aus dem ab?
00:03:01: Was ohnehin die großen Leitlinien der Beobachdung sind aus dem Hause Franklin Templeton, die schon seit Jahresanfang gestanden, insbesondere mit dem Imperativ der Diversifikation der Unabhängigmachung von den Klumpenrisiken des US-Technologiesektors.
00:03:17: Und wir werden in die Welt reisen, wir werden viele verschiedene Anlagethemen und Anlagefelder besuchen und analysieren.
00:03:25: Freuen Sie sich auf ein sehr spannendes Gespräch!
00:03:28: Ich kann Ihnen ans Herz legen, dass Sie als Hörer dieses Kapitalmarkt Podcasts selbstverständlich ausgezeichnet sind Für Analysen und für Impulse interessieren, dann gehen Sie mal auf die Seite von Franklin Templeton.
00:03:44: Und schauen sich die aktuelle Analyse an!
00:03:45: Das ist eine große Research Bibliothek.
00:03:48: Viele viele Impulse bekommen sie dort.
00:03:50: Sie finden sie unter FranklinTempleton.de slash Aktuelles.
00:03:54: Da finden Sie auch die wichtigsten Einschätzungen von Dr.
00:03:58: Martin Lück.
00:03:59: Jetzt freuen Sie sich auf ein spannendes Gespräch das uns wirklich in alle Facetten der aktuellen Fragestellung führt.
00:04:04: Genießen Sie es.
00:04:07: Ich begrüße sehr herzlich zum allerersten Mal im großen Bild Dr.
00:04:11: Martin Lück von Franklin Templeton.
00:04:13: Herr Dr.
00:04:14: Lück, herzlich willkommen!
00:04:15: Vielen Dank!
00:04:16: Grüß Sie, Herr Hammes.
00:04:18: Sie sind der Chefkapitalmarktschritte Deutschland und Österreich für Franklin Templleton einem globalen Haus dass jetzt, ich denke mal mit sehr interessiert schaut welche Situation sich gerade im Iran entwickelt.
00:04:31: und die Frage die sich jeder Investor die letzten Tage gestellt hat sind denn die Überlegungen die man sich am Jahresanfang gemacht hat über die wir natürlich ausführlich sprechen werden überhaupt noch gültig mit allem was grade ja manchmal disruptiv manchmal schockierend so in den Markt hineindonnert.
00:04:47: Wie ist denn Ihre erste Sicht auf das was wir aus dem Iran-Konflikt ablesen können?
00:04:54: Ja, ich glaube das ist eine der entscheidenden Fragen die wir uns so auf einem höheren Level erst mal stellen müssen bevor wir überhaupt zu den Investmentimplikationen kommen.
00:05:04: Und wir hatten ja schon am Anfang des Jahres gesagt dass die extreme hohe Unsicherheit die wir haben und man kann es an diesen Anzirten die Indices überall ablesen Dass die Unsicherheits erhochst und dass man einfach breit aufgestellt in eine solche Unsicherheitsphase hineingehen sollte.
00:05:19: das Jahr sechsundzwanzig Das war erwartbar Unsicher und wir hatten auch erwartet, wo Latila werden.
00:05:25: Von der Seite war schon mal breite Positionierung das eine.
00:05:28: Das zweite war, dass erwartbar ebenfalls der politische Einfluss auf verschiedene Aspekte zunehmen würde die beide die Zinskurve beeinträchtigen.
00:05:40: Auf der einen Seite der Druck auf die Zentralbanken, das haben wir am Beispiel amerikanischen Notenbank jetzt schon sehr intensiv erlebt und werden es noch weiter erleben.
00:05:47: Wir haben's jetzt schon gesehen mit der Diskussion wie Nachfolge von Jerome Powell Also der Druck auf die Zinsen, die tendenziell nach unten gehen.
00:05:55: Auf der anderen Seite die extrem hohe Verschuldung weltweit und ganz speziellen in den USA, die die Zinse am langen Ende hochdreht.
00:06:02: also diese Frage wie steil ist die Kurve?
00:06:05: bleibt die kurve wird die Kurwe.
00:06:08: das zweite große Thema und das dritte natürlich was uns letztes Jahr auch als europäische Investoren sehr stark beschäftigt hat die Abwertung des US-Dollar und die Frage wie performt Amerika währungsmäßig aber auch natürlich entsprechend ungehetschte Asset-Klassen gegen andere Währungen in der Welt, gegen andere Werungsräume.
00:06:28: Auch das ist ein Thema und vor dem Hintergrund haben wir eigentlich jetzt festgestellt, dass es alles im Prinzip noch viel radikaler geworden als wir es erwartet hatten.
00:06:36: Denn man kann ja wirklich so fast auf den Punkt bringen, dass sich Donald Trump persönlich nochmal radikalisiert hat seit Anfang des Jahres.
00:06:44: Das liegt auch so ein bisschen da an.
00:06:45: er hat eine E-Mail die er dem norwegischen Ministerpräsidenten geschrieben hat Ihr wollt mir den Nobelpreis, den Friedensnobelpreis nicht geben.
00:06:53: Obwohl ich acht Kriege beendet habe also fühle ich mich jetzt dem Frieden nicht mehr verpflichtet.
00:06:58: das hat er kurz vor der Invasion in Venezuela geschrieben und jetzt wissen wir genau was damit gemeint war, nämlich dass man sich jetzt völlig auch seiner imperialen Gelüste und seine auch ja wie soll man sagen militärisch bisher das wäre eigentlich undenkbar gewesen unter jeder anderen US-Administration als solches Vorgehen wie wir es gesehen haben in Venezuela Jetzt im Iran eine solche Operation in einem hoch sensiblen Gebiet vorzunehmen ohne Plan.
00:07:27: Das ist ja ganz offensichtlich der Punkt, dass die US-Atmosphäre zu einem überhaupt keinen Plan hat was denn nun das Kriegstil sein soll und eventuell schon Kuba als nächsten Schritt.
00:07:36: Ja, das ist ja schon cool.
00:07:38: Die Kubaner werden gerade ausgehungert über die Ölsanktionen auch gegen Venezuela.
00:07:44: also Venezuela darf kein Öl mehr nach Kuba liefern.
00:07:48: Und das heißt natürlich, die Kubaner sind darauf angewiesen wie nichts anderes und die kubanische Wirtschaft bricht gerade zusammen.
00:07:56: Das heißt Donald Trump und seine Leute Marco Rubio der Ausminister werden das nur einsammeln müssen?
00:08:01: Das ist alles im Prinzip von dieser ganzen Risikozuspitzung viel, viel schlimmer als wir gedacht hatten weil es auch unmittelbare Implikation hat.
00:08:09: Wir haben den starken Anstieg des Ölpreises gesehen.
00:08:11: Wir haben die Reaktion der Zinsmärkte gesehen Aber wir haben natürlich auch die Reaktion von anderen Risikomerken gesehen, allen voran die Aktienmärkte.
00:08:19: Die das sehr genau im Auge haben und sehr genau schauen.
00:08:23: was ist das mögliche Outcome?
00:08:25: Von der Seite, die Antwort auf Ihre Frage ist ja Wir fühlen uns da noch well on track sozusagen.
00:08:30: Wir fühlten uns mit dem richtigen Themen unterwegs aber dieses Jahr ist bisher noch extremer gelaufen als wir es erwartet hatten.
00:08:39: Wenn wir uns mal die einzelnen Faktoren anschauen, die der Iran-Krieg uns beschert dann sehen wir natürlich einen sprunghaften Anstieg der Inflationserwartungen zumindest nicht der real gemessenen Inflation für den USA und für Europa.
00:08:55: Und bei dieser Diversifikationsbewegung, die Sie beschrieben haben, die ja weiterhin ein wichtiges und gutes Rezept ist für Investoren um sich von den USA vielleicht auch vom Technologiesektor etwas zu imanzipieren sind ja auch viele Assets nach Europa gekommen.
00:09:11: Und dort haben wir eine Rotation gesehen von Softassets zu HardAssets und diese HardAsset haben jetzt sicherlich einen etwas konjunkturelleren Anklang.
00:09:22: als Softwareunternehmen oder als Unternehmen im AI-Bereich, würden sie den Iran Krieg für solche Entwicklungen eher als Beschleuniger interpretieren zur Diversifikation hätte ergreifen müssen, sind jetzt viel wichtiger.
00:09:40: Aber bleiben ungeachtet der Ereignisse im Iran danach auch weiterhin wichtig?
00:09:46: Ja ich glaube das ist genau der Punkt.
00:09:49: Das versuchen wir am Moment alle rauszukriegen.
00:09:52: wie lang wird dieser Krieg noch dauern?
00:09:55: Es hat ja Äußerungen von Donald Trump gegeben, die noch aktuell sind.
00:10:00: Wo er sagt wir haben im Prinzip die Kriegsziele schon erreicht.
00:10:02: Im Prinzip könnten wir den Krieg jetzt beenden werden wir nicht tun.
00:10:06: aber Die Vermutung dass sich der US-Präsident irgendwann hinstellen würde und sagen könnte ich habe gewonnen Wir beenden das jetzt Und dann versucht das entsprechend medial auszuschlachten Das war erwartbar gewesen und das ist auch weiter so.
00:10:19: das heißt wir gehen nach wie vor von einem relativ zeitlich relativ begrenzten Konflikt aus.
00:10:23: Und das wiederum bedeutet, dass alles das was wir jetzt auch an Verwerfungen sehen, was jetzt speziell Folgen dieses Krieges sind, dass die auf Sicht wieder verschwinden werden.
00:10:31: Das wird mit großer Wahrscheinlichkeit einfach weil es für die US-Regierung politisch viel zu schädlich wäre.
00:10:40: Es wird kein ausgeprägter sehr langer Konflik und spätestens in dem Moment wo Da wird einfach eine Grenze überschritten im Hinblick auf beispielsweise auch eigene Opfer.
00:10:51: Die Amerikaner haben bisher nur in Anführungszeichen sieben Soldaten zu beklagen, die dort halt ums Leben gekommen sind.
00:10:58: aber das könnten natürlich innerhalb kurzer Zeit auch sehr viel mehr werden Besonders wenn man noch andere Operationen in Angriff nimmt, die man bisher noch unterlassen hat.
00:11:07: Aber natürlich auch die Frage der Kosten.
00:11:08: Der Krieg soll jetzt nach ganz groben Schätzungen schon jetzt vier Milliarden Dollar gekostet haben Also natürlich ein enormer Aufwand, den Amerika da betreibt.
00:11:20: In einer Zeit wo das Geld auch an anderer Stelle gut eingesetzt wäre.
00:11:25: Das sind alles Punkte die uns vermuten lassen dass dieser Konflikt nicht ewig dauern wird.
00:11:29: und genau dann passiert das was sie sagen nämlich dass wir dann im Prinzip in die alten Argumentationsketten wieder einstellen.
00:11:34: Dann fragen wir uns wie ist es die erste Phase der KI Revolution?
00:11:38: nahe ihrem Ende oder ist sie schon darüber hinaus?
00:11:41: Was bedeutet das alles für Europa, wenn wir sagen die erste Phase hat in Amerika stattgefunden.
00:11:47: Die nächsten Phasen also Stichwort Adaption und andere Dinge im Bereich der künstliche Intelligenz finden aber vielleicht in Europa und Asien statt.
00:11:54: genau das worüber wir uns da unterhalten haben.
00:11:57: Das gilt ja weiter und deshalb ist es so dass wir diesen Irak Krieg im mittleren Osten, der furchtbar ist.
00:12:06: Weil am Ende leiden immer die Menschen in der Region am stärksten – das vergessen wir gleich wenn man übermerkte und die großen Implikation reden aber dass dort Menschen ganz konkret leiden.
00:12:19: alleine bei einer ersten Bälle der Luftschläge der Amerikaner und der Israelis sind ja ist ja eine Schule getroffen worden da sind völlig unschuldige Kinder ums Leben gekommen.
00:12:27: Das ist einfach furchтbar und Krieg Absolut schrecklich.
00:12:33: Und deshalb sollte man eigentlich gute Gründe haben, wenn wir die führt und gute Absichten verfolgen... Aber das ist der Punkt!
00:12:44: Dieser Krieg wird nicht sehr lange dauern können.
00:12:48: aus all den genannten Gründen und deshalb ist es wichtig auch diese Themen, die wir vor dem Krieg diskutiert haben, nicht zu vergessen.
00:12:55: Zwischen den Zeilen tönt das so ein bisschen durch und vielleicht können sie uns allen einen Hinweis geben, wie wir damit umgehen.
00:13:03: Dass Donald Trump ja auf ganz vielen verschiedenen Kanälen manchmal sehr impulsiv Dinge publiziert Und die Kapitalmärkte damit wirklich immer sehr unterschiedlich umgehen.
00:13:13: Manchmal steht er in der RVS-One gibt jemanden ein Interview und denkt in dem Moment wahrscheinlich zum ersten Mal über einen Sachverhalt nach Dann postet er irgendwas auf Club Social dann steht er irgendwann offiziell im weißen Haus von Mikrofon Und immer gibt es manchmal auch sehr erratische Kapitalmarktreaktionen.
00:13:28: Manchmal denkt man sich, warum nimmt der Kapitalmark das jetzt ernst?
00:13:31: Warum ignoriert er dies und jenes?
00:13:33: Wie gehen Sie damit um?
00:13:34: Sie beraten Großinvestoren.
00:13:37: Sie tragen da eine hohe Verantwortung.
00:13:39: Und sie müssen ja auch damit umgehen dass der Mann und die amerikanische Regierung dann in seiner Stimme Dinge publiziert auf ganz vielen verschiedenen Ebenen, die sie ja irgendwo in der Glaubwürdigkeit, in der Wirkmächtigkeit Priorisieren müssen und Gewichten müssen.
00:13:56: Absolut, das ist ein wichtiger Hinweis.
00:13:58: Ich denke man kann es so sagen dass wir uns erst langsam an diese Persönlichkeit Donald Trump gewöhnen mussten.
00:14:08: Das blieb uns nun mal nicht erspart weil die amerikaner in Jahr zwei tausend sechzehn zum ersten Mal gewählt haben Und dann die Präsidentschafts vor siebzehn bis zu einer zwanzig hat uns ja vieles gelehrt über diesen menschen darüber hinaus.
00:14:21: ich habe Wir gehen ja versucht es selber irgendwie zu machen.
00:14:24: Ich habe gesagt, das ist eine For a good or bad sozusagen.
00:14:27: Eine Gestalt der Zeitgeschichte, der Gegenwart die wir in irgendeiner Weise einwerten müssen und da müssen verstehen was macht dieser Mensch?
00:14:36: Der natürlich sehr erratisch ist auf der anderen Seite auch sehr berechenbar.
00:14:42: Er ist zum Beispiel sehr bekannt dafür dass er ist ja er liest ja nichts ist sehr auf das angewiesen, was ihm zugetragen wird.
00:14:53: Was er entweder selbst im Fernsehen sieht – der ist natürlich ein großer Fan des Fernsehens und schaut viel Fernsehen – aber auch das, was ihn zugetragend erzählt wird am Telefon oder in Person, dass er immer das sehr stark gewichtet, was eben zuletzt gerade jemand erzählt hat.
00:15:08: Das heißt man muss diese Dinge auch... Auf der anderen Seite ist es natürlich chronisch und pathologisch kann man schon fast sagen, narzisstisch unterwegs.
00:15:20: Also jemand der auch immer in der Öffentlichkeit beachtet werden will und der Aufmerksamkeit erregen will, der im Grunde schon sich schlecht fühlt wenn man nicht über ihn berichtet wird Und deshalb dieses, was sie ansprechen.
00:15:32: Dass er so wirklich in jedes Mikrofon, das ihm vor die Nase gehalten wird auch hineinspricht egal ob das jetzt irgendwo zwischen Tür und Angel ist, zwischen Hubschrauber und dem Betreten des weißen Hauses oder ob das im Air Force One ist oder wo auch immer Und das muss man einfach so ein bisschen sehen, was ist davon wirklich offensichtlich aus der Hüfte geschossen.
00:15:54: Was liest er vom Teleprompter ab?
00:15:56: Er geht auch gerne Off-Script also er muss von Promptor ablesen um halbwegs konsistent sprech zu können aber das tut ja oft nicht weil er dann eben einfach sagt ne da fällt mir noch etwas anderes zu einem und dann geht er Off-Script Dann raufen seine Leute sich immer die Haare.
00:16:09: Aber der Punkt ist, man muss das was er sagt erstmal mit einem ganz großen Fragezeichen versehen.
00:16:18: Das ist in keiner Weise in Stein gemeißelt.
00:16:20: Dass das eine, dass andere ist, dass er nun eine so wichtige Rolle hat, dass selbst der Unsinn den er erzählt in irgendeiner Weise in der Lage ist die Märkte zu bewegen.
00:16:30: und alleine deshalb muss man sogar diesen Unsinn ernst nehmen.
00:16:36: Das ist so die erste Schicht, wie man ganz konkret mit ganz spontanen Äußerungen auf Truth Social oder irgendwelchen Äuzerungen in den Medien umgeht.
00:16:45: Der zweite Punkt ist dann versucht man irgendwie dahinter einen Plan zu entdecken und das versuchen wir jetzt alle glaube ich seit einigen Tagen relativ erfolglos würde ich zumindest für meine eigenen Versuche behaupten.
00:16:58: Der Versuch steckt hinter diesem Angriff auf den Iran ein Plan, außer dass er ganz offensichtlich Menschen in der Region, die er unterstützen möchte und die er schätzt.
00:17:09: Also vor allem Netanyahu aber auch bin Salman in Saudi-Arabien eingefallen tun wollte, dass er die Gunst der Stunde, die ihm die Geheimdienste auch suggeriert haben genutzt hat.
00:17:23: Aber steckt da ein Plan dahinter?
00:17:24: Ganz offensichtlich nicht.
00:17:26: Und ganz offensichtlich hat Trump hier jetzt auch verstanden, wie negativ die Implikationen sind.
00:17:31: Jetzt versucht man den, die Israelis dazu zu bewegen doch weniger die iranischen Ölfelder zu bombardieren weil das denn eben schlechter aus für den Ölpreis hätte und Trump inzwischen begriffen hat sie haben die Inflationserwartungen angesprochen dass das am Ende Amerika auf die Füße fällt und ob für seine Widerwahl Chancen nicht gut ist.
00:17:48: Also da sieht man, wie erratisch das alles ist und wie dieser Präsident praktisch am lebende Objekt lernt.
00:17:56: Da gibt es keine vorgefertigte Strategie, da gibt's noch nicht mal eine vorgefertete Taktik, der gibt es im Prinzip nur das Lernen am lebenden Objekt.
00:18:04: Und genau das ist das was wir gerade sehen also dieses Learning by Doing, was natürlich schwer auszuhalten ist wenn damit – wie Sie es ja selber auch gesagt haben – Hochverantwortungs volle Entscheidungen, Beratungen oder Allokationen verbunden sind die man jeden Tag treffen muss und wenn dann die Basis dieser Entscheidungen eine so wankelmütige Person sind.
00:18:30: Dann ist es in der Tat schwierig.
00:18:32: Vielen Dank dass Sie das eingeordnet haben.
00:18:34: ich glaube das war ganz wichtig weil wir alle vor der Frage stehen und sie haben einen guten Lösungsfahrt aufgezeigt das zu werten.
00:18:44: Wenn wir schon als Implikation vor dem Iran-Krieg zum Jahreswechsel von Ihnen hören, dass Diversifikation ein Imperativ ist den Sie formulieren.
00:18:55: Dann lassen sie uns doch vielleicht gerade wobei die USA sprechen mal noch dort bleiben und schauen wie Ihre Einschätzung auf die dortige Situation ist auch auf den US Dollar Und dann können wir uns ja auf die verschiedenen Diversifikations Zweige und Fahre begeben.
00:19:11: Die wichtigste Frage, die sie im letzten Jahr oder die uns beschäftigert angesprochen haben war die Entwicklung des US-Dollars.
00:19:17: Und da gab es viele verschiedene Gründe, die man gesucht und gefunden hat um die Dollarschwäche zu erklären.
00:19:24: Eine überliegende Entwicklung ist eine fortschreitende Dedolarisierung, die kennen wir schon seit den neunziger Jahren.
00:19:32: Haben Sie aber weitestgehend nicht immer so ernst nehmen müssen weil wir sie gar nicht gespürt haben?
00:19:38: Aber was sind denn aus Ihrer Sicht die Faktoren, die jetzt kurz und mittelfristig den Dollar schwächen?
00:19:46: Und haben wir jetzt im letzten Jahr eine Ausnahmesituation gesehen.
00:19:50: Wir als Europäer müssen es ja auch immer fragen – darüber müssen wir nach Hause sprechen!
00:19:53: Was ist dann eigentlich das Gegengewicht im Euro?
00:19:57: Und was ist das, was der Euro dem Dollar entgegensetzen kann in wirtschaftlicher Stärke, Zinskraft oder Inflationsrobustheit?
00:20:07: Ich glaube, Sie haben es angesprochen.
00:20:09: D-Dollarisierung spinne schon lange statt.
00:20:11: Wir hatten in den neunziger Jahren noch Quoten und so lang muss man gleich zurückgehen sogar nach Anfang des Jahres dieses Jahrtausends.
00:20:19: Quoten von internationalen Währungsreserven in Dollar von über siebzig Prozent knapp über sieben Prozent.
00:20:25: wir sind jetzt bei unter fünfzig.
00:20:27: Das geht jetzt massiv nach unten Und wir haben vor allen gesehen dass einige Notenbanken gerade im letzten Jahr sehr viel US Treasuries also ihre Haltung in West dollar kauft haben und dafür Gold ins Portfolio gelegt haben.
00:20:41: Also praktisch eine klassische Austausch von typischen Safehaven Assets, und das hat natürlich auch dazu geführt dass der Dollar so stark abgewertet hat.
00:20:52: Entschuldigung!
00:20:52: Das ist das eine, das andere ist, selbst wenn jetzt keine... Und man hat es schon gesehen übrigens in der zweiten Hälfte fünfundzwanzig hat die Rhetorik, die auch aus dem US Treasury kamen und auch von anderen Beratern von Trump also ökonomischen Beraternen von Trump Die ging nicht mehr so stark in diese Richtung.
00:21:10: Wir brauchen ums Verwecken einen günstigeren, abgewerteten Dollar auch wenn das natürlich das unterliegende Narrativ nach wie vor bleibt.
00:21:19: Dann ist es trotzdem so dass zunehmend die Frage von einer anderen aus einer anderen Richtung kommt können die Amerikaner im Prinzip die extrem hohe Staatsverschuldung die sie aufbauen von jetzt schon einhundert und zwanzig Prozent Schuldenstand zum Bruttoinlandspulver.
00:21:33: Können Sie überhaupt jemals den Griff bekommen?
00:21:35: ohne eine wirklich gezielte Inflationierung.
00:21:40: Und das geht in alle Facetten hinein, eventuell auch eine Zinssenkung der Fed, ohne dass die Inflationsraten es hergeben, eventuelle Anleihekäufe der Fed auf jeden Fall an den Inflitionsrate, die man deutlich über zwei Prozent laufen lässt, um halt praktisch die laufenden Schulden zu entwerken.
00:22:03: und wenn das so ist dann die Abwertung der Währungen weiter programmiert, weil aus meiner Sicht zumindest wird Europa diese Spiel in der kurzen Frist nicht mitspielen.
00:22:14: Wir haben in Europa natürlich auch im Zuge der Euro-Krise immer wieder diskutiert was könnte aus diesem Szenario zu hoher Schulden, die wir hier in Europa auch haben?
00:22:26: herausführen.
00:22:26: Da war auch Inflationierung das Thema, aber es ist ja in Europa erkennbar nicht gelungen werden.
00:22:31: Wir hatten in den Jahren nach der Eurokrise sehr viel zu niedrige Inflationsgegenschleife über Deflationsrisiken unterhalten und vor dem Hintergrund ist dann doch die Erkenntnis gereift dass wahrscheinlich ein institutioneller Prozess besser ist nämlich indem man versucht die Verschuldung in den Griff zu bekommen und runterzukommen.
00:22:48: Das hat sich auch als richtig erwiesen mit den Struktureformen, in Griechenland, in Spanien, in Italien
00:22:53: usw.,
00:22:54: usw.
00:22:55: Das heißt ich kann im Moment nicht erkennen dass die EZB oder das gesamte institutionelle Rahmenwerk in Europa einen ähnlichen Weg gibt wie wir denen in den USA vorgezeichnet sehen.
00:23:06: Auch natürlich durch eine nennen wir es mal nicht unbedingt förderliche Nähe zwischen Treasury und Zentralbank.
00:23:13: Es gibt ja gute Gründe, warum Zentralbanken unabhängig sind.
00:23:16: Nun wissen wir die amerikanische Fed wird immer weniger unabhängig sein vermutlich Richtung zweite Jahreshälfte.
00:23:23: spätestens dann sobald das Entscheidungstremium komplett auf Trump Kurs gedreht ist relativ stark am weißen Haus auch dran Und das ist im Prinzip etwas, was wir in Europa nicht sehen.
00:23:35: Wir sehen in Europa einen deutlich robusteren Fahrt auch Richtung Inflationsbekämpfung und es ist in Europa auch nicht so dramatisch notwendig weil wir eine Influenzrate haben die wesentlich näher an der zwei Prozent-Marke liegt als in Amerika.
00:23:51: In Amerika haben wir ein vollen Prozentsatz zu viel Inflationen gegenwärtig bei drei Prozent und vielleicht sogar jetzt mit den Energieeffekten noch mehr.
00:23:59: Also die Antwort auf Ihre Frage ist, Europa ist deutlich robuster unterwegs.
00:24:04: Was was die institutionelle Aufstellung angeht?
00:24:07: Die institutionelle Unabhängigkeit der Zentralbank und eine klare Position für Fiskalpolitik und Geldpolitik im institutionellen Regelwerk Europas.
00:24:16: Und die Ergebnisse lassen sich auch besichtigen dadurch dass die Inflationsrate in Europa niedriger ist Die EZB nicht im Verdacht steht, hier jetzt der Fiskalpolitik unter die Arme greifen zu wollen indem man praktisch Financial Repression betreibt.
00:24:30: Indem er praktisch zusätzlich inflationiert.
00:24:33: und das führt eben dazu dass der Euro attraktiver wird für internationale Investoren aus Sicht der Kapitalbewahrung weil der Dollar stärker erodiert und damit auch für internationales Portfolien weniger gefragt sein wird.
00:24:50: Da würde ich die Beobachtung und die Gespräche mit einigen Investoren mal ins Spiel bringen, die mir sagen eigentlich ist die EZB ja.
00:25:02: und hin nicht so richtig unabhängig, sie handelt schon im Sinne der Wirtschaftspolitik.
00:25:06: Im Sinne der Staatsfinanzierung.
00:25:08: das kann man vielleicht auch so werden da würde mich ihre Meinung mal interessieren.
00:25:13: und zweitens haben wir uns in Europa ja aus der Inflation, aus dem Inflationsrisiko ein bisschen herausgehungert weil wir einfach wenig Nachfrage hatten.
00:25:20: aber strukturell hat man doch jetzt in den letzten Tagen gesehen und das ist eigentlich die Hauptsorge die ich immer gehört habe wenn ich mit Mandanten und Institutionären gesprochen habe dass diese paar Tage im Iran und diese Schließung der Straße von Normus die Inflationserwartungen in Europa, ich sage das mal, weil ich gesehen habe.
00:25:41: Von Anfang des Jahres, ein Prozent in der Spitze auf zwei Prozent Inflation Erwartungen angehoben haben.
00:25:50: Das sind so die Infrationsversicherungsraten, die man für zwölf Monate quasi absichern kann.
00:25:55: Und damit ist Europa vielleicht auch mit in seiner gesamten Inflationsrobustheit aus der Perspektive vieler Investoren gar nicht so sicher aufgestellt?
00:26:06: Ja, das bleibt jetzt abzuwarten wie die EZB in dieses Dilemma reinläuft.
00:26:13: Auf der einen Seite haben wir natürlich... Die Frage ist natürlich, ist die Ezeb nicht hundertprozent unabhängig?
00:26:19: Keine Zentralbank ist das!
00:26:20: Jede Zentralbahn operiert in der wirtschaftlichen Realität und ist natürlich auch darauf angewiesen, letzten Endes ein bisschen mitzugucken.
00:26:29: Was machen die Output-Größen?
00:26:32: Was macht der Arbeitsmarkt?
00:26:34: Was mache die Fiskalpolitik?
00:26:36: Also das alles nicht einzubeziehen wäre ja streflich.
00:26:40: Das ist Aufgabe einer Zentralbank auch darauf zu achten.
00:26:44: man sollte sein Handeln aber nicht daran ausrichten Und da ist schon, glaube ich, großer Unterschied gegeben auch zwischen den USA und Europa.
00:26:53: Übrigens in den USA hat ihr die Fed alleine deshalb schon eine bessere Ausrede wenn man mal sagen will das zu tun weil sie ja also auf die wirtschaftliche Situation einzugehen weil sie ein Doppelmandat hat.
00:27:05: Sie muss ja auch auf einen hohen Beschäftigungsstand achten.
00:27:10: aber angesprochen auf die steigen Inflationserwartungen im Zweifel jetzt im Zuge des Krieges Mittleren Osten wird es abzuwarten sein.
00:27:22: Jede Zentralbank, die in einen Stackflationsdilemma hineinläuft hat ein Problem.
00:27:27: Punkt!
00:27:27: Da ist jetzt wenigstens besonderes.
00:27:32: Schwaffe Wachstumsentwicklung in Europa.
00:27:34: Wir sind jetzt gerade mal eben so am Potenzialfahrt unterwegs, vielleicht sogar ein Schnaps drunter.
00:27:39: Wenn wir können froh sein wenn wir in diesem Jahr irgendwie mit irgendwas zwischen eins und anderthalb Prozent wachstum Real GDP in Europa rauskommen.
00:27:48: Da wäre eigentlich eher eine leichte Stimulation, das vermutlich so ein ganz bisschen untertrennt.
00:27:53: Das heißt wir müssten wahrscheinlich wirklich versuchen, dass er zu stimulieren.
00:27:56: Das heisst die Geldpolitik eher ein bisschen zu expansiv gestalten.
00:28:01: Aber wenn wir jetzt Inflation bekommen dann darf die EZB natürlich nicht.
00:28:05: Jetzt sind wir aber wieder bei der Frage wie dramatisch dieses Dilemma für die Ezb wird in den nächsten Monaten?
00:28:13: Das wird sich daran entscheiden wie lange dieser Krieg dauert.
00:28:16: Das sind wir bei der Ausgleichsfrage.
00:28:17: Nicht nur für die Aktienmärkte oder nicht nur für andere Finanzmarkparameter ist extrem relevant, wie lange dieser Konflikt dauert, sondern es ist auch für die EZB.
00:28:26: Weil natürlich je länger der Konflik dauert desto je länger die Straße von Hormus geschlossen bleibt desto stärker bleibt der Druck auf den Ölpreis.
00:28:34: das kann ja noch zunehmen.
00:28:35: Wie gesagt israelis bombardieren gerade mit großer Wonne Die Ölförderanlagen in Iran.
00:28:43: wird davon ausgegangen dass Beide übrigens, Israel und die USA.
00:28:52: Eine Einnahme der Insel Krak anstreben.
00:28:55: von dort werden neunzig Prozent des iranischen Öls verschifft.
00:28:58: da würde man natürlich vor allen Dingen auch wieder China treffen in die ja der größte Teilen auch der so fünf Millionen Beryl aus dem Golf gehen nach China davon eins Komma drei Millionen aus dem Iran.
00:29:14: für China ist das kein großes Problem weil die erstens Strammengefüllte Öllage haben und zweitens natürlich eine wunderbare Beziehung zu Russland, wo man das Öl dann günstig einkaufen kann.
00:29:24: Also das ist kein großes strategisches Problem für China.
00:29:26: Es ist aber trotzdem ein strategisches Bestreben der Israelis und der USA, die den, dass Öl, die Ölzufuhr auch oder die Möglichkeiten Irans einzuschränken, Öl zu exportieren.
00:29:38: Das hat schlicht nicht mehr gerade damit zu tun wenn wir die Insel Kark im Griff hat und damit verhindert, dass Iran überhaupt Öl exportieren kann.
00:29:46: Dann hat man nach ein paar Wochen die iranische Wirtschaft auf den Knien.
00:29:52: Und das ist natürlich auch ein Ziel, dass wir hier anspielen.
00:29:56: Also das spricht alles dafür, dass der Ölpreis doch noch eine ganze Beile relativ hoch bleiben kann.
00:30:01: nach dieser Kapriole, die er gestern geschossen hat sollten wir uns darauf einstellen.
00:30:06: Das heißt, die Frage könnte für die EZB eine sein, wo sagen wir sehen jetzt vielleicht so einen Buckel in den Energiepreisen?
00:30:13: Wir sehen einem Buckel in den Importpreisen und in den Erzeugerpreisen.
00:30:18: wie stark frisst sich der dann wirklich durch in die Verbraucherpreise?
00:30:24: und das ist dann die Frage, die die Zentralbank beantworten muss gehen wir da jetzt dagegen vor oder versuchen wieder durch zu gucken indem wir sagen es ist jetzt ein One-off Effekt?
00:30:35: Und sofern der sich jetzt nicht in zweitrunden Effekte, Stichwort höhere Löhne und so weiter übersetzt.
00:30:41: Dann können wir das Ganze begleiten ohne dass wir die Zinsen anheben.
00:30:48: Und das wäre natürlich dann fatal weil Zins einheben will man nicht, weil man eben eigentlich eher einen konstruktiven Impuls setzen möchte im Sinne stärkeren Wachstums.
00:30:59: Das ist so'n bisschen die Gemängelage, in der wir uns da befinden.
00:31:02: Meine persönliche Einschätzung wäre hier einen nicht allzu langen, so starken Anstieg des Ölpreises sehen werden.
00:31:12: Auch wenn absolut möglich ist das der Konflikt im mittleren Osten zum Ende kommt – Der Öl-Preis aber noch länger hoch bleibt!
00:31:18: Warum?
00:31:20: Selbst wenn die militärische Auseinandersetzung der Krieg per See aufhört, dann kann es zum Beispiel noch dauern bis man die Minen aus der Straße von Hormus geräumt hat.
00:31:30: Bis die Tanker und Frachter da wieder durchfahren können und das Ganze wieder sich normalisiert.
00:31:35: Teilweise ist es auch so, wenn sie die Ölkwellen sich anschauen... Es gibt ja Länder am Golf, die nur noch wenige Tage Speicherkapazität haben.
00:31:47: Die haben schon jetzt einige Quellen verschlossen.
00:31:50: Und wenn sie so eine Ölkwelle verschließen, da können Sie ja nicht einfach den Hahn zu drehen.
00:31:53: Dann hört das Öl aufzufliessen.
00:31:54: Sie müssen ja irgendwo hin mit dem Zeug.
00:31:56: und wenn man sie einmal verschlossen hat... Die werden dann teilweise mit Beton- und anderen Mitteln diese Öllöcher physisch verschlossen.
00:32:04: Wenn man ist es nicht so einfach die wieder aufzumachen.
00:32:08: Das heißt es dauert auch, dass Öl wieder on streamen zu kriegen.
00:32:11: Ist keine Frage von Tagen.
00:32:13: Das kann eher mal Wochen oder Monate dauern.
00:32:15: Auch das kann zu einer Verknappungssituation führen, die deutlich länger dauert als das, was viele jetzt erwarten.
00:32:23: Also es gibt noch einen Unterschied zwischen der Anpassung des Ölpreises und der Dauer des Krieges per se also der reinen militärischen Auseinandersetzung.
00:32:30: Und nochmal schüss zurück zu den Zentralbanken.
00:32:33: Das bedeutet diese Situation ist schwierig unberechenbar aber im Zweifel weniger gefährlich, als sie mit einem ersten Blick auf die Inflationserwartungen aussieht.
00:32:44: Wichtige Hinweise wenn wir nochmal zurückkommen auf die Berechenbarkeit Und damit auch die Stabilität oder die Kalkulationsfähigkeit des US Dollars.
00:32:55: Was ist Ihre Empfehlung, wie man sich für seine US Dollar Investments positioniert?
00:33:03: Ja wir haben ja schon auch bevor das jetzt alles eskaliert mit Venezuela Iran und so weiter empfohlen auch aus dem Dollar Raum heraus zu diversifizieren und das betrifft natürlich die großen Anlageklassen, Aktien und Anleihen aber es betriffe im Prinzip das gesamte Portfolio.
00:33:21: Und was man da natürlich machen kann ist dass man sagt wenn wir jetzt in die Normalisierung einsteigen wir sind jetzt natürlich auch schon dramatische Stück wieder zurückgekommen von einem Euro-Dollar bei uns, fünfzehn Reden.
00:33:33: Und wir waren schon mal bei uns zwanzig da ist schon ein gewaltiger Stück Weges wieder zurückgekommen.
00:33:38: das ist jetzt im Zuge dieser Verzerrung durch den Krieg und durch den Anstieg des Ölpreises.
00:33:44: aber wenn wir recht haben und der Trend geht zurück in die Richtung eines eines schwächeren Dollars dann heißt es schon dass wir hier diversifizieren sollten.
00:33:54: Da findet man natürlich sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen gute Alternativen in Europa und in Schwellenländern, allen voran den Asien.
00:34:04: Das hat noch einen anderen Grund.
00:34:06: Gerade wenn wir uns überlegen was die Situation an den Anleinmärkten angeht – ich habe es schon angesprochen – die US-Verschuldung steigt immer weiter.
00:34:16: Die amerikanischen offiziellen Stellen also vor allem der Stradery versucht die Finanzierungskosten dabei unter dem Deckel zu halten, dass man sagt so.
00:34:27: Die sollten nicht allzu weit über die etwa vier Prozentmarke im Bereich der zehnjährigen Staatsanleihen steigen.
00:34:35: Das könnte sich aber als schwierig erweisen auf Sicht und das heißt, dass wir wahrscheinlich sowas haben wie ein ja doch ein zunehendes Laufzeitrisiko in den Vereinigten Staaten.
00:34:46: Das ist auch der Grund dafür, dass die amerikanische Regierung den Schuldenberg da ist ganz überwiegend im ganz kurzfristigen Bereich refinanziert und nicht längerfristig.
00:35:05: Wir haben einen Durationsrisiko, das sich vor allen Dingen in den USA aufbaut.
00:35:12: Und dem kann man dann schon ein Stück weit entgehen indem man raus diversifiziert nach Europa europäischer Anleihen, europäische Unternehmensanleihen Schwellenland Anleihen auch dort durchaus Corporate Bonds mit einbeziehen.
00:35:29: Im Aktienbereich hat es noch einen anderen Hintergrund, das hat mit dem Thema zu tun dass wir rauf und runter diskutiert haben bevor diese ganzen militärischen Geschichten die Venezuela Iran und so was überhaupt losgegangen ist.
00:35:39: Das Thema künstliche Intelligenz.
00:35:41: denn was die Aktienmärkte getrieben hat war ja das Thema Künstliche Intelligence und zwar dort haupt sich der Aufbau von KI Infrastruktur.
00:35:51: Also was braucht man überhaupt, um künstliche Intelligenz zu haben?
00:35:55: Erstmal.
00:35:56: Um sie dann einsetzen können und sich dann erst in einem zweiten Schritt die Frage zu stellen okay ich habe es jetzt aber das fange ich damit an.
00:36:03: ja Und was wir bisher gesehen haben diese ersten Phase der KI Revolution wie man das immer nennen will ist dass hauptsächlich amerikanische Unternehmen profitiert haben.
00:36:12: Deshalb dieser enorm starke Anstieg in den Kursen für US Tech Was natürlich ein gewaltiges Konzentrationsrisiko nach sich gezogen hat.
00:36:21: Und eines unserer Themen in diesem Jahr war ja dieses Konzentrationsrisiko abzubauen, indem man eben heraus diversifiziert auch bei Aktien aus den USA in andere Bereiche.
00:36:32: Aus US-Tech in andere Tech-Bereiche.
00:36:34: da findet man zum Beispiel in Asien hervorragende Alternativen übrigens einer der Gründe warum die koreanischen Aktien so stark gestiegen sind bevor sie jetzt wieder im Zuge des Krieges so stark gefallen sind.
00:36:46: das sind die Erklärgründe die diese Bewegung ausgemacht haben.
00:36:50: Und genau zu dieser Argumentation werden wir auch zurückkehren, nämlich zur Frage.
00:36:54: Wenn wir jetzt uns nähern so langsam anders an das oder Richtung Ende der ersten Phase der KI-Revolution kommen.
00:37:04: also wer hat uns überhaupt diese KI bereitgestellt?
00:37:06: Also die Ship und Grafikkartenhersteller, die Bereitscheler von Cloud Computing und Rechenzentren und dann natürlich die Unternehmen selbst, die die large language Modelle programmieren.
00:37:18: Diese Gruppe, die profitiert hat Die kommen jetzt so langsam an das Ende dieser Phase und dann schließt sich die nächste Phase an, nämlich die Phase der Attraktion.
00:37:28: Wer wird jetzt überhaupt Profiteur sein vom Einsatz von KI?
00:37:31: Und die Unternehmen, die dort profitieren in erster Linie, die die größten Produktivitätssprünge haben werden durch den Einsatz vonKI müssen nicht notwendigerweise in den USA sitzen können.
00:37:42: genauso gut auch.
00:37:43: Das sagen tatsächlich auch erste Untersuchungen von Wirtschaftsprüfungsunternehmen, von Unternehmensberatung.
00:37:49: Die sagen die können durchaus in Asien und abgeschwächterweise auch in Europa sitzen.
00:37:57: Und das alleine schon ist ein Grund auch aus den USA.
00:38:01: nicht nur auf dem Dollar-Risiko sondern auch aus diesem Lebensphasenrisiko will ich mal sagen der Lebenszyklus von KI verlagert sich raus Und das ist ein Grund, warum man auch im Aktienbereich anders denken sollte und nicht nur immer US-Centrisch.
00:38:31: Wenn ich mir die Wachstumsraten im Tech-Bereich anschaue und das Vergleiche mit all den anderen Segmenten, die es da gibt.
00:38:38: Dann ist ja nach wie vor noch so dass die Wachtungsraten für die wir gerade bezahlen mit den hohen Bewertungen sozusagen schon einpreisen, dass sich innerhalb der nächsten fünf Jahre das Umsatzvolumen und das Gewinnvolumen verdoppeln.
00:38:51: Und damit diese sowieso schon größte Unternehmen in der Welt nochmal doppelt so groß sind auch durch die höhere Wachstumsraten sich dann noch mal stärker konzentrieren.
00:39:00: Ihre These ist, dass das wahrscheinlich nicht eintreten wird weil die Marge dieser Unternehmen dorthin wandern wird wo durch die Produktion von Applikationen mit künstlicher Intelligenz echte Anwendungen produziert werden und diese dann auch nicht mehr in USA sind.
00:39:18: Habe ich das so richtig interpretiert?
00:39:21: Entschuldigung, ja genau das ist ein Aspekt.
00:39:23: Ein anderer ist dass es natürlich auch zunehmende Nachahmeeffekte gibt.
00:39:27: wenn immer wir Großpioniergewinne sehen, auch da sagt die ökonomische Theorie schon seit Jahrhunderten Dann gibt es Nachahmung und diese Nachahmmung findet immer schneller statt.
00:39:36: Das heißt, wenn wir jetzt davon ausgehen dass die bisherigen Champions irgendwann doppelt so groß sind, dreimal so groß und viermal so groß.
00:39:44: Und wir bilden diese Megaskalierung ab in den jetzigen Pursen und in den Jetzigen Erwartungen dann wird alleine das Risiko, dass nicht eintritt immer größer.
00:40:00: Ich will nicht sagen, dass es sicher ist, Die Wahrscheinlichkeit wird immer geringer und das Risiko, dass es nicht passiert, wird immer größer.
00:40:08: Und alleine das muss man ja abbilden.
00:40:12: Das was sich dort tut ist hochspannend auch in der technologischen Entwicklung.
00:40:17: Was wir sagen können nach dem heutigen Stand der Beobachtungen die wir haben wäre es eben Sinn von sich da breiter aufzustellen.
00:40:26: um sich zu formulieren
00:40:28: Wir müssen noch einmal kurz in USA bleiben und dann mal konkret nach Asien, Europa und den Rest der Welt reinleuchten.
00:40:35: Das passt in den USA sozusagen schon durch die Emanzipation vom Technologie-Sektor von ihnen angeraten wird, welche Sektoren würden er profitieren?
00:40:45: Ich habe im Ohr immer die Konsequenzen der One Big Beautiful Bill.
00:40:50: Das sind wirtschaftspolitische Maßnahmen, die würden sich viele Unternehmer in Europa so höre ich das gerne wünschen.
00:40:59: In der Konsequent manche sagen auch dass man über die One Big beautiful bill gewinne aus dem Staatshaushalt in die Bilanzen der real produzierenden Unternehmen verlagert.
00:41:10: Nicht mehr, nicht weniger aber trotzdem will ja da sozusagen der realproduzierende Sektor in den USA noch mal ein bisschen aufgepeppelt werden.
00:41:20: also wenn man weniger US-Tech hat was ist dann aus ihrer Sicht interessanter auf der Aktienseite?
00:41:28: Ja in den USA ist es natürlich so, dass die politischen Entscheidungen da auch teilweise eher erratisch sind.
00:41:37: Wir sehen das hauptsächlich dieses, das Fable der Trump-Administration für Deregulierung vor allen Dingen in den Bereichen Niederschläge, die bisher stark reguliert gewesen sind und das sind drei, die da sofort ins Auge springen.
00:41:52: Das erste ist der ganze Bereich Financials.
00:41:54: wir haben jetzt schon gesehen, dass beispielsweise durch deutlich laxere Erfordernis, Risikokapital zu unterlegen für das Halten von Staatsanleihen auf Bankbilanzen der Bankbereich massiv entlastet wird.
00:42:11: Und das dürfte natürlich sich dann auch entsprechend in den Eigenkapitalrenditen widerspiegeln.
00:42:16: Der zweite Bereich ist der ganze Bereich Energie, der jetzt noch mal einen Superbooster erfährt sozusagen durch die Iran-Krise.
00:42:25: Das ist vielleicht jetzt gar nicht so eingeplant, wird natürlich aber gerne als zweitrunden Effekt mitgenommen.
00:42:33: Wenn wir zum Beispiel jetzt hören dass die globale Knappheit an Öl kein großes Thema ist alleine weil die US Fracker jeden Moment praktisch ihre Ricks wieder hochfahren können und das halt ab einer bestimmten Marge auf einem bestimmten Ölpreis auch durchaus profitabel tun kann dann scheint hier in diesem Sektor alleine Nennen wir es mal nicht unbedingt ideologisch eingeschränkte durch irgendwelche Klimaschutzbedürfnisse, eingeschrankte Politik der US-Regierung sich auszuzahlen.
00:43:08: Der dritte Bereich ist das Gesundheitswesen.
00:43:11: wenn man auch sagt bisher hat man einfach gedacht da ist die amerikanische Regierung oder amerikanischen Regierungen sollte ich sagen in er richtigen Weise unterwegs.
00:43:23: aber jetzt unter dem aktuellen Gesundheitsminister ist es natürlich eine Wildcard geworden, wo man sagen kann da darf im Prinzip jeder machen was er will.
00:43:34: Da dürfen irgendwelche Hersteller von Party-Drogen plötzlich wilde ins gräutschießende Geschäftsmodell auf den Weg bringen.
00:43:50: Aus Sicht des aufmerksamen Beobachters der gesellschaftlichen Implikation, die das hat.
00:43:56: Muss man das nicht gut finden?
00:43:58: Aber wir haben das hier aus der Position des ganz opportunistischen... Kapitalmarkt beobacht das einzuwerten.
00:44:08: Genauso, ich bin hoch kritisch gegenüber des Schleifen von Bankenregulierungen.
00:44:14: Ich bin noch viel kritischer was die Regulierung von Energieunternehmen gerade im fossilen Bereich und gerade in den Vereinigten Staaten angeht dass man beispielsweise die Förderung und Verwertung von Ölsand weiter in den Vordergrund stellen auch regulatorisch entlastet was einfach nur auch physikalisch ein kompletter Unsinn ist, weil der physikalische Wirkungsgrad von diesen Ölsand ist katastrophal.
00:44:40: Und auch das, was im Gesundheitsbereich passiert muss man nicht gut finden.
00:44:43: aber da ist es ebenso, dass genau dieser Fokus der Trump-Administration auf die Regulierung für hinreichend opportunistische Investoren auch Gelegenheiten eröffnet, die außerhalb des Tech-Bereichs
00:44:56: liegen.".
00:44:57: Das sind uns vielleicht ganz kurz noch einen letzten Aspekt in den USA beleuchten.
00:45:02: Der Private Credit Markt, der sich sicherlich in den letzten Jahren so ein bisschen vollgesogen hat weil der amerikanische Bankensektor vielleicht dann doch ein bisschen stärker reguliert war als aktuell.
00:45:13: jedenfalls ist dieser Bereich statistisch relativ schlecht ausgeleuchtet und man hört und man liest immer wieder Dinge und ich rede auch ganz oft mit Investoren drüber und eigentlich können wir nur zur Kenntnis nehmen, da gibt es große Sorgen.
00:45:27: Haben Sie eine Einschätzung zu diesem Bereich?
00:45:29: Haben sie eine Einsetzung zu der Entzündbarkeit aus dem Private Credit-Bereich in den Financialsbereich, der ja in USA doch in vielen Portfolos sich insbesondere auch genau wie sie es beschrieben haben, emazipiert haben von Technologie stärker gewichtet wurde?
00:45:48: Also ich habe keine vertiefte Kenntnisse im Bereit Private Credit um das mal vorweg zu sagen Aber ich kann so viel sagen, dass das natürlich ein Bereich ist der letzten Endes auch sehr viel Kapital angezogen hat über attraktive Renditen.
00:46:04: Über die Möglichkeit sich alternativ zu positionieren, Alternative Assets und darunter natürlich die Private Markets, Private Equity und Private Debt.
00:46:11: Und da sind wir ja gerade doch sehr viel Zufluss bekommen haben.
00:46:15: Wenn immer viel Kapitale hineinfließt in eine In einer Assetklasse in ganz kurzer Zeit, dann ist da auch sehr viel, sagen wir mal ja weniger Augenmaß notwendig bei der, beim entsprechenden Investieren dieser Zuflüsse.
00:46:31: Ich will es mir ganz vorsichtig formulieren.
00:46:33: Das heißt an der einen oder anderen Stelle wird dort auch Geld in Verwendung geflossen sein im Private-Debt Bereich wo man vielleicht diesen Kredit... besser nicht gegeben hätte.
00:46:42: Und das sehen wir im Moment, dass wir dann eben solche Übertreibungen sehen die dann mit entsprechend abrupten Kursreaktionen auch verbunden sind.
00:46:53: wenn es tatsächlich dann Ausfälle gibt und die gibt es einfach weil das schlecht untergreifend auch ein Anreizthema ist.
00:47:01: ja Wenn ich viel Liquidität habe die danach Investment sucht dann wird im Zweifel beim letzten Kreditantragsteller nicht mehr so ganz genau hingeschaut.
00:47:13: und genau das ist passiert.
00:47:15: Von der Seite würde ich das mal als völlig normale Korrektur einer Branche sehen, die ansonsten eine absolut sinnvolle Ergänzung auch zum Bankkredit auf der einen Seite und zur Marktfinanzierung also Anleihenplatzierung auf der anderen Seite darstellt.
00:47:32: Vielen Dank für die Einordnung!
00:47:34: dann würde ich, wenn Sie einverstanden sind mit Ihnen mal gemeinsam nochmal zu den emerging markets zurückkehren und zu den vielfältigen Möglichkeiten.
00:47:44: Die Erfahrungen in den Merging Market sind ja ganz unterschiedlich und viele Institutionen, viele Treasurer sprechen darüber.
00:47:52: Dass sie damals schon in früheren Jahren waren.
00:47:55: dann gab es sehr viele geopolitische Effekte und man hatte keine Lust mehr sich da vor den Anlageausschüssen zurechtfertigen wenn irgendwo ein Heißluftballon über Alaska fliegt und die chinesischen Börsen unter das Engagement in China darunter leidet.
00:48:12: Das ist alles lange her auch so.
00:48:15: das Narrativ, dass das Volkswirtschaftliche Wachstum sich nicht automatisch in Gewinnwachstum der Unternehmen Münzen lässt.
00:48:21: Ist jetzt auch gar nicht mehr so stark messbar.
00:48:24: also wenn man sich dann dorthin diversifiziert.
00:48:27: Sie sagten schon – das kann man auf der Anleihen- oder Seite wie auf der Achtenseite machen – welche Fragen sollte man sie stellen und wie kann man sich da am besten sortieren?
00:48:37: Ja ich glaube Das ist ein guter Satz von Fragen und es sind tatsächlich mehrere, die sich daraus ergeben.
00:48:45: Aber man kann's ja einfach so wenden.
00:48:49: Es ist nicht nur eine absolute Betrachtung, sondern immer auch eine relative Betrachte.
00:48:56: Ein Punkt, den man immer sehen sollte ist beispielsweise der der Governance.
00:49:00: Also wie werden Länder regiert und wir werden auch Unternehmen geführt in den Regionen über die wir uns verhalten?
00:49:07: Nämlich den in emerging markets.
00:49:09: Wenn man sagt so generell hat man eigentlich immer ein Risiko Aufschlag gefordert für Engagements in emerging Markets weil man unterstellt dass die Governance nicht so gut ist vor allem die der Unternehmen oder das es zu starke staatliche Tendenzen gibt, in Unternehmen hineinzuregieren.
00:49:29: Ich habe das noch sehr frisch in Erinnerung vor fünf Jahren, etwa war das als oder nicht ganz fünf Jahre, als wir plötzlich in China Jack Ma verschwunden waren und wie uns über die Zukunft von Alibaba Gedanken gemacht haben an der Börsen-Darlings in Emergy Markets und in Asien ganz speziell.
00:49:51: Was war passiert?
00:49:52: Die chinesische kommunistische Partei hatte direkt in dieses Unternehmen hinein regiert und gesagt, ihr werdet uns zu mächtig.
00:49:57: Ihr müsst jetzt diesen Klassen Chiennes machen.
00:49:58: Dann haben wir gesagt okay wenn das so ist.
00:50:00: übrigens im gleichen Jahr haben wir später den Fall gehabt bei der Bauentwicklungsfirma Evergrand mit riesigen Folgen.
00:50:07: auch dort ist praktisch direkt von der Politik in das Unternehmen hineinerregiert worden ohne dass es jetzt irgendwelche strafrechtlichen Tatbestände gab die man denen davor geworfen hat.
00:50:18: Das hat uns im Prinzip eines gezeigt, dass es sehr stark davon abhängig ist wie man einen Investment in emerging markets betrachtet.
00:50:28: Wenn ich als Investor als Aktionär gar nicht weiß ob mir beispielsweise eine Aktie ein Jahr später überhaupt noch gehört oder vielleicht inzwischen die Behörden gesagt haben wir verstaatlichen dieses Unternehmen gehört ihr nicht mehr so quaorderte Mufti.
00:50:42: dann okay offensichtlich brauchen solche Märkte die so Regiert, reguliert sind.
00:50:48: Eine höhere Risikopremie.
00:50:50: Inzwischen haben wir aber eines gemerkt so etwas in Unternehmen hinein zu regieren.
00:50:54: das kann nicht nur in emerging markets passieren es kann auch in den usa passieren.
00:50:58: Wir haben mehrere aktuelle Beispiele da die dass das hinein regieren der trump administration in wohnungsunternehmen weil man eben gemerkt hat für unsere wähler wird Wohnen schwerer bezahlbar.
00:51:08: Affordability war das Problem, da hat man gesagt so wir müssen hier praktisch mal die Mieten deckeln also praktische Mietpreisbremse auf amerikanisch.
00:51:15: Das hatten wir bisher auch noch nicht.
00:51:16: oder dass man gesagt hat ihr dürft nur noch bestimmte Kreditkarten gebühren für bestimmte Kunden und Kredit-Karten verwenden halt man auch im Prinzip direkt in ein Unternehmensgeschäftsmodell eingegriffen.
00:51:28: oder drittes Beispiel die Vergütung von Topmanagern in Rüstungsunternehmen.
00:51:33: Da hat man gesagt, die Rüstumsunternehmen profitieren ja davon dass sie öffentliche Aufträge bekommen also dürfen deren Gehälter auch nur um X wachsen oder eine bestimmte Höhe nicht überschreiten oder was weiß ich Auch dort direkt das Sinein regieren.
00:51:45: Das heißt In relativer Betrachtung hat sich die Governance von Emerging Markets Unternehmen verbessert weil sich die von US-Unternehmen verschlechtert haben Und damit der Abstand von Risikopremien, wie man auf diese Investments schauen muss.
00:51:59: Das ist ein Aspekt den man sicherlich berücksichtigen muss.
00:52:02: Auf der anderen Seite muss man natürlich so ganz grobe Aspekte auch berücksichtigigen.
00:52:07: in welcher Region will ich unterwegs sein?
00:52:09: Weil Emerging Markets gibt es ja eigentlich gar nicht.
00:52:13: Emerging markets das ist eine Fantasiegruppe.
00:52:17: Lateinamerikanische Länder sind so unterschiedlich von asiatischen Ländern Die Sektoren, die dort eine große Rolle spielen sind völlig unterschiedlich.
00:52:27: Die Art der Governance ist eine völlig unterschiedliche und viele andere Aspekte mehr.
00:52:32: Das heißt man muss erst mal auch bevor man überhaupt über die Emerging Markets spricht sich überlegen wo wir reden hier eigentlich.
00:52:39: oder drittes Beispiel Wir haben ja auch emerging Europe beispielsweise.
00:52:42: Wir haben die nach wie vor in Osteuropa befindlichen Länder und deren Unternehmen, die wir gerne unter emerging Europe zusammenfassen.
00:52:50: Auch die haben nochmal ganz eigene Spezifika von politischen Konstellation, ich denke jetzt gerade an Ungarn und ähnliche Kameradenlieder unterwegs sind bis hin zu riesiger Diskrepanz in den wirtschaftlichen Dynamiken.
00:53:03: Polen ist im Moment everybody's darling.
00:53:05: also es gibt eine Menge Facetten in emerging markets die man berücksichtigen muss.
00:53:10: Die Frage welche Region will ich überhaupt hinein?
00:53:13: Was ist mein Schwerpunkt was meine politische Intention damit?
00:53:17: was ist meine erstes Klasse die ich besonders attraktiv finde?
00:53:21: und dann letzten Endes die angesprochenen Themen der Risikopremien, die eine ganz entscheidende ist.
00:53:28: Von der Seite emerging markets bleiben attraktiv auch wenn im Moment einige emerging markets unter den Kriegsfolgen im Iran massiv leiden.
00:53:39: aber wir halten auch gerade nochmal die Perspektive dass der Irankrieg nicht ewig dauern wird grade die Diversifizierung in emerging markets hinein für eine wichtige Komponente und deshalb haben wir das ja auch bei Franklin Templeton auf der Produktebene entsprechend betont.
00:53:56: Die Argumentation für die Emerging Markets neben dem volkswirtschaftlichen Wachstum ist auch so mal ein bisschen die demografische Struktur der meisten emerging market Länder, jetzt gibt es ein Land ausreichend das größte China dass vor einem großen demografischen Bruch steht Und das weiß hier auch jeder.
00:54:16: Also da wird ja niemand von überrascht sein, dass die Alterspyramide sich da langsam nach oben schiebt wegen der Ein-Kind-Politik.
00:54:22: und die Frage ist inwieweit Technologisierung und andere Maßnahmen die Effekte dieser demografischen Verschiebung verändern können?
00:54:34: Da werden wir Europäer natürlich besonders stark hingucken weil uns das gleiche ja auch bevorsteht in abgemeldeter Form.
00:54:41: aber Das, was wir in China, Europa und dann auch in Japan sehen wird ja wirklich so ein Bettlauf zwischen dem sein.
00:54:50: Was wir an Produktivitätseinbußen auf der Real-Arbeitenseite haben und das was dann technologisch dazwischen springen kann.
00:54:58: Kann auch eine riesige Chance sein ist auch eine Forderung der größten Volkwirtschaft, der künftig größte Volkverschaft der Welt genau damit umzugehen.
00:55:07: Wie schätzen Sie es ein?
00:55:08: Ist dies die demografische Bruch Großes Risiko, dass sozusagen die Sicht auf die emerging markets und die Gewichtung in den emerging markets vielleicht mal verändern wird weil wir in China ja im Prinzip genau die gleiche Rolle haben innerhalb der emerging markets.
00:55:26: Und sie haben vollkommen recht Der Begriff ist viel zu diffus und trett auch nicht zwischen einzelnen Regionen Aber auch der entwickelten Welt hat da, wo die USA so stark demonieren.
00:55:37: Also müsste man sich vielleicht innerhalb dessen was man nicht in den entwickelte Ländern investiert dann auch in den verbliebenen Märkten, den emerging markets ein bisschen besser diversifizieren?
00:55:51: Ja definitiv und sie haben ja jetzt das die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und bis vor kurzem bevölkerungsreichste Volkswirtschaft Der Welt nämlich China angesprochen.
00:56:00: Die schrumpfen seit vier Jahren jetzt, bevölkerungsmäßig.
00:56:03: Im letzten Jahr hatten sie einen ziemlich massiven Adolas von drei Komma vier Millionen Menschen und der wird schneller.
00:56:08: Das wird schneller passieren das China altert.
00:56:12: auf der anderen Seite ist da eine andere große Volkswirtschaft die inzwischen Bevölkerungsreichste Volkswirtschaft der Welt nämlich Indien, die kräftig wächst und die völlig unterschiedlich auch aufgestellt ist.
00:56:23: schon deshalb macht es Sinn nicht in diese.
00:56:26: man kann auch in dieser Ländergruppe Die, was wir so generell als emerging markets bezeichnen gar nicht hineinschauen ohne zu sagen ja aber und das ist beides asien.
00:56:35: jetzt muss man sagen gut dass eines süd aus Asien das anderes ostasien.
00:56:38: Aber man muss man muss auch selbst da massiv differenzieren.
00:56:43: Und natürlich ist es auch eine eine blau pause für uns letzten endes.
00:56:50: wie gehen wir mit einer schrumpfenden Bevölkerung um?
00:56:53: bisher das hieß in deutschland Da reden wir seit vielen, vielen Jahren auch schon davon dass die deutsche Bevölkerung schrumpfen wird.
00:57:00: Bisher sind wir immer weiter gewachsen, allerdings nicht durch Netto-Geburten sondern durch Migration in erster Linie.
00:57:06: Nichtsdestotrotz sind wir jetzt in Deutschland vierundachtzig Millionen Menschen und wachsen weiter.
00:57:12: ja das heißt die Frage ist vielleicht entscheidet sich ja auch China anders obwohl die Volkswirtschaft und die ganze Gesellschaft anders geprägt?
00:57:19: Es vermutlich ist es keine Migrationsgesellschaft.
00:57:22: Aber Sie haben einen anderen interessanten Punkt angesprochen, nämlich kann eventuell Robotik beispielsweise in Verbindung mit künstlicher Intelligenz einen großen Teil der weniger zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte ersetzen.
00:57:34: Mit anderen Worten können diejenigen, die dann in geringerer Zahl noch am Arbeitsmarkt unterwegs sind aber mit der dann deutlich surfistizierteren Technik, Technologie genau das Gleiche an Output erzielen und damit im Prinzip sogar die Produktivität steigern weil die Produktivity wird ja gemessen Output geteilt durch diejenigen, die am Arbeitsprozess beteiligt sind.
00:57:57: Und das ist eine interessante Frage.
00:58:01: allerdings ist China ja auch da schon eine ganze Weile gerade im Bereich Robotik Automatisierung etc.
00:58:07: unterwegs und bisher sehen wir dass die Volkswirtschaft Produktivität verliert.
00:58:13: warum sie verliert diese Produktivitäten?
00:58:15: weil sie An anderer Stelle sehr großzügig damit umgeht, vor allem mit den öffentlichen Ressourcen.
00:58:22: Dadurch dass viele Unternehmen nach wie vor öffentlich gefördert werden die eigentlich nicht mehr überlebensfähig sind.
00:58:28: Das hat man damals gemacht in zuge der Made In China Twenty-Twenty Five Strategie als man gesagt hat ganz viele Unternehmen sollten miteinander ein Wettbewerb treten und möglichst die besten Innovationen hervorbringen.
00:58:38: das hat man noch geschafft.
00:58:39: Man ist in einigen Bereichen der Weltmarktführer inzwischen bei Elektrofahrzeugen Batterien etc.
00:58:44: Robotik Aber man hat das eben auch um den Preis einer massiven Überproduktion gemacht.
00:58:49: und vor allen Dingen die Unternehmen, die jetzt nicht Weltspitze geworden sind.
00:58:55: Die in diesem Prozess zwar immer noch irgendwie mitlaufen aber nicht führend sind.
00:59:00: Sie sind nach wie vor dabei und sie sind nur dabei weil sie staatlich gefördert werden.
00:59:04: Und über diese staatlichen geförderten Unternehmen, aus einer, sagen wir mal so schumpeterschen kreativen Zerstörung besser in die Insolvenz gehen sollten und die Ressourcen anderweitig eingesetzt werden sollten.
00:59:19: Wenn ich jetzt als liberaler Purist sprechen würde, würde ich sagen, die müsste man eigentlich pleitegehen lassen.
00:59:25: Das wird aber in China politisch nicht gewünscht Und deshalb verliert die Volkswirtschaft alleine über diesen Prozess ungefähr ein Prozent ihre gesamten Produktivität.
00:59:35: das ist viel Und das ist ein Schätzung für den internationalen Währungsfonds, die ist also offiziell.
00:59:41: Von der Seite kann man sagen Man muss wirklich auch unter die Oberfläche schauen.
00:59:45: Man muss in die Volkswirtschaft tief hineinschauen, anschauen was sich dort vollzieht auf der Makroseite und ich habe jetzt ja nur bei Volkswirtschaftliche Phänomene gesprochen und natürlich auch auf der Unternehmenseite weil es gibt ganz faszinierende Unternehmensgeschichten auch in den verschiedensten Schwellenländern.
01:00:06: Und da muss man dann wiederum in die Einzelheiten hineingehen, was die Entwicklung angeht von China vielleicht als Blaupause, schrumpfende Volkswirtschaft für uns als alternde Volkswirtschaft und eventuell also wir schrumping zwar nicht aber wie Altern?
01:00:23: auf jeden Fall das ist Fakt.
01:00:25: Demografie verschiebt sich dramatisch.
01:00:27: Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied Während wir in Deutschland und den anderen europäischen Ländern auch großen Teils gut unterwegs sind, was die jetzige Rentnergeneration angeht.
01:00:39: Und die zukünftig zu verrentenden Generationen, da rede ich hauptsächlich über die Boomer-Generation hier in Europa, die jetzt in den nächsten Jahren zunehmend im Rente gehen wird, die wird finanziell sehr gut ausgestattet sein.
01:00:51: Das ist ein Unterschied zu denen in China weil die jätzigen Es wird immer mehr Rentner geben, auch in China.
01:00:56: Aber die werden nicht gut ausgestattet sein und das heißt der Konsumeffekt einer zudem Verrentung hier in Europa kann sogar relativ positiv sein wenn die Leute entsparen.
01:01:05: sie hören auf Geld auf die hohe Kante zu legen und sagen so jetzt ist aber meine Kreuzfahrt drin, da träum ich schon dreißig Jahre von.
01:01:12: Das können die Chinesen gar nicht weil sie schlicht und ergreifen keine Altersersparnisse haben Und weil die alters ersparnissen die Sie haben die liegen nämlich zum großen Teil in Immobilien gebunden gerade immer weniger wertwerden.
01:01:24: Und deshalb kann man das Beispiel der chinesischen Volkswirtschaft oder diesen speziellen Aspekt, den Sie angesprochen haben, nämlich die Alterung der chrinesische Volkswirtschaft.
01:01:31: Kann man nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen?
01:01:36: Vielen Dank!
01:01:37: Die Umsetzung der emerging markets kann ja auch über die Anleihenseite erfolgen.
01:01:42: Das haben sie schon ausgeführt.
01:01:45: Auch da wird sich, Sie erwähnten das Governance-Thema und sie haben klares Bild über die Entwicklung in den USA gezeichnet.
01:01:51: Und die dortige Kalkulierbarkeit und Einordnbarkeit der Governance, die Emerging Markets sind da jetzt im relativen Verhältnis vielleicht etwas besser kalkulierba.
01:02:04: Die Beimischung von Staatsanleihen aus den Entwicklungsländern Ist ja sicherlich eine gute Idee und sie sagten auch das Unternehmensanleihen dafür, Sie dazu gehören.
01:02:17: Was was können Sie uns da empfehlen?
01:02:19: Was sollten wir uns anschauen und warum sind Unternehmen in den emerging markets deren Kreditqualität, wir aus Europa schlechter einschätzen können und deren Rating-Qualität oder auch der Rating Sprache.
01:02:36: Wir vielleicht ein bisschen schlechter kennen für uns immer besser investierbar.
01:02:40: Wo kommt da der Transparenzgewinn her wenn wir uns genau diese Anleihenkategorien anschauen?
01:02:48: Ja, Transparenz ist ein großes Thema.
01:02:50: Das haben sie richtig angesprochen und das ist bei IMD also bei emerging market debt oder online aus Schwellenländern immer noch ein großes thema.
01:02:59: nur muss man sagen dass natürlich auch das schon in der Risikoprämie in einigermaßen gut abgebildet ist ja und dass man einfach sagen kann emerging markets online sind wenn man das sagen kann Sie haben es angesprochen.
01:03:10: Weniger Transparenz je nach Land in das man schaut, auch da gibt's ein Riesenspanne.
01:03:14: Da gibt es auch Emergy Markets die im Prinzip die gleiche Transparens und auch die gleicher Rechtssicherheit haben wie wir das im Westen kennen.
01:03:20: Dann gibt es keinen großen Unterschied.
01:03:22: Und dann gibt es welche die natürlich wo man sagen muss dass ist nicht vergleichbar.
01:03:25: Das heißt da gibt es eine Spanne in den entsprechenden Risikopremien.
01:03:29: aber was man sagen kann ist dass der Unterschied sich tatsächlich auch so ein bisschen dort abbildet wo die Währung ins Spiel kommt.
01:03:37: Das lässt sich aber, weil wir haben jetzt gesehen, emerging markets waren in der Vergangenheit oft ein kritisches Investment.
01:03:44: Weil man eben Währungsverfallwährungsabwertung teilweise Währungskrisen befürchten musste.
01:03:51: das ist auch eine Erfahrung die Investoren die schon länger dabei sind immer wieder gemacht haben.
01:03:56: In der gegenwärtigen Situation ist das natürlich vor allen Dingen ein etwas anderes Thema, eine etwas andere Einwertung bei viele emerging markets.
01:04:05: Währungen in den letzten Jahren.
01:04:06: Vor allen Dingen gegenüber der Leitwährung dem US Dollar erstaunlich stabil gewesen sind.
01:04:10: nicht so erstaundlich wenn man die gezielte Dollar Abwertung der letzten zwölf Monate sich anschaut.
01:04:16: aber grundsätzlich ist dieses Thema ein bisschen hintergrund getreten.
01:04:20: Es sollte nach wie vor eines sein.
01:04:23: Aber da kann man eben sagen, dass es ja auch die meisten Tranchen von größeren zumindest die emerging market debt investments in harter Währung gibt.
01:04:33: Das heißt sie sind für Investoren aus dem nicht emerging markets Bereich auch meistens in US Dollar Tranchen in vielen Fällen sogar als Euro Tranchen zu haben.
01:04:45: Insofern ist diese Möglichkeit das Währungsrisiko auszuschalten immer noch eine, die über die entsprechende Hard-Währungstrauschen gegeben ist.
01:04:54: Was nicht gegeben ist, ist eine notwendige Differenzierung und da braucht man auch von den Credit Research.
01:04:59: Da muss man auch wirklich genau hingucken.
01:05:00: über was für ein Risiko rede ich hier?
01:05:03: Wem gebe ich hier mein Geld?
01:05:04: in welches Land gebe das Geld?
01:05:06: In welches Geschäftsmodell gebe ich das Geld ?
01:05:08: In welchs Unternehmen gebe ich dass Geld?
01:05:10: Aber sorry!
01:05:11: Von dieser Verantwortung kann man einfach kein Investor freisprechen.
01:05:15: Das Teil des Investierens und dafür hoffen wir sich dann ja auch höhere Erträge, wenn man das vernünftig kalkuliert und investiert hat.
01:05:24: Wenn wir mal den Blick noch ein bisschen weiten und von den liquiden Anlagklassen, Anleihen und Aktien ausgehen dann war im letzten Jahr Gold ein großes Thema.
01:05:35: Und die allermeisten haben sich gedacht naja Gold ist davon gerannt.
01:05:38: wer kein gold hatte hat sich gegrämmt hat es ja nie getraut sozusagen in den Hype einzusteigen.
01:05:44: und wer's dann gemacht hat ist jetzt vielleicht seit Jahresanfang vielleicht ein bisschen im Plus.
01:05:49: aber irgendwo stellt sich immer wieder die Frage wohin kann Gold denn noch gehen?
01:05:53: oder wie kann man denn überhaupt einen Goldpreis burglosizieren, der keine Cash Flows hat?
01:05:58: Man kann das ja nur an ganz anderen Faktoren festmachen.
01:06:01: Wie ist da Ihr Blick darauf auf die Goldbewegung und auf die Rolle von gold in breit diversifiziertem Vermögen?
01:06:09: Also ich hatte ein Anstieg des Goldpreises im letzten Jahr erwartet.
01:06:12: Ich bin aber über das Ausmaß überrascht worden.
01:06:15: also ich hätte keine keine sechzig plus Prozent beim Goldpreise für zwanzig-fünfundzwanzig erwartet – ganz ehrlich!
01:06:23: Das Gold, im Grunde gefragt sein würde war angesichts alleine schon der Dollar-Strategie und der gesamten, nennen wir es mal Währungs- und Finanzpolitischen Strategie.
01:06:35: Der Trump-Administration erwartbar gewesen.
01:06:38: Und wir sehen ja dass der Goldpreis unter anderem so stark gestiegen ist weil wie ich es vorhin angesprochen habe viele Zentralbanken aus den Treasury rausgegangen sind und in Dollar hineingegangen sind.
01:06:49: das heißt massive zusätzliche Nachfragen gesehen nach Gold.
01:06:54: Und das Goldangebot ist nun mal begrenzt und deshalb haben wir jetzt diesen Preisanstieg gesehen.
01:07:00: Jetzt müssen wir eigentlich nur die Frage stellen, ist diese Entwicklung an ihrem Ende angekommen?
01:07:06: Ich würde sagen vermutlich nicht.
01:07:09: Mag man sich täuschen aber vermutlich ist es eher nicht so.
01:07:11: erstens wird der Die Dollar-Abwertungsstrategie vermutlich weitergehen, weil das narrativ das ausseiten der US-Regierung dahinter steht.
01:07:22: Nämlich schwächere Dollar bedeutet wettbewerbsfähige Industrie zurückkommen der Arbeitsplätze in den mittleren Westen und aus dem Rust Belt werden wieder blühende Landschaften.
01:07:31: Das ist was Trump und seine Leute, den WLAN vor allen Dingen im mittlersten Erzählen erzählen.
01:07:36: Diese Erzählung ist noch nicht zu Ende Und wenn Trump sagt, Dollar is doing great.
01:07:40: Wenn er gerade wieder ein massiv abgewertet hat so wie das Anfang dieses Jahres ja schon getan hat dann geht es genau in diese Richtung.
01:07:47: Das ist also das Misstrauen gegen die Leitwährung nimmt seinen Fortlauf auch in diesem Jahr und das spricht dafür dass die Zentralbanken weiter machen werden mit diesem Umtauch.
01:08:00: Auch China will sich ganz gezielt weiter aus, sie haben nach wie vor relativ viele US Treasuries in ihr Portfolio und Sie wollen Insgesamt die Angreifbarkeit über diese Komponente weiter reduzieren.
01:08:13: Das spricht dafür, dass der Goldpreis auch weiter moderat sich erholen wird.
01:08:17: wie gesagt warten wir mal diese Verwerfungen durch den Krieg jetzt ab, die wir gesehen haben.
01:08:21: Der zweite Punkt ist das wir einen generellen Vertrauensverlust in Papiergeld oder Fiat Money insgesamt haben.
01:08:29: Dass wir angesichts der Verschuldung in der Welt und der immer größeren Erkenntnis Das letzten Endes nur eine massive Inflationierung oder am Ende des Tages ein Währungsschnitt, das alles auflösen wird dazu führt dass die das Vertrauen in Papierwährungen rings um die Welt.
01:08:45: Das ist nicht mehr der Donalds auch der Euro, da sind andere Währungen immer geringer wird.
01:08:48: und das heißt, das spricht natürlich auch dafür, dass immer mehr Anleger die sagen wir wollen gerne in zumindest eine Absicherung im Portfolio haben wie genau das Gegenteil von einer Papier währung nämlich eine wirklich harte Commodity, in diesem Fall Gold.
01:09:06: Das spricht auch für mich dafür dass die das eine wie soll man sagen längerfristige Geschichte, die noch im Hintergrund läuft Die Nachfrage nach Gold hochhalten wird.
01:09:16: also meine Erwartung wäre, dass der Goldpreis Ende des Jahres erhöher ist als er jetzt ist.
01:09:22: Alles was Sie sagen ist hoch konsistent mit dem, was Sie ganz am Anfang gesagt haben.
01:09:26: Nämlich kommen wir zurück auf die steilere Instrukturkurve, auf die Prämien, die man dann sozusagen vom Nominalkapital einfordert weil man den Papiergeld eigentlich gar nicht mehr so sehr traut und dessen wirtschaftliche Tragfähigkeit wie auch immer man das bezeichnen möchte.
01:09:41: Da kommt ja im Prinzip noch ein anderer Aspekt dazu, der seit Jahresanfang oder vielleicht seit Ende letzten Jahres in den Vordergrund tritt und der lange Zeit auch von RTX war nämlich Rohstoffe und Rohstoffaktien die sich jetzt vielleicht durch das Narrativ dass da Datenzelt aufgebaut werden müssen, dass die Energieversorgung sichergestellt werden muss Und Hopla fällt uns ein die emerging markets brauchen ja auch Rohstoffen wenn sie weiter Infrastruktur aufbauen.
01:10:07: Also plötzlich ist das wieder ein ganz wichtiges Thema und Rohstoffe haben sich auch in den letzten vier Monaten sehr, sehr stark entwickelt.
01:10:14: Was ist denn aus Ihrer Sicht eine sinnvoller Weg?
01:10:19: Das ins Portfolio mit einzubauen?
01:10:20: macht man das über Aktien, macht man es über Rohstoffbaskets?
01:10:24: welche Wege sehen Sie?
01:10:25: oder ist das was wir über Rohstoff die ganze Zeit gedacht haben, dass sie schmutzig sind.
01:10:30: Dass sie nicht nachhaltig abgebaut werden.
01:10:32: Das ist eigentlich auch kein langfristiges sondern sehr zyklisches Geschäftsmodell.
01:10:37: ist vielleicht die richtigere Perspektive?
01:10:42: Naja ich denke das Rohstoffe werden ja auch dort benötigt wo man über nachhaltige Energien überhaupt nachdenkt weil wenn man ein Windrad baut dann braucht man eine ganze Menge Rohstoff dafür.
01:10:51: Wenn man eine Solaranlage baut da braucht man dafür Rohstoff und das heißt was schlicht und greifend physisch verbaut wird.
01:10:57: An Kupferkabeln, an Installationen für Solarpennels, an Zement um die Anlagen überhaupt erst mal zu bauen werden Rohstoffe gefragt sein.
01:11:06: und auch eine grüne Transformation wenn wir sie mal so nennen wird immer auch sehr rohstoffintensiv sein.
01:11:15: und da habe ich jetzt nur von den ganz groben Bauteilen gesprochen.
01:11:18: Ich wähle noch gar nicht von elektronischen Komponenten selten in Erden
01:11:21: usw.,
01:11:22: die dann dort gefragt sind.
01:11:24: Also von der Seite glaube ich ja, wir sind in einer Welt angekommen, die auch wieder so ein bisschen klar wird wie knapp Rohstoffe sind.
01:11:31: Knappheit führt per se zu einer der Vermutung steigender Preise wenn man alleine nur konstante Nachfrage unterstellt oder oder konstant wachsende nachfragen unterstelle.
01:11:42: und insofern ist das etwas was ich gerade auch im momentanen Kontext für sinnvoll Halte auf Rohstoffes zu schauen.
01:11:50: Jetzt sehen wir gerade einen Rohstoff-Thema, Stichwort Öl.
01:11:54: Aber übrigens auch ganz viele andere Rohstoffe.
01:11:56: wenn sich mal so CRB in die Cs und sowas anschauen wie stark sie sich entwickelt haben jetzt auch Wie stark die Preise gestiegen sind für Rohstoffen insgesamt im Zuge des Krieges im mittleren Osten.
01:12:07: Das ist mit Sicherheit ein Thema das wir alle auf dem Schirm haben sollten.
01:12:10: natürlich gehört auch eine vernünftige Rohstoffallokation in jedes Portfolio hinein.
01:12:15: ich denke Das ist aber sehr, sehr stark vom Einzelfall abhängig wie man das tut.
01:12:21: Ob man es jetzt durch einen aktiv gemanagten Vorbau beispielsweise mit Rohstoff-Aktien macht?
01:12:25: Ob man das durch einen Rohstoff ETF macht oder durch den wirklichen Rohstoffbasket, wie Sie es gesagt haben, praktisch selbst physisch gekaufte Rohstoffe an der Terminbörse.
01:12:34: Das bleibt natürlich dann so ein bisschen auch von der Präferenz und von dem Anleihrestriktion jedes einzelnen Investors abhängiger.
01:12:41: Fakt ist, aber man sollte eben diese Komponente sind wirklich breite Allokationen eingeziehen.
01:12:49: Gut, Herr Dr.
01:12:50: Lücke Sie beraten die größten Institution in Deutschland im deutschsprachigen Raum und haben sicherlich festgestellt dass der Blick auf das was sie gerade geschildert haben Auf die Nachhaltigkeit ja sich so ein bisschen in die eine und dann den anderen Richtung evolutioniert hat Und man kann so verschiedene Bruchstellen definieren.
01:13:11: Ich fand es verraschend, dass Frau von der Leyen jetzt gestern oder vorgestern gesagt hat das der Ausstieg aus der Atomkraft strategischer Fehler gewesen ist.
01:13:20: Das hören Sie in Deutschland so klar noch nicht.
01:13:24: aber große Institutionen die sich ja einen Nachhaltigkeitsmantel gegeben haben oder ein nachhaltiges Gesetz formuliert haben standen schon seit dem Ausbruch des Krieges gegen die Ukraine vor der Frage, wie sie damit sinnvoll und konstruktiv umgehen.
01:13:43: Und man kann das machen indem man einerseits vielleicht seine Eigenkriterien aufweicht sofern das stadthaft ist.
01:13:50: es fällt Cameron vielleicht etwas schwerer als privaten Stiftungen.
01:13:59: Wenn Sie sich vielleicht an diese Schrift der evangelischen Kirchensohnode erinnern, die Ende letzten Jahres rauskam, die ja letztendes Argumentativ.
01:14:06: Die Tür für ganz viele Öffnungen in jede Richtung bei der Nachhaltigkeit zu ließ kann man da interpretieren dass eigentlich das nachhaltigkeitskursett an sich gar keine großen Einschränkungen mehr künftig haben muss?
01:14:21: und Was raten Sie solche Investoren, die jetzt vor der Frage stehen?
01:14:26: eigentlich wissen wir dass wir uns da zu eng aufstellen.
01:14:29: Wir wissen auch das dem Sinn nach langfristige Investitionen und langfristig Entwicklungen an unserer Einschränkung vorbei gehen Und irgendwie gibt es ja in unserem Universum viele blinde Flecken.
01:14:49: Wie kann man damit umgehen?
01:14:50: und gibt es sozusagen aus der Nachhaltigkeitsperspektive von Franklin Templeton vielleicht eine Lösung, ein Weg oder auch einen Modernisierungsprozess in dem sich da an einer anderen Stelle genauso wie ihre Kunden auch entwickeln?
01:15:05: Also ich denke man darf einen Fehler nicht machen und sagen dass jetzt die die Sau dieses Nachhaltigkeitsthemas Speziell seit Mitte des letzten Jahrzehnts durch die Dörfer getrieben wurde und irgendwann aber aufgehört hat zu laufen spätestens in dem Moment als Bomben auf Kiev gefallen sind.
01:15:29: Das ist ja so ein bisschen das was wir festgestellt haben, dass das Thema sehr stark hinuntergerutscht ist und wir haben alle über Nachhaltigkeit geredet.
01:15:37: Es wurden, die Taxonomie wurde erfunden und Unternehmen wurden praktisch auf links gedreht um gewissen Nachhaltigkeitsstandards zu genügen.
01:15:48: Das mag sein dass man an der einen oder anderen Stelle das ein bisschen übertrieben hat auch die regulatorischen Vorgaben da ein bisschen Übertrieben halt.
01:15:56: ich glaube dass das Thema aus verschiedenen Gründen im Moment ins Hintertreffen geraten ist, aber dramatisch zurückkommen wird.
01:16:04: Das ist meine Erwartung!
01:16:06: Es ist ein Hintertreffengeraden aufgrund der Ablenkung durch andere Dinge.
01:16:11: Wir haben plötzlich gemerkt wir brauchen... eine stärkere Wiederbewaffnung, wir müssen verteidigungsfähig vielleicht sogar kriegsfähig werden.
01:16:23: Das war plötzlich in aller Munde aber ich erinnere mich an einen Satz des damaligen Finanzministers Christian Lindner der damals gesagt hat Aachhaltige Energien sind Freiheitsenergien.
01:16:37: es ging ihm damals darum zu sagen Wir müssen uns von der von Russischem Öl und Gas unabhängig machen Und dieser Satz ist nach wie vor Gold richtig.
01:16:46: Das ist eine absolut richtige, korrekte Aussage.
01:16:49: Natürlich gibt es auch zwischen diesen beiden Dingen eine Verbindung.
01:16:53: Der zweite Punkt den ich aber noch machen wollte ist wir haben eine unglaubliche Politisierung erlebt gerade zu ideologischen Grabenkämpfe in Deutschland die sich aufgetan haben übrigens teilweise quer durch politische Parteien aber auch gerade entlang der Parteilinien.
01:17:07: Plötzlich war alles, was grün war, schlimm.
01:17:10: Alles, was in Klima- und Neutralitätsrichtung ging.
01:17:14: Das hatte natürlich auch mit handwerklichen Fehlern zu tun beispielsweise Stichwort Heizungsgesetz usw.
01:17:23: Aber das Ganze ist dann von einem Extrem ins andere gekippt.
01:17:30: unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten positiv besetzt, war negativ besetzt.
01:17:34: Und ich glaube das ist eine ganz fatale Entwicklung und wir müssen als Investoren, Kapitalmarktbeobachter, Kapitamastrategen aufpassen dass wir uns von diesem Mahlstrom nicht mitziehen lassen sondern dass wir ganz nüchtern bleiben und sagen wird Nachhaltigkeit ein Thema bleiben?
01:17:50: Das ist ganz sicher ja!
01:17:52: Warum?
01:17:53: Weil der Klimawandel nicht weggeht und weil extrem Wetterereignisse immer dramatischer zunehmen werden und die werden verdammt hohe Kosten auslösen.
01:18:03: Und wir werden irgendwann feststellen, dass es viel besser ist diese Kosten durch antizipative Maßnahmen zu begrenzen als sie hinterher zu bezahlen.
01:18:13: mit anderen Worten Es ist viel günstiger auch volkswirtschaftlich gerechnet heute vorzusorgen Als hinterher mit den Schäden umzugehen.
01:18:21: fragen Sie mal die Menschen im Ahrtal So, und das ist der Punkt wo ich sage wir müssen einfach auch mal versuchen durch den Zeitgeist durchzuschauen.
01:18:29: Sagen die Leute reden es ist ne Kackophonie die Leute heute über dieses heute über jenes aber einfach mal zu sagen was is denn in der mittleren Frist wirklich erwartbar?
01:18:39: In der mittlerin Frist ist erwartba dass wir das eins Komma fünf Grad Ziel schon verpasst haben Dass wir jetzt Glück haben oder froh sein können wenn wir einigermaßen in die Nähe des zwei gerade Ziels kommen, wobei zwischen diesen alleine physikalisch gigantische Unterschiede bestehen und dass wir uns auf gar keinen Fall jetzt davon verabschieden müssen auch zu denken das nachhaltige Investments gute Investments sein können.
01:19:05: Davon bin ich überzeugt.
01:19:06: Wichtig sind in dem Moment, wo wir merken, dass die Folgen davon nicht nachhaltig zu denken viel schlimmer sind als wir es heute vorstellen können.
01:19:16: Und dann erst werden sich auch die Augen öffnen dafür des nachhaltigen Investments ökonomisch erfahrgreiche Investments sind.
01:19:24: Danke für die klare Einordnung, ich glaube das war ganz wichtig!
01:19:28: Wenn ich mal so den Bogen sparen um unser Gespräch dann sieht man dass aktive Managemententscheidung und Diversifikation eigentlich der Schlüssel dafür sind in den nächsten Jahren erfolgreich anlegen zu können und wir uns auf entstandene Indizes nicht verlassen sollten Und ich möchte vielleicht noch den Hinweis geben, aber vielleicht haben Sie dann noch weitere Empfehlungen.
01:19:56: Wenn man Ihre Ausführung, Ihre Gedanken verfolgen möchte, dann geht man auf die Homepage von FranklinTempleton.de slash aktuelles.
01:20:03: Man kann Ihre Publikationen da lesen.
01:20:05: das ist wie eine extrem gut geordnete Research-Datenbank sehr zu empfehlen.
01:20:09: sie finden zu vielen vielen Investmentfeldern Impulse und dass es dir empfehlenswert.
01:20:16: Herr Dr.
01:20:16: Lück, haben Sie weitere Kanäle, weitere Empfehlungen?
01:20:20: Wo wir sie hören und sehen können?
01:20:23: Vielen Dank!
01:20:24: Ich glaube, Sie haben die wichtigste genannt.
01:20:26: Das ist die Homepage von Franklin Templeton.
01:20:28: Schauen Sie dort nach dem, was das Franklin Templton-Institut, also unsere Researcherteilung sozusagen zusammengetragen hat.
01:20:36: Und selbst verfasst natürlich auch zusammengetragen, sage ich deshalb bei den wichtigsten Erkenntnissen über einem großen Asset Manager immer aus den investment teams kommen das heißt die schlausten leute sind die die auch wirklich, dass geld investieren für unsere kunden und kunden.
01:20:53: Und deshalb das nur hau das wollen wir zugänglich machen im institut und deshalb ist das glaube ich die beste quelle die wir an dieser stelle empfehlen können.
01:21:01: ansonsten sind wir ja und auch ich persönlich auf allen möglichen kanälen unterwegs und wer das was ich persönlich denke interessant findet der wird mich auf jeden fall in zweifel auch hier und da, an anderer Stelle finden.
01:21:17: Ich dich!
01:21:17: Und das ist sehr empfehlenswert.
01:21:19: ich danke Ihnen für die vielen vielen Impulse für die viele Themen und für die Beobachtungen Einschätzung in der Zeit Die eigentlich sehr laut wirkt.
01:21:28: aber ich habe aus dem Gespräch auch so mitgenommen.
01:21:30: wenn man langfristig und vernünftig dahin durchschaut Da kommt man schon zu klaren Investment-Ideen und Leitsätzen, die einen durch das politisierte.
01:21:42: Und alles was durch Aufmerksamkeit zur Sowasgetrieben ist hindurch bringt und hat dann eigentlich ein sehr klares Zukunftsbild nicht nur von der Welt sondern auch vom eigenen Portfolio.
01:21:56: Dafür danke ich Ihnen Herr Dr.
01:21:57: Luke ganz herzlich für heute!
01:21:59: Ich würde mich riesig freuen wenn wir es bald fortsetzen.
01:22:02: Ich freue mich, dass wir heute so ein spannendes Gespräch geführt haben.
01:22:07: Dazu gehöre ich immer zweit.
01:22:08: insofern danke Ihnen auch sehr.
01:22:10: Herr Hammes hat mich sehr gefreut und hat sehr viel Spaß gemacht Und natürlich versucht man immer die Dinge irgendwie vernünftig einzuordnen.
01:22:17: Es gibt ja nicht so wahnsinnig viele Vorteile des Elternwerdens.
01:22:20: Das ist einer davon Dass es leichter fällt bestimmte Dinge einzuordnen und
01:22:24: vielleicht
01:22:25: in der einen oder anderen wilden Situation auch etwas ruhiger zu bleiben.
01:22:28: Insofern ganz herzlichen
01:22:29: Dank für das Gespräch.
01:22:31: Danke Ihnen Das war eine neue Folge von Das Große Wild.
01:22:38: Mein Name ist Christian Hammes, ich bin Family Officer, Beirat und Treasurer und wir machen diesen Podcast für meine Berufskollegen, für professionelle Anleger, für alle die in unserer Branche arbeiten – und für alle, die sinnvolle und schlaue Anlageentscheidungen treffen wollen!
01:22:53: Wenn Sie uns nicht verpassen wollen, abonnieren sie uns
01:22:55: gerne und wenn es Ihnen
01:22:57: gefallen hat, dann hilft es uns sehr, wenn Sie uns eine positive Bewertung auf Ihrer Podcastplattform hinterlassen Schreiben Sie uns auch gerne einen Kommentar und wenn sie sich bei allen Themen gerne unter BILD
01:23:08: at pensum.pictures
01:23:10: an mich und die Reaktion!
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01:23:27: Und wenn Sie als Werbepartner ermöglichen wollen, dass es diesen Podcast überhaupt gibt sind sie in besten Händen bei Vanessa Blome und dem Marketing-Team der Edelstoff Media GmbH.
01:23:37: Alle Kontaktdaten finden Sie in den Show notes!
01:23:40: Ich bedanke
01:23:40: mich bei Ihnen sehr
01:23:41: herzlich fürs Zuhören – das große Bild ist eine Produktion von Pensum Pictures für das Private Banking Magazin & Eta Family Office Audio-Redaktion im Studio des Private Banking-Berazin Martin von Weg Brückner.
01:23:54: Vermarktung Vanessa Blome, wir freuen uns auf Sie in der nächsten Woche!
01:23:58: Alles Gute bis dahin.
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