Folge 155: Familienunternehmen und Inhaberstrategie in Zeiten des Umbruchs

Shownotes

Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass Gesellschaftsverträge allein nicht ausreichen, um tragfähige Entscheidungen über Generationen hinweg zu treffen – erst eine gelebte Inhaberstrategie schafft gemeinsame Werte, Rollen, Entscheidungsregeln und damit echte Handlungsfähigkeit

Im Mittelpunkt stehen drei Schwerpunkte: Erstens die Notwendigkeit, Familienkommunikation und Governance in einer zunehmend internationalisierten und digitalisierten Welt neu zu organisieren. Zweitens der Umgang mit strukturellen Veränderungen wie KI, Standortfragen und geopolitischen Risiken, die sowohl operative Unternehmen als auch Family-Office-Vermögen betreffen, und drittens die wachsende Bedeutung, Vermögen bewusst zu diversifizieren, regelmäßig aus dem Unternehmen zu entnehmen und global robuster aufzustellen. Ebel betont, dass alte Familienverfassungen oft nur für „gute Zeiten“ geschrieben wurden und jetzt überprüft werden müssen, während Hammes die Rolle des liquiden Vermögens als wichtigste strategische Manövriermasse hervorhebt. Trotz aller Unsicherheit zeichnen beide ein konstruktives Bild: Familien, die frühzeitig kommunizieren, Rollen klären und den Mut haben, sich auch von liebgewonnenen Annahmen zu lösen, können die Transformation nicht nur bewältigen, sondern aktiv gestalten – sei es durch die Einbindung der jüngeren Generation, den klugen Einsatz von KI oder eine international ausgerichtete Vermögensstrategie


Das große Bild ist eine Produktion der pensum Pictures GmbH im Auftrag des private banking magazin und der Eta Family Office GmbH. Kontakt zur Redaktion und zur Einreichung taktischer Ideen: per Mail an bild@pensum.pictures und über den WhatsApp-Briefkasten unter +49 151 4160 1133. Sie wollen im „großen Bild“ werben? Kontaktieren Sie Vanessa Blome unter vanessa.blome@private-banking-magazin.de oder marketing@private-banking-magazin.de.

Transkript anzeigen

00:00:11: Sind unsere Familienverfassungen und unsere Werte in Deutschland wirklich krisenfest oder nur für gute Zeiten geschrieben?

00:00:18: Wer in unserer Familie hat heute das Wissen, um über KI, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle mitzuentscheiden?

00:00:25: Wie viel Einfluss sollten junge Generationen bekommen, wenn sie die Zukunftstechnologien doch besser verstehen als ihre Eltern?

00:00:31: Und reicht es noch, Vermögen im Unternehmen zu belassen?

00:00:34: oder brauchen wir ein stärker diversifiziertes Familienvermögen.

00:00:41: Nicht den Unternehmenden investiert die auf Hoffnung.

00:00:44: Der andere Verschuldungsgrad bleibt hier immer nicht.

00:00:46: Den Schweiz ist doch so teuer,

00:00:48: wir hören uns ja immer gleich.

00:00:49: Und damit reduziert

00:00:50: sich die Zinsdefinanz.

00:00:51: Das ist die Gegenanlage, also das Geschäftsmodell der Bank, ja die Transformation der Fristigkeit.

00:00:56: Die Besprechen hat man viel mehr Sensitivität

00:00:58: zu Disaster.

00:00:59: Die Unternehmen sind eigentlich in den zwanzig, dreißig Jahren noch kürzungsfähig.

00:01:02: Welche lösen vielleicht sogar gesellschaftliche

00:01:04: Probleme?

00:01:04: Wenn es einen Call gibt, der ist hundertprozentig

00:01:07: sicher.

00:01:07: In

00:01:07: Springfield, they're eating the dogs.

00:01:11: Herzlich Willkommen zu Folge.

00:01:12: onehundfünfzig im großen Bild.

00:01:14: Heute mit Dr.

00:01:15: Karin Ebel und Sie haben es an den Eingangsfragen schon gehört.

00:01:18: Es geht heute um das große strategische Bild.

00:01:21: Es geht um Inhaberstrategie.

00:01:23: Wir klappen die Große Landkarte auf, stellen die Inhaberstrategie in Deutschland, so wie sie von Frau Dr.

00:01:30: Ebel wahrgenommen wird, in den Kontext der großen Veränderungen und Brüche, die wir aktuell erleben dürfen und müssen.

00:01:37: Und das stellt viel Herausforderung an Familienunternehmen.

00:01:40: An uns alle, auch an die Investitionsseite, das heißt auch an die Single-Family-Office-Seite von Unternehmerfamilien.

00:01:46: Und genau das diskutieren wir heute.

00:01:49: Was sind die Finale, die es Jahr für die Inhaber-Strategie bereithält?

00:01:54: Viel Spaß und machen Sie reiche Beute.

00:01:59: Zum dritten Mal begrüße ich im großen Bild ganz herzlich Dr.

00:02:02: Karin Ebel.

00:02:03: Liebe Karin, herzlich willkommen im großen Bild zurück.

00:02:06: Ja, danke, dass ich wieder dabei sein darf.

00:02:09: Wir haben uns, liebe Hörerinnen und Hörer, mit Dr.

00:02:12: Karin Ebel schon unterhalten in Folge, falls Sie das nachhören wollen, in Folge siebenundzwanzig und Folge neunundsechzig.

00:02:21: Und Dr.

00:02:22: Karin Ebel ist Inhaberstrategin mit einem eigenen Unternehmen, Ebel und Partner.

00:02:27: Liebe Karin.

00:02:29: Wir holen uns nochmal kurz ab.

00:02:30: Was macht die Inhaber Strategie?

00:02:32: Was ist das Ziel?

00:02:33: Warum rufen dich Familien, Unternehmerfamilien in ihren Kreis und lassen sich von dir beraten und begleiten dabei eine, wie der Name schon sagt, Inhaber Strategie zu entwickeln und auch fortzuschreiben?

00:02:49: Die Inhaber Strategie ist einfach wichtig für gesellschafter Familien oder Inhaber von Family Offices, damit sie wirklich für sich festlegen, was sind unsere Entscheidungsparameter und wie können wir als Gruppe entscheiden?

00:03:02: Und da sollte man meinen, dass der Gesellschaftsvertrag ausreicht.

00:03:06: Ich bin selber Juristin und Steuerberaterin, aber der Gesellschaftsvertrag schafft einfach nur den Rahmen, um das mit Leben zu füllen, was wir wirklich meinen.

00:03:14: Da braucht die Familie ein gemeinsames Verständnis.

00:03:18: Und um dieses Verständnis zu erarbeiten, beispielsweise sagt ein Gesellschaftsvertrag nur.

00:03:23: Die Gesellschaft hat zwei Geschäftsführer, aber welche Anforderungen ich erfüllen muss, insbesondere als Familienmitglied.

00:03:29: Das ist überhaupt nicht geregelt.

00:03:30: Und da setze ich dann an mit der Inhaberstrategie und kläre mit der Familie die wesentlichen Themen rund um das Familienunternehmen, um zu sagen, was ist uns wichtig?

00:03:42: Was ist unser Wertesystem?

00:03:44: Wie setzen wir das um in der Corporate Governance?

00:03:46: und was machen wir als Familie, damit wir auch auf Dauer gute Entscheidungen zusammen treffen können?

00:03:53: Und das gibt in Summe die Inhaberstrategie und sozusagen eigentlich das Grundgesetz für die Familie ist das.

00:04:01: Wenn man dieses Konstrukt der Familienstrategie mal über die Strategie beim aktiven Unternehmen und beim passiven Unternehmen, also beim Family-Office-Vermögen legt, dann setzt die Familienstrategie ja Leitplan U. Und vielleicht lassen wir am Anfang kurz herleiten, was für Leitblanken das sind.

00:04:24: Also welche, welche Zahnräder entstehen da, die dann letzten Endes in die Vermögenssteuerung, in die Unternehmensausrichtung eingreifen und die maßgeblich mitprägenden.

00:04:36: letzten Endes sind unsere beiden Disziplinen ja extrem eng verzahnt und komplementär.

00:04:43: Und das, was du mit deinen Familien in der Strategie entwickelst, hat ja Unmittelbare Auswirkungen auf das, was ich jetzt beispielsweise in der Vermögensstrategie und in der Vermögenssteuerung begleite.

00:04:55: Lass uns das noch mal kurz herleiten.

00:04:58: Ja, wir starten beispielsweise bei dem Thema, warum machen wir das überhaupt zusammen?

00:05:03: Es ist ja gerade in deinem Metier sehr wichtig, wenn beispielsweise ein Cash-Event da gewesen ist und wir haben viele Geschwister, legen wir das gemeinsam an oder geht jeder seiner Wege.

00:05:13: Das ist dann schon die erste Frage und die stellt sich auch im Familienunternehmen.

00:05:17: Warum machen wir das zusammen?

00:05:18: Und warum machen wir es die nächsten zwanzig Jahre zusammen?

00:05:21: Weil diese Fragen der Inhaber-Strategie tauchen meistens zum Rahmen eines Generationswechsels auf.

00:05:27: Und wenn ich diese Frage stelle, dann kriege ich ganz unterschiedliche Antworten oder Reaktionen.

00:05:32: Also manchmal kommt so das blanke Entsetzen, was stellt sie dafür?

00:05:35: eine Frage?

00:05:36: Natürlich machen wir das zusammen.

00:05:39: Wenn man dann sagt, warum höre ich durchaus?

00:05:41: Na ja, weil der Vater das möchte oder das Tradition ist.

00:05:44: Und das reicht mir einfach nicht, weil ich glaube, wir kommen in schwierige Situationen mit Unternehmen, aber auch mit dem Family Office.

00:05:51: Und da muss ich wissen, warum ich in dieser Gruppe befangen bin, im Positiven wie im Negativen sind.

00:05:57: Diese Frage, da starten wir zuerst.

00:05:59: Und dann gehen wir einen Schritt weiter und sagen, okay, wenn wir jetzt zugrunde legen, ihr macht das zusammen.

00:06:04: Was ist euch denn wichtig?

00:06:05: Was sind eure Werte und Ziele?

00:06:07: Und das klingt manchmal so soft, aber es ist der absolute Ausgangspunkt, um auf Dauer gemeinsam Entscheidungen treffen zu können, weil wenn wir jetzt uns ein Unternehmen vorstellen und da habe ich einen Gesellschafter, der sagt, naja, für mich ist es nur wichtig, wirklich viel ertrag zu machen, bekannt zu werden und dann will ich es verkaufen.

00:06:26: Der hat natürlich einen ganz anderen oder andere Entscheidungsparameter als jemand, der sagt, ich möchte es auf Generationen erhalten.

00:06:33: Und das muss vorher zumindest mal ausgesprochen werden und auch als gemeinsame Basis da sein.

00:06:40: Was ist uns wirklich wichtig und was leiten wir für obergeordnete Ziele daraus ab?

00:06:46: Und wenn ich das habe, dann kann ich erst mal weiter in die Details gehen und die meisten springen sofort in konkrete Themen rein und sagen, wir wollen jetzt einen neuen Geschäftsführer aus der Familie etablieren oder dieses oder jenes machen.

00:06:58: Aber wir brauchen erst mal den Unterbau, wirklich das Fundament.

00:07:01: Und das brauchen wir sowohl für deine Disziplin als auch für mein Thema, weil das ist der Startpunkt für die gemeinsame Reise in die Zukunft.

00:07:10: Also gibt es aufgrund dessen, was auf deiner Ebene besprochen wird und drunter durchaus Wechselwirkungen, wenn man sich überlegt, warum eine Familie das zusammen macht, warum ein gemeinsamer Kern erhalten werden soll, ein gemeinsamer Tisch, an dem man sich setzt, an dem man über das Vermögen, über die Ausrichtung spricht, dann hat das natürlich Auswirkungen darauf, wohin man investiert, wie man investiert und auch wie man Unternehmen steuert.

00:07:37: Wir gehen im Einzelnen im Rahmen dieses Gesprächs darauf ein.

00:07:39: Ich freue mich sehr darauf, weil unser letzter Stand schon ein paar Jahre hier ist und seitdem sehr, sehr viel passiert ist und jeder, der in der deutschen Unternehmenslandschaft egal in welcher Disziplin berät, hat das am eigenen Leib schon viele Jahre gesehen.

00:07:56: die Zeiten werden ein bisschen schwierig.

00:07:58: Das politische Momentum hat sich ein bisschen verändert.

00:08:01: Wir haben im Prinzip seit Corona, seit dem Angriff liegt auch die Ukraine, seit den Bemühungen uns aus diesen beiden Tätern, aus der Inflation wieder vorzuarbeiten, zum Teil sehr schwer getan.

00:08:17: Und das ist eine Herausforderung für die Familien selber, für ihre Unternehmen und auch für ihre Vermögensallokationen auf der Bewartseite.

00:08:26: oder wenn wir nur über Familien sprechen, die ein reines Family-Office haben, die kein eigenes operatives Unternehmen haben, dann eben ganz genau so.

00:08:34: Liebe Karin, vielleicht bevor wir da einsteigen noch ein ganz kurzes Update zu dir, denn beim letzten Mal warst du noch unter anderer Flagge unterwegs.

00:08:43: Du hast ein eigenes Unternehmen gegründet, schon viele Jahre, sehr erfolgreich und sag uns mal ganz kurz, wie es dazu kam und wie ihr heute aufgestellt seid.

00:08:54: Ja, ich bin mit Egel und Team selbstständig unterwegs.

00:08:58: Team sagt der Name schon mit verschiedenen Kollegen in unterschiedlichen Fachrichtungen, sodass wir immer für die Mandanten und für die Familien das ideale Team zusammenstellen können.

00:09:09: Das uns alle auszeichnet, dass wir einen gemeinsamen Blick auf die Themen haben und vor allen Dingen, dass wir alle unabhängig agieren.

00:09:17: Also wir werden wirklich nur von Mandanten bezahlt und sonst von keinem.

00:09:21: Und das gibt uns auch die Situation, dass wir dann wirklich im Sinne des Mandantenberaten unterstützen können und Hinweise geben können.

00:09:30: Wir sind Deutschlandweit unterwegs, Hauptsitz ist Köln, aber wir sind wirklich von Norddeutschland bis ganz in den Süden unterwegs.

00:09:39: Bei uns traditionell doch noch schwerpunktmäßig eher bei den Familienunternehmen, das heißt am meisten auch in den ländlichen Gegenden, wo halt klassischerweise die Familien.

00:09:49: Unternehmen sitzen.

00:09:49: Und interessanterweise mache ich das jetzt über zwanzig Jahre.

00:09:54: Das heißt, ich komme auch jetzt in die Situation, wo ich den zweiten Generationswechsel begleite.

00:09:58: Also, wo ich beim ersten Mal den Junior begleitet habe, ist das jetzt mein Senior in anführungsstrichen und es geht auf die nächste Generation.

00:10:06: Und ich kann immer ganz schmunzelt auch sagen, bei der Inhaberstrategie und allen Themen, die da auftauchen, ich weiß noch genau, was du deinem Vater erzählt hast.

00:10:13: Also, vielleicht soll man dabei den Kindern noch mal ein bisschen, ja.

00:10:17: einen offenen Blick haben.

00:10:18: Weil es hat sich in der Viel geändert und ich finde auch seit Corona besonders viel.

00:10:25: Du hast hier keine Bar für den Lizenz genommen.

00:10:28: Du hast keine angelagerte Beratungsstelle für Unternehmenstransaktionen oder Private Equity Vermittlung oder ähnliches.

00:10:40: Das heißt, du bist sozusagen ganz pur auf deinen Beratungsfeld fokussiert.

00:10:46: Das muss man heute in der Zeit dazusagen, weil aus so manchem guten, unternehmerisch angereicherten Adressbuch ja so manches Kapital geschlagen werden soll, wie ich gehört habe.

00:10:58: Ja, aber Christian, wir beide arbeiten für unser Geld.

00:11:02: Das machen wir so.

00:11:06: Vielleicht sollte man da auch hinschauen, weil am Ende geht es doch darum und das ist ja bei dir genauso für diese Familie.

00:11:14: das zu finden, was am besten passt.

00:11:16: Also was wirklich fürs Vermögen passt, was zur Familie passt.

00:11:20: Und das herauszufinden, das ist ja nicht immer ganz einfach, weil Sprachs vorhin von Kommunikation, das ist das A und O. Und in Coronazeiten hatten wir nicht die Möglichkeit, viele persönliche Gespräche zu führen.

00:11:34: Die Familien auch nicht, die haben sich da so ein bisschen aus dem Augen verloren.

00:11:38: Und das macht es nicht einfacher.

00:11:40: Und insofern finde ich, ist es wichtig, das wieder ans Laufen zu kriegen.

00:11:43: Und wenn jetzt die geopolitische Situation und die wirtschaftliche Situation so schwierig ist, wie sie ist, dann kriegen wir es jetzt von allen Seiten.

00:11:50: Und da wirklich durchzumanövrieren und dann trotzdem die wirtschaftlichen Vermögensthemen, Steuerthemen nehmen auch wieder zu, nicht aus dem Auge zu verlieren und die Befindlichkeiten der Familie zu berücksichtigen.

00:12:04: Das ist dann schon wirklich eine Herausforderung.

00:12:07: Das macht jeden Tag aus neuer Spaß, weil jede Familie auch anders zieht.

00:12:11: Das müssen wir jetzt einfach in einem Puzzle vernünftig zusammensetzen.

00:12:14: Richtig.

00:12:15: Und du hast schon gesagt, es gibt da viele Herausforderungen.

00:12:17: Also seit Corona hat sich die Kommunikation eher digitalisiert.

00:12:24: Auch seit Corona hat sich der Wunsch, sich als Familie vielleicht nicht nur in Deutschland mit einer... mit einem Domizil aufgestellt zu sein, sondern vielleicht auch in anderen Ländern auch ein bisschen verstärkt.

00:12:40: Also man denkt vielleicht noch mal ein bisschen internationaler, das hat Gründe, das ist die Angst vor finanzieller Repression, es ist Angst vor Überregulierung und egal, ob das jetzt diffuse Begründete oder Begründete der Ängste sind, es ist einfach so und das ist etwas, was du handhaben musst.

00:13:00: Was ist denn So insgesamt, für dich seit Corona, an Tendenzen festzustellen und was sind richtige Lösungen dafür?

00:13:09: Also wie geht man damit um?

00:13:10: Dass die Familie vielleicht gar nicht mehr komplett in Deutschland ist, dass sie auch gar keinen Interesse hat oder sich entwöhnt hat, sich regelmäßig an den gemeinsamen Familientisch, ist ja kein Beirats-Tisch, aber einen gemeinsamen Familientisch zu setzen.

00:13:23: Ja, ich glaube, es ist erstmal wichtig, das Bewusstsein zu schaffen.

00:13:27: dass ich wirklich eine Kommunikation brauche und zwar auf persönlicher Ebene, also sofern das räumlich möglich ist, einfach die Wertschätzung dafür wieder in den Fokus zu bringen.

00:13:38: Das ist mal der erste Schritt.

00:13:40: Dann bei dem Thema Internationalisierung haben wir natürlich sofort heftige Steuerthemen wie Wegzugsteuer etc.

00:13:46: am Tisch, aber es geht auch weiter.

00:13:49: Wir haben Familien, die leben in verschiedenen Kontinenten, einen USA, der andere wirklich in Australien.

00:13:54: Da wird schon schwierig per Teams.

00:13:57: ein Zeitfenster zu schienen, wo alle wach sind.

00:14:00: Ja, also dann muss man auch wirklich dem einen dann vielleicht mal zumuten, ein bisschen früher aufzustehen, der andere bleibt ein bisschen länger auf, wir sitzen in der Mitte.

00:14:08: Also das ist mittlerweile schon auch eine logistische Herausforderung und da brauche ich ein Verständnis, es ist lohnt sich.

00:14:13: Also ich muss die Familie wirklich überzeugen, dass das die Investition ist, diese Zeit, weil Ich muss mich austauschen, um zu wissen, wie tickt der Anwohner.

00:14:22: Gerade wenn ich soweit auseinander wohne, dann kriege ich ganz viele Dinge gar nicht mehr mit.

00:14:27: Ich kriege überhaupt nicht mehr mit.

00:14:30: Was sind da für tägliche Sorgen bei Leben?

00:14:33: Warum guckt er jetzt heute mal besonders schlecht?

00:14:35: Hat er schlecht geschlafen oder mag der mich einfach nicht?

00:14:38: Und sowas über den Bildschirm zu transportieren, ist schwierig.

00:14:41: Und man muss sich Zeit nehmen.

00:14:43: Und wir haben ja schon Situationen, wo ich dann wirklich fünf, sechs Familienmittel auf dem Bildschirm habe und auch einmal schaue ich auf ein leeres Sofa.

00:14:50: Dann ist jemand weg.

00:14:51: Da kann ich nicht hinterherauf.

00:14:53: Das heißt, wir müssen erst mal wieder lernen, zu sagen, ja, die Kommunikation ist wichtig.

00:14:58: Zeit ist wahnsinnig knapp geworden.

00:15:01: Also überhaupt Familien zu überzeugen, dass ich jetzt mal drei Stunden brauche, um Thema in Ruhe zu besprechen.

00:15:10: Das war vor zehn Jahren selbstverständlich, hat man sich den ganzen Tag zusammengesetzt.

00:15:14: Jetzt ist drei Stunden schon wirklich lang.

00:15:16: Digital geht ohnehin nicht so lang.

00:15:17: Es ist deutlich

00:15:18: ermüdender.

00:15:20: Aber das, was vorher selbstverständlich war, da brauche ich jetzt erst mal Anlauf.

00:15:23: Und deshalb für mich wirklich, auch wenn ich Familienfrage dies erfolgreich geschafft haben, was ist das Wichtigste?

00:15:30: Sie sagen alle Kommunikation.

00:15:31: Das müssen wir erstellen.

00:15:33: Zweitens, was wir sehen.

00:15:36: der, wie soll ich sagen, die Aufmerksamkeitsspanne.

00:15:40: Nicht nur jüngerer Menschen, auch Menschen in meinem Alter, und da beschleße ich mich mit ein, hat sich ja auch ein bisschen verändert durch die starke Digitalisierung.

00:15:49: Und vielleicht sind diese langen, ganztägigen Treffen mit der Familie von früher, heute in der Vorstellung eines jeden auch so.

00:16:00: unglaublich öde und langweilig.

00:16:03: und man denkt sich brauche wir den ganzen tag können wir das nicht einfach viel schneller durchkaspern was wir da zu besprechen haben?

00:16:10: aber deine message ist ja genau all die feinheiten in der kommunikation all der familien.

00:16:15: zusammenhalt braucht ja eigentlich diese zeit.

00:16:19: Hab ich das so richtig bestanden?

00:16:20: Ja klar.

00:16:21: Und Kommunikation muss ja auch geübt werden.

00:16:23: Gerade wenn wir uns so gut kennen als Familienmitglieder, ist es unglaublich schwierig, über wirtschaftliche oder Vermögensthemen zu sprechen, insbesondere wenn sie dann auch einen emotionalen Hintergrund haben.

00:16:34: Wenn es darum geht, wie legen wir an und was was will ich denn überhaupt?

00:16:37: Das muss ich durch Kommunikation machen, was wir auch sehen, dass die Gesellschaft da immer weniger Vorkenntnisse mitbringt.

00:16:46: Also das geht immer weiter auseinander.

00:16:48: Ich habe immer ein paar dabei, die sind da wirklich sehr interessiert, die haben sich schon ausreichend vorbereitet, die sind auf dem hohen Wissenstand und andere halt nicht.

00:16:57: Und da kann man dann halt schlecht sich Dinge gemeinsam erarbeiten.

00:17:00: Also dieses gemeinsame Erarbeiten von Alternativen, das ist für mich weg.

00:17:04: Also der Punkt ist eigentlich zu sagen, ich spreche mit jedem vorab vertraulich um also ein Gesamtbild.

00:17:11: Passt gut zu deinem Thema, um das große Bild zu bekommen.

00:17:14: In dieser Basis habe ich dann eine Roadmap, dass ich sage, das und das müssen wir klären.

00:17:18: Und dann weiß ich schon, wie die Familienmitglieder ticken, was ihnen wichtig ist und wovor sie Sorgen haben.

00:17:23: Und auf der Basis kann ich einen Vorschlag machen zur Diskussion.

00:17:27: Und das funktioniert, weil dann steigen alle auf dem gleichen Niveau ein.

00:17:30: Das funktioniert, aber dieses Erarbeiten, was man so einen ganzen Tag gemacht hat, das wird eigentlich, ich mache das gar nicht mehr, weil ich sage gut, wir starten dann eben.

00:17:40: mit einem konkreten Diskussionsvorschlag, dass ich sage, ich habe das und das von euch verstanden.

00:17:44: Lass uns mal darüber nachdenken.

00:17:46: Das funktioniert und dann brauche ich auch keinen ganzen Tag, weil auf der Basis kann man nicht einen ganzen Tag arbeiten.

00:17:51: Es ist viel zu anstrengend.

00:17:53: Ja, also insofern ist das dann auch eine zeitliche Ersparnis.

00:17:57: Es ist nur ein anderes Vorwähn.

00:17:59: Verstehe.

00:18:05: Und wenn wir sozusagen die weiteren Herausforderungen mal durchgehen, da fallen einem ganz viele Sachen ein.

00:18:14: Ich will dir erst mal das Feld überlassen und komme dann nachher mit den Dingen, die von außen, also sozusagen aus der gesamtwirtschaftlichen und politischen Situation so auf die Familienvermögen wirken.

00:18:28: Ja, was wir beispielsweise vielleicht mal ganz am Anfang beleuchten sollen, viele haben ja eine Inhaberstratie.

00:18:35: oder eine Familienverfassung und denken, jetzt ist alles gut.

00:18:39: Jetzt sehen wir aber, wir haben schwierige wirtschaftliche Zeiten und ich habe es jetzt mehr als einmal erlebt, dass diese Inhaberstrategie, die bisher oder die Familienverfassung, das ist ja das Ergebnis einer Inhaberstrategie, dass die eigentlich nur für gute Zeiten nützlich ist.

00:18:54: Da steht ganz viel drin, was der Familie wichtig ist und was jeder sofort unterschreiben würde, aber das heutzutage umzusetzen.

00:19:01: Stichwort Nachhaltigkeit, Stichwort Standort.

00:19:04: in Deutschland in einem kleineren Ort im ländlichen Gebiet beizuhalten.

00:19:08: Finanzierung des Unternehmens durch stehengelassene Gewinne, ja, und dann bleibt eben alle stehen und gar nichts wird mehr an die Gesellschaft ausgekehrt.

00:19:17: Das sind jetzt alles so Themen, da wird es dann, da geht es wirklich ans Eingemachte.

00:19:22: Und da hilft mir meine alte Familienverfassung wenig, weil da sind wirklich viele dabei, die sind nur für gute Zeiten gemacht, aber nicht für Sturm.

00:19:31: Und da muss man dann sagen, da müssen wir doch noch mal ran, weil da hat sich im Umfeld wahnsinnig viel geändert.

00:19:37: Kann man in dem Zusammenhang so eine gewisse Abstiegsangst feststellen?

00:19:41: Also wir kommen ja aus wirklich richtig guten Jahrzehnten, die auch für das deutsche Mittelstandsmodell und für alles, was Deutschland in der Welt anzubieten hatte, sehr, sehr vorteilhaft waren.

00:19:52: Und da ändern sich es gerade sehr viele Parameter.

00:19:54: Und man kann sich vorstellen, Jetzt, wo die Cashflows nicht mehr für alles da sind, was man sich mal, weil es selbstverständlich so vorgerechnet hat, kann es ja gut sein, dass eine Familie tatsächlich... vielleicht auch intern artikuliert.

00:20:12: Liebe Leute, mit unserem Geschäftsmodell, aber auch mit den Rahmenbedingungen werden wir uns einfach, also wenn wir den Gürtel enger schneiden müssen und es wird einfach Veränderung geben und wir müssen uns vielleicht auch alle mehr einbringen und mehr bemühen und es geht nicht, dass wir quasi nur passiv am Familien Tisch sitzen und wir müssen ein bisschen mehr dafür sorgen, dass das, was wir hier machen, was wir die Gesellschaft anbieten wollen, auch zukunftsfähig bleiben.

00:20:37: Ja, wir müssen aufpassen oder die Familie müssen aufpassen, dass sie jetzt nicht in eine Hektik verfallen.

00:20:44: Stichwort, wir müssen uns mehr einbringen.

00:20:45: Also ich glaube, wir müssen ein bisschen genauer hinschauen, wer kann überhaupt beitragen.

00:20:51: Ich bin ja auf Gesellschafteebene unterwegs.

00:20:53: Ich rede nicht über die operative Geschäftsführung oder den Family-Office.

00:20:57: Das ist nochmal ein ganz anderes Thema, aber auf Einhaberebene.

00:21:01: Und da muss ich gucken, wie haben wir denn die Aufgaben verteilt?

00:21:03: Haben wir einen Beirat oder einen Anlagenausschuss?

00:21:06: Und bin ich gesellschafter oder bin ich auch zusätzlich noch Mitglied des Beirats oder Anlagenausschuss?

00:21:12: Und in diesen Zeiten ist es wichtiger denn je, dass jeder seine Aufgabe und seine Rolle ausfüllt, aber auch nicht diese Grenze überschreitet.

00:21:19: Also wirklich in diesem Rahmen bleiben.

00:21:23: Und dann gehört auch dazu, dass man wirklich eine Aufgabenteilung hat.

00:21:26: Also wenn ich ein gesellschafter Kreis von zwanzig haben, dann können wir nicht immer alles mit fünfundzwanzig Personen besprechen, wenn es um Entscheidungen geht, sondern da gibt es eine klare Governance.

00:21:38: Wo haben sich die Gesellschaft das letzte Wort vorbehalten?

00:21:42: Wo wird vielleicht auf Beiratsebene entschieden?

00:21:45: Und in heutigen Zeiten ist es ganz wichtig, dass man das berücksichtigt, weil sonst habe ich das Risiko, dass alle beitragen wollen, gut gemeint, aber das ist nicht immer das Beste für das Unternehmen oder für das Familienvermögen.

00:21:59: Und das wird zunehmend schwieriger, weil auch teilweise gar nicht mehr klar ist, was ist denn jetzt überhaupt gefragt?

00:22:06: Welches Wissen ist heute gefragt?

00:22:08: Weil ich habe gelernt, dass, wo ich mit groß geworden bin, und Christian, ich nehme dich da mal mit rein, auch mit dem, was der Druck mit groß geworden ist.

00:22:16: Dieses Wissen kann man heute nicht mehr gebrauchen.

00:22:18: Es hat sich so viel geändert, wir müssen uns also wirklich auf die neue Situation vorbereiten und gucken.

00:22:23: Wer kann da beitragen?

00:22:25: Das spielt Alter nicht mehr so eine große Rolle.

00:22:27: Ja, also Erfahrung ist zwar hilfreich, aber manchmal hilft die auch gar nicht.

00:22:31: So wirklich gucken, was sind denn jetzt die Anforderungen, über die wir entscheiden müssen und wer kann da am besten beitragen?

00:22:38: Und so sollte man die Aufgaben verteilen.

00:22:40: Und das widerspricht aber manchmal dieser Familiendynamik.

00:22:45: die man selber hat.

00:22:46: Ja, so dass ein junger Kerl vielleicht, der ein erfolgreiches Startup hat, damit KI sich auskennt, dass der vielleicht jetzt gerade etwas mehr beitragen kann, als der Sechzigjährige, der seit Jahrzehnten sich um Finanzen gekümmert hat.

00:23:01: Das passt nicht in die Familiendynamik.

00:23:03: Und da muss man dann gucken, wie man das letztendlich unter einen Hut bekommt.

00:23:08: Und das hat wirklich auch mit Akzeptanz zu tun in der Familie.

00:23:12: Das hat damit zu tun, dass man seinen Ego mal ein Stückchen zurücknimmt, auch wenn das schwierig ist, dafür brauche ich einfach eine gewisse Übung in der Kommunikation und im Verhalten.

00:23:23: Und immer eine Leitlinie, was ist uns wichtig?

00:23:25: Ja, wie viel Nachhalt können wir uns beispielsweise im Moment leisten?

00:23:30: Ja, wie viel geht da rein und wie viel investieren wir vielleicht in KI?

00:23:37: Das sind zwei Felder, auf die ich da ganz kurz eingehen möchte.

00:23:39: Erstens.

00:23:41: wenn die Rollenverteilung oder die Gewichtung der Rollen und der Entscheidungen am Familientisch sich dahin ändern, dass die Jüngeren, die sich mit all den Effekten und den Ableitungen aus künstlicher Intelligenz und den ganzen Konsequenzen besser auskennen verschieben, dann muss ja sozusagen die alte Generation erkennen, dass sich hier gerade viel verändert und muss vielleicht auch einerkennen, dass wir in Europa in einem Kontinent sitzen, der diese Themen nicht dominiert, sondern der im Prinzip nur adaptieren und zur Kenntnis nehmen kann und dass das meistens auf produzierendes Gewerbe ja zunächst mal starke, disruptive Effekte haben kann.

00:24:22: Und da bin ich jetzt wieder bei der Abstiegsangst.

00:24:25: Also wird aus deiner Sicht denn dieses Risiko und dann auch die Bereitschaft leicht erkannt, dass man sagt, okay, jetzt gibt es hier Schwierigkeiten.

00:24:35: Der Sohnemann ist in diesem Bereich, Firme hat sich da schon bewiesen.

00:24:40: Also geben wir ihm viel mehr Stimme und viel mehr Gewicht in den Entscheidungen?

00:24:44: oder gibt es da eher so eine so Nase rümpfen?

00:24:47: und ja, künstliche Intelligenz, Bitcoin, all dieser Kramen.

00:24:53: Ich sage es immer einfach, wird sich nicht durchsetzen, genauso wenig wie das Internet.

00:24:57: Ja, und das Auto.

00:24:59: Ja, genau.

00:25:01: Also ich glaube, wir müssen... drüber nachdenken, nicht entweder oder, sondern den Kreis ein bisschen öffnen.

00:25:06: Und auch gerade die jungen Leute, die beispielsweise mehr Affinität und Erfahrung für KI oder Bitcoin haben, sie in diesem Kreis hinzuzunehmen und ihnen zuzuhören.

00:25:16: Die Entscheidung sollte immer noch mit allen Erfahrungen und Wissensständen getroffen werden.

00:25:21: Also auch die ältere Generation hat ja guten Grund zu sagen, das können wir uns jetzt vielleicht nicht leisten.

00:25:25: Wir müssen dann mal in Etappen denken.

00:25:28: Ich glaube, dass es nur wichtig ist, dass in der Diskussion auch diesen Stimmen zugehört wird, die eben neue Dinge einbringen.

00:25:37: Aber die sind auch manchmal ein bisschen leichtsinnig und nicht so versiert mit Finanzen.

00:25:41: Da kann dann die ältere Generation oder jemand anders wieder gut hält.

00:25:44: Und ich glaube, dieses Verständnis mal losgelöst in der Diskussion von Beteiligungsverhältnissen, von Stimmrechtsmehrheiten und so sagen, lass uns mal einfach diskutieren, was erscheint und schlüssig.

00:25:55: Was ist wichtig für uns?

00:25:57: Wie können wir das umsetzen?

00:26:00: Und auf der Basis... meine Entscheidungsgrundlage hinzukriegen.

00:26:04: Das ist eigentlich, finde ich, das Spannende.

00:26:06: Und wenn man den Weg gemeinsam geht, dann hat man in der Regel auch die Mehrheit.

00:26:10: Also ich würde auch davor warnen, jetzt das Ruder komplett umzuschwenken und zu sagen, jetzt gucken wir nur noch auf diese neuen Themen.

00:26:16: Das passt, funktioniert auch nicht.

00:26:18: Es ist wie immer im Leben, wir brauchen irgendeine Balance.

00:26:21: Und da müssen Familien sich ran robben.

00:26:24: Die Stimmung ist weiter erstaunlicherweise, was ich so sehe, besser als das, was ich in der Zeitung lese.

00:26:30: Ja.

00:26:31: auch dann zu sagen, es gibt für mich zwei Arten von Unternehmen.

00:26:35: Die Unternehmen, die in der Coronazeit ihrer Hausaufgaben gemacht haben und auch wirklich schon ihre Kosten in Griff haben über Geschäftsmodelle nachgedacht haben, also die wirklich vorbereitet sind auf eine Krise, die damals gar nicht so erkennbar war, wie sie heute jetzt tatsächlich da ist.

00:26:54: Und es gibt Unternehmen, ich sitze ja hier in Köln, Ted Neu-Imajotje-Jang, die sagen, naja, das wirkt schon, das ist jetzt nur mal kurz eine Phase und das geht wieder auch, die haben es schwer.

00:27:03: Ja, also wer jetzt seine Hausaufgaben noch nicht gemacht hat, wer seine Kosten nicht in den Griff hat, wer seine Investitionen nicht am richtigen Ort hat, wer Streit in der Familie hat und das nicht gelöst hat, also für den wird es schwer.

00:27:17: Weil die Anforderungen draußen sind so immens, da kann ich jeden Sitz neben Geräusch im Moment nicht vertragen.

00:27:24: Da sind wir letzten Endes beim Geschäftsmodell und letzten Endes ist das, was du ja machst, immer für Familien gedacht, die auch zum Großteil noch ein operatives Unternehmen haben.

00:27:36: Und die Hausaufgaben fängt man natürlich an, im operativen Unternehmen zu machen.

00:27:40: und die zwei großen Themen, die ich auch schon genannt habe, die aus meiner Sicht da ganz stark wirken ist, dass wir in Europa sitzen in einer Region, die sprach wächst, die stark reguliert ist und die viele Herausforderungen hat, die in anderen Regionen es ein bisschen leichter machen zu wirtschaften.

00:28:04: Natürlich ist die Rechtssicherheit hier größer und gefühlt vor allen Dingen größer als in anderen Regionen.

00:28:08: Das muss man natürlich auch ganz klar sagen.

00:28:11: Aber gleichzeitig haben wir neben diesen regulatorischen Hürden und diesen schwachen Wachstumsraten noch dieses Element der künstlichen Intelligenz, das zunächst mal für europäische produzierende Unternehmen wahrscheinlich eine sehr, sehr große Herausforderung wird, weil man Angst vor Destruktionen haben kann, weil sich viele Unternehmen da verändern werden.

00:28:33: Und vor allen Dingen dann, und jetzt denke ich an die deutschen Maschinenbauern, alles das, was uns mal in den letzten Jahrzehnten so erfolgreich gemacht hat, dann, wenn die künstliche Intelligenz Hände, Füße und Räder bekommt.

00:28:45: Das hat in meinem Podcast ja zu Weihnachten, zu Silvester ausgestrahlt, wurde der Zukunftsforscher auch schon sehr, sehr plastisch geschildert.

00:28:54: Und die große Chance für den deutschen produzierenden Mittelstand besteht ja darin, dass man künstliche Intelligenz nicht dadurch für dich nutzt, dass man irgendwo Datencenter hinbaut und irgendein Large Language Modell trainiert und dort hostet, sondern dass man sie direkt an den Mann bringt und das künstliche Intelligenz die Produktion und auch letztendlich die Effizienz meiner Produkte erhöht.

00:29:19: Und da sind wir wieder in Deutschland, da sind wir wieder im deutschen Mittelstand und das ist für deutsche Unternehmen eigentlich eine riesen Chance.

00:29:26: Und ist das eine eine in Anführungszeichen Aufbruchsstimmung, eine Chance, die du in deinen Gesprächen siehst?

00:29:34: oder wird die künstliche Intelligenz eher noch als Risiko gesehen und als etwas, was vielleicht auch dann von der alten Generation, dass jetzt wirklich so meine Beobachtung manchmal einfach weggewischt wird und gesagt wird, ach, das hat mit dem, was wir produzieren, nichts zu tun.

00:29:52: Also ich sehe durchgängig, dass die KI bei allen angekommen ist.

00:29:58: Sie wird nun manchmal nicht so umgesetzt oder angegangen, wie man das vielleicht tun sollte.

00:30:03: Also da sieht man Unterschiede.

00:30:04: Sie wird aber von allen ernst genommen.

00:30:07: Sie wird von den meisten für unverzichtbar gehalten.

00:30:09: Da muss man dann auch gucken, wie passt das denn zu uns.

00:30:12: Aber ich hatte in der letzten Zeit überhaupt keinen mehr getroffen, der irgendwo gesagt hat, das brauchen wir nicht.

00:30:18: Das geht auch so.

00:30:20: Wir müssen natürlich sehen, bei den Familienunternehmen, die sitzen ja nicht vor der Entscheidung, wo bauen wir jetzt unsere Firma hin?

00:30:28: Welches Geschäftsmodell machen wir?

00:30:29: Das ist keine Grüne diese.

00:30:32: Ihre Produktion hier, die haben die Mitarbeiter hier, die haben das Geschäftsmodell hier und für die geht es darum wirklich zukunftsfähig zu bleiben.

00:30:40: Und da ist KI wirklich eine große Chance, das zu bekommen.

00:30:45: und das gibt schon Auftrieb und das ist auch wahnsinnig interessant für junge Leute.

00:30:50: Weil ich sagte, gerade die sitzen häufig in ländlichen Gebieten, aber wenn ich wirklich eine spannende Aufgabe biete, dann bin ich interessant für junge Leute.

00:30:58: Die müssen dann auch fünf Tage in die Woche vor Ort sitzen, keine Frage.

00:31:01: Aber ich werde dadurch so interessant, dass ich vielleicht auch Leute bekomme, die ich sonst eigentlich ohne KI gar nicht kriegen würde auf dem Ligo.

00:31:09: Insofern, da ist schon, es ist so eine Mischung aus Aufbruchstimmung und wir müssen es tun, wir können uns nicht wegdrucken.

00:31:15: Aber es ist keine Frage mehr, ob wir dieses Thema KI vertiefen müssen oder nicht.

00:31:22: Ja, sogar bei anderen Themen, wo man sagt, na ja, bei Pflegediensten oder solchen Themen, wo man sagt, Wieso brauche ich da KI?

00:31:29: Auch da gibt es Einsatzmöglichkeiten, da hat es eben dann mit Effizienz zu tun.

00:31:34: Ja.

00:31:35: Und die Resignation über die Situation in Europa, wie schwingt die denn mit?

00:31:41: Denn die kann ja letzten Endes, wenn man den Produktionsstandort ausgeliefert ist und vielleicht auch seinem Absatzmarkt ausgeliefert ist, die kann man ja quasi nur ein Anführungszeichen Schulterzucken zur Kenntnis nehmen und sagen, Ganz schön blöd, wir sind unzufrieden und harter mit der Politik oder harter mit allem, was uns in Europa in Anführungszeichen so vergleichsweise schwach macht.

00:32:05: Oder man kann es auch konstruktiv angehen.

00:32:07: Was für Antworten und was für Reaktionen erlebst du dort?

00:32:12: Da gibt es einmal die, die sagen, wir machen jetzt einfach und gucken, wie wir da einfach durchkommen.

00:32:17: Also die machen andere und das macht mir schon eher Sorge, das beobachte ich seit Jahren, investieren nicht mehr in Deutschland.

00:32:26: Also die Investitionen gehen wirklich ins Ausland.

00:32:29: Nur da wird es seit des Ukrainekrieges auch schon schwierig wohin, weil klassischerweise waren aus europäischen Länder die Länder, wo hingegangen wurde, Polen ganz weit vorne, Tschechien jetzt, Rumänien, Bulgarien.

00:32:42: Das hat natürlich da schon zu so einer vorsichtigen Haltung geführt, weil jetzt guckt man eher, wo kann ich sonst hingehen.

00:32:50: Da wird es aber ehrlich gesagt bei unserer weltpolitischen Lage auch ein bisschen schwierig, wenn ich ein sicheres Rechtssystem, politisches System haben möchte, eine sichere Währung.

00:33:01: Leute vor Ort, wo ich weiß, die sind zuverlässig, also einfach von, dass ich da Verkräfte kriege.

00:33:06: Also wenn man sich das alles anguckt, ist Europa gar nicht so schlecht.

00:33:09: Und Deutschland auch nicht.

00:33:10: Was uns wirklich immens beeinträchtigt, was ich aus Gesprächen mitbekomme, ist wirklich diese überbordende Bürokratie, die Steuer, also wirklich, was ich an nicht produktiven Tätigkeiten habe.

00:33:24: Das ist einfach ein Riesenthema verbunden mit Feuerlast, aber die wird noch hingenommen, wenn es geht, aber dass ich eben so viele sinnlose Auflagen habe, die ich erfüllen muss, wo ich dann Schulungen machen muss und für ein paar Leute.

00:33:39: Also sowas ist einfach schwierig, weil das macht es dann teuer.

00:33:44: Und ich meine, bei diesen beiden Herausforderungen, künstliche Degenz und Standortfrage, Kann ich mir vorstellen, dass sich Familien auch schon mal dann nochmal die Frage stellen, warum machen wir das eigentlich gemeinsam?

00:34:00: Also warum will denn der Sohn weiter seine Zeit und seine Perspektive dafür in Anführungszeichen aufopfern, dass er die alte Kerzengießerei seiner Familie irgendwie noch mit begleitet, während er auch gleichzeitig mit seinen Tech-Gründungen viel erfolgreicher ist und am besten einen einfachen Weg geht und sich ganz von dem alten Geschäftsmodell abwendet.

00:34:24: Ich drück das jetzt sehr plastisch aus.

00:34:27: Aber das sind noch durchaus Szenarien, die ich mir vorstellen könnte.

00:34:31: Ja gut, ob das mit dem Textstart-Up dann so viel einfacher ist, das sei mal dahingestellt.

00:34:38: Wenn ich junge Leute frage, was treibt euch an?

00:34:40: Warum wollt ihr das machen?

00:34:42: dann fühlen sie sich nicht verpflichtet.

00:34:44: Aber sie finden es schön, erst mal was auszugreifen, was sie auch in der Familie noch weiter tragen können.

00:34:50: Aber vor allen Dingen sehen sie, wie viel Gestaltungsspielraum sie haben.

00:34:53: Sie können wirklich auch was aufbauen, was vorige Generationen schon vorbereitet haben.

00:34:58: Und ich habe einen immensen Gestaltungsspielraum.

00:35:03: Und das ist etwas, was junge Leute antreiben, weil sie sagen, damit schaffen wir auch was auf Dauer.

00:35:07: Das ist nichts, was wir dann sofort wieder verkaufen, sondern wir schaffen wirklich, was wir sprechen mit den Mitarbeitern.

00:35:13: Wir haben Verantwortung.

00:35:15: Das wollen wir auch wirklich übernehmen.

00:35:17: Also da gibt es schon gute Gründe.

00:35:18: Warum funktioniert es nicht?

00:35:19: Die Frage finde ich fast noch ein bisschen spannender.

00:35:22: Es funktioniert dann nicht, wenn jemand... Eigentlich die Qualifikation hat und den Wunsch ist fortzuführen, aber er weiß, ich habe demnächst nur acht Prozent, weil wir so zersplittert sind und die anderen ninety Prozent sind mit mir verwandt und die fragen mich immer, warum hast du es denn so entschieden und warum macht es nicht anders und warum geht es nicht schneller?

00:35:40: Das hält junge Leute ab.

00:35:42: Das heißt, ich muss auch sehen, dass der Anreiz groß genug ist, weil es scheitert eher daran zu sagen, für die acht Prozent mache ich das nicht, weil die bekomme ich sowieso, dann bin ich doch lieber Gesellschaft und mache da nebenbei, sage ich mal, in meinem Hauptberuf, meinen Start-up.

00:35:58: Deshalb müssen wir sehen, wie kriegen wir das gebündelt, das das Package.

00:36:02: Interessant ist für junge Leute.

00:36:03: Und früher haben wir eher Familie so ein bisschen weggehalten, auch die Guten, weil man sagt, das können Streit geben.

00:36:08: Ich glaube, dass wir das komplett umdenken müssen und sagen, wir werben Pfaffkräfte an.

00:36:13: Wir müssen um die internen Familienmitglieder noch viel mehr werben, wenn wir welche haben, die qualifiziert sind, weil die können auch woanders hingehen.

00:36:21: Und die muss ich sehen, dass ich das so interessant mache, dass die hier bei mir bleiben.

00:36:25: Und ich muss Ihnen auch zeigen hier, guck mal, der Gestaltungsspielraum, der ist einfach... so gut und auf einem Niveau, das kriegst du mit deinem Startup so schnell gar nicht hin.

00:36:36: Es gibt in jeder Familie, und da bin ich auch wieder sehr plakativ, Mitglieder, die sich aus den bewussten Entscheidungen, den aktiven Entscheidungen so ein bisschen raushalten, die auch sagen, ich habe andere Themen und mich belastet das auch, diese Verantwortung zu haben und Teil einer sehr erfolgreichen Unternehmerfamilie zu sein, die vielleicht auch in der Öffentlichkeit steht.

00:36:56: Ich ziehe mich eher zurück und will vielleicht lieber nur stiller Teilhaber, ... sein, dessen was das Familienvermögen erwirtschaftet oder das Familienunternehmen.

00:37:06: Und das ist ja auch ... ... vollkommen normal und in meiner Beobachtung ... ... ist das sehr häufig und das ... ... ist aber etwas, was jetzt in der Phase, in der ... ... man den Gürtel enger schneiden muss und der vielleicht ... ... einfach die Verteilung nicht mehr so bequem organisiert werden kann, ... ... auch in Fragen gestellt wird.

00:37:25: Hast du festgestellt, dass die anderen Familienglieder, die dann ... Familien-Tisch sitzen, die sich die Entscheidungen treffen, die diskutieren, die debattieren, abwägen, dass die dann schon mal so reagieren, dass sie sagen, also wenn ihr euch nicht hier einbringt, dann kürzen wir euch sozusagen eure Appanage oder wir bitten euch ganz herzlich, dass ihr auch dazukommt, auch eure Meinung sagt, dass euch auch ein bisschen mit den Themen beschäftigt.

00:37:54: Also in Anführungszeichen schleppt man die passiven Mitglieder dann so mit.

00:38:00: ohne dass darüber gemurrt wird?

00:38:04: Passiv klingt jetzt irgendwie schon so negativ, wirklich nach Aparnaj.

00:38:07: Wir reden über Gesellschafter, die Anspruch auf Dividende haben, wenn was ausgeschüttet wird.

00:38:13: Ich finde es wichtig, dass in jeder Generation mindestens eine, am liebsten mindestens zwei da sind, die wirklich die Impulse geben.

00:38:22: Schwierig wird es nur dann, wenn jemand sich nicht einbringt.

00:38:26: Aber dann hinten rum kommt und sagt, wieso habt ihr das so gemacht?

00:38:29: Also da muss ich mich einmal entscheiden.

00:38:30: Entweder ich bringe mich ein und ich bin auch überall dabei oder ich bin halt nicht dabei.

00:38:35: Und dann muss ich nur sehen, dass so viel Transparenz da ist und Kommunikation, zumindest Kommunikationsangebote zu erläutern.

00:38:43: Warum haben wir das so vor?

00:38:45: Oder es ist jetzt wirklich was ganz wichtig ist, eine sehr teure Investitioner sagt, Leute, da müssen wir jetzt einmal an den Tisch und euch das erläutern, weil die Verantwortung können wir nicht alleine nehmen.

00:38:55: Das möchten wir zumindest vorstellen.

00:38:57: Das funktioniert auch.

00:38:58: Probleme gibt es immer nur dann, wenn sich jemand zurückzieht und wenn es schief läuft, sagt ich habe das doch viel besser gewusst.

00:39:05: Ich hätte das ganz anders gemacht.

00:39:06: Die sind schwierig.

00:39:07: Das geht nicht.

00:39:08: Das nimmt aber auch zu.

00:39:11: Also deshalb muss man da schauen, sagen also entweder du bringst dich ein, du bist im Beirat beispielsweise, da kommst regelmäßig zu den Gesellschaftsversammlungen und informierst dich, Angebot ist da oder du lässt es halt bleiben, aber mal ja, mal nein, das ist immer schwierig.

00:39:28: Wenn man die Familie, ihr Unternehmen, ihr Vermögen mal wieder auf eine höhere Ebene zieht und die Werte und Ziele der Familien betrachtet und es gibt ja viele Dynamiken, Allein bei der Frage, was ist eigentlich nachhaltig und was ist eigentlich modern im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, oder überhaupt der Haltung zu keinem Energie.

00:40:16: Und es gibt einen Impuls zu diesem Thema, den ich wirklich prachial fand und der in der breiten Öffentlichkeit gar nicht so stark beleuchtet worden ist, die EKD.

00:40:29: Oder ich hole anders aus, die beiden Großkirchen in Deutschland haben großen Einfluss darauf, was bei institutionellen Vermögen als nachhaltig gilt.

00:40:37: Denn beide haben sehr früh sehr klar definierte Systeme entwickelt, nach denen sie Nachhaltigkeit für Liquidis- und Illiquidesvermögen definieren.

00:40:50: Und daran halten sich viele andere institutionelle Investoren, die auch nachhaltig investieren.

00:40:55: Und die EKD hat jetzt in einer Denkschrift formuliert, inwieweit man das Verhältnis zum Thema Rüstung aufweichen kann.

00:41:03: Und wenn man das mal weiterinterpretiert, dann lässt die Art, wie man über die modernere Ansicht zum Thema Rüstung, zum Thema Abwehr gegen Angriffskriege, auch zum Thema Einsätze einer nuklearen Abschreckung sehr weit blicken und lässt sehr viel weiteren Interpretationsspielraum zu, wie man sich aufstellt, wenn beispielsweise mal die Energieknappheit doch wieder zunimmt und dann die Nuklearenergie und andere Dinge wiederkommen.

00:41:31: Und für mich ist das so beispielhaft, wie die Stimmung Bei der Investoren schafft bei der deutschen Unternehmerschaft wirklich in eine ganz andere Richtung gekippt ist als wir alle gespürt haben.

00:41:43: wir sind vielleicht ein bisschen müde von dieser grünen euphorie und von dieser.

00:41:49: Naja, auch Einengung durch Nachhaltigkeit.

00:41:52: Ich meine, keine Frage.

00:41:54: Wir wollen den Planeten retten.

00:41:55: Wir wollen CO-Ziel erreichen und all das.

00:42:00: Das will, glaube ich, niemand in Zweifel stellen, außer ein paar, die sich dieser Frage demagogisch in den Weg stellen wollen.

00:42:09: Aber trotzdem schränken wir uns ja irgendwo in unseren Wirtschaften auch stark ein.

00:42:13: Wie ist in Deiner Perspektive auf die Definition, was nachhaltig ist?

00:42:18: Gab's in deinen Kreisen, in deinen Beratungsgesprächen schon sozusagen das Anliegen, Einschätzungen, Definitionen aufzuweichen?

00:42:27: Oder sind die Familien noch nicht so weit wie die evangelische Kirche?

00:42:35: Also ich glaube, oder ich beobachte, lass es mich so sagen, dass das Thema Nachhaltigkeit... schon seit vielen, vielen Jahren bei vielen Unternehmerfamilien sehr weit oben steht.

00:42:47: Es wurde nur nicht Nachhaltigkeit genannt, sondern wir denken langfristig, es hatte viel mit Umweltschutz zu tun, es hatte damit zu tun, Energie zu sparen.

00:42:59: Also das habe ich schon sehr, sehr lange immer bei Unternehmerfamilien beobachtet.

00:43:04: Das hat sich eigentlich nicht verändert.

00:43:06: Also das ist im Kern noch genau so, da vielleicht ist die eine oder andere Ausprägung, wie weit man in welchem Tempo voranschreiten will.

00:43:14: Das hat sich vielleicht ein bisschen verlangsamt, aber da ist der Kern sehr, sehr gleich geblieben.

00:43:18: Wo es einen deutlichen Unterschied gegeben hat, das Thema Rüstungsindustrie.

00:43:23: Das war vorher etwas genauso wie die Bestechungsgelder.

00:43:28: Das war alles ein bisschen in der Muddelecke, sage ich mal.

00:43:31: Das macht man nicht.

00:43:32: Das hat sich komplett geändert.

00:43:33: Also da kann man drüber sprechen.

00:43:35: Das hat jetzt sogar so ein Turnaround genommen, dass das als wirklich sehr wichtig empfunden wird.

00:43:40: und so sagen wir, wir müssen da rein.

00:43:42: Wir machen auch die Zulieferung und das daher hat es einen richtigen Turnaround gegeben.

00:43:47: Bei nachhaltig nach meiner Beobachtung weniger.

00:43:51: Das war im Vermögensbereich vielleicht anders sein als bei den produzierenden Familienunternehmen, die das schon länger praktizieren.

00:43:58: Bei Rüstung ist es komplett, da hat sich es komplett geswitscht.

00:44:01: Das konnte man vorher kaum ansprechen.

00:44:03: Das war ein Wert, wo man sagt, wir arbeiten nicht für die Rüstungsindustrie, wir machen kein Material für Rüstung, weil das wurde immer auch damit verbunden, dass wir dann ins Ausland und für andere Kriege, aber jetzt wo es in Europa angekommen ist und es um die eigene Verteiligung geht, da hat ein komplettes Umdenken stattgefunden.

00:44:20: In den Familie.

00:44:21: Ja.

00:44:23: Und damit verbunden sind ja auch Fragen, die das Unternehmen selber wieder was mit Blick auf die Absatzmärkte betreffen.

00:44:30: Denn im politischen Kontext wird oft besprochen, mit wem man eigentlich Geschäfte machen will, das fing damit an, als wir diskutiert haben von wem wollen wir eigentlich künftig statt in Russland Gas kaufen?

00:44:44: und dann.

00:44:45: waren uns die Kataris meine Zeit lang recht genug, dann haben wir die Amerikaner auch nicht mehr so gut gefunden.

00:44:53: und man kann als Familie die exportieren möchte und die ja auch Lieferketten hat ihr auch sagen, also wir machen nur Geschäfte mit den Guten und ignorieren oder wir wollen einfach nicht, dass wir mit Autokratien oder nicht demokratischen Systemen, die mit den europäischen westlichen Demokratien vergleichbar sind, Geschäfte machen.

00:45:16: Gibt es da auf seiner Sicht eine Stimmungsveränderung, eine Auflockerung?

00:45:25: oder ist das, was wir moralisch im politischen Diskurs wahrnehmen in der Unternehmenswelt?

00:45:34: so eigentlich noch nie präsent gewesen, dass wir diskutieren, von wem wollen eigentlich unser Frecking-Gas kaufen, nur von den Guten?

00:45:43: oder es gibt wahrscheinlich auch nur gutes Erdöl, nur aus demokratischen Ländern.

00:45:52: Das hat uns vorher auch nicht interessiert.

00:45:53: Also wie stellt sich die Unternehmerlandschaft und die Familien dahinter dazu auf?

00:46:00: Also die Familien haben natürlich alle den Wunsch, sage ich mal, so wie wir alle wahrscheinlich, dass wir nur mit den guten Geschäfte machen, in welcher Form auch immer.

00:46:09: Das ist natürlich in der Praxis nicht haltbar.

00:46:12: Wir wissen auch nicht, wer ist denn gut heutzutage, wer ist schlecht, ist es ein ganzer Staat, ist es jetzt nur ein Präsident oder eine Regierung.

00:46:22: Da hat sich nicht so viel geändert.

00:46:24: Was sich geändert hat, dass wir mit den USA beispielsweise, wo wir immer sehr nahe waren, dass wir plötzlich viel mehr Schwierigkeiten haben, verbündliche Zusagen zu bekommen.

00:46:36: Was ist mit den Zöllen?

00:46:38: Wen kann ich in die USA schicken?

00:46:41: Komme ich da noch einfach rein?

00:46:42: Also die Themen sind eher wichtig.

00:46:47: Und insofern hat sich das Doing aus meiner Sicht einfach mehr geändert.

00:46:52: Und wenn es um die Energie geht, gerade in der heutigen Situation, ja klar, ich muss sehen, dass ich mein Unternehmen profitabel aufstelle.

00:47:03: Und das werde ich natürlich tun in einem gewissen Rahmen.

00:47:07: Dann gibt es immer noch außen so einen Bereich, wo man sagt, das Nogo, da verlasse ich meine Leitplanken, aber die sind schon ein bisschen, bisschen breiter geworden.

00:47:15: Also man, man merkt, über flexibler geworden.

00:47:17: Also man merkt schon, diese Diskussion über Positionen, was tut man, was tut man nicht, ist ein bisschen realitätsnäher geworden, um einfach auch zu sehen, wir müssen schauen, dass wir wirklich weiter Fuß fassen.

00:47:33: Jetzt rede ich nicht über Befechungsgelder so, das ist weiterhin ein Thema, das nicht ganz so anders, aber mit welchen Ländern ich zusammen arbeite, das hat es vorher schon gegeben, dass man bei bestimmten Staaten sehr vorsichtig ist, da nicht hingegangen ist.

00:47:49: Mir hat beispielsweise auch zum Teil sehr imponiert, wie die deutschen Unternehmen mit ihren russischen Niederlassungen umgegangen sind nach Beginn des Krieges, dass sie also gesagt haben, wir müssen doch sehen, dass auch unsere Mitarbeiter noch irgendwo da unterstützten.

00:48:03: Da hat man die ganzen Vorräte dargelassen, hat das Unternehmen in russische Hände gegeben, sich zurückgezogen, aber dass die einen Start hatten.

00:48:09: Da kann man jetzt überdiskutieren, wie man will, aber es zeigt sich immer wieder, dass Unternehmerfamilien sich sehr verbunden und verpflichtet fühlen gegenüber.

00:48:18: den eigenen Mitarbeitern.

00:48:19: Und das zieht sich am Ende durch.

00:48:21: Und es kommt klar auf die Branche an.

00:48:23: Wenn ich natürlich in Branchen unterwegs bin, wo ich eben viel in solche schwierigen Länder liefere klassischer Reise, dann ist meine Definition meinem Blick vielleicht ein bisschen anders, als wenn ich einen KI-Tool habe oder einen MedTech beispielsweise unterwegs.

00:48:43: Noch zwei Fragen zu den Wertesystemen, die auch wieder sehr moralisch aufgeladen sind, nämlich bei allem, was man jetzt mit künstlicher Intelligenz und den ganzen strukturellen Wandlungen damit zusammenhängen, sehen kann, ist ja, dass viele Arbeitsplätze schlichtweg durch künstliche Intelligenz oder durch Effizienz von bestimmten konkreten Arbeitsplätzen wegfallen.

00:49:05: Und jetzt kann man als Familienunternehmen sagen, zur Familie gehören auch die Mitarbeiter und da werden wir Wir kennen das so ein bisschen aus der Öffentlichkeitsarbeit von Trigema.

00:49:17: Wir werden da nie jemanden lassen und wir werden alle brauchen.

00:49:21: Das kann aber in vielen produzierenden Unternehmen wohl kaum aufrechterhalten werden.

00:49:26: Und die Frage an dich ist, ob Familien da und wie Familien darüber debattieren, inwieweit man sich vielleicht von diesem Gedanken befreit, dass die Mitarbeiter, die ja Zweifelsohne, dass Unternehmen groß gemacht haben, dann auch dauerhaft zu Familie gehören, weil diese Nestwärme von so einem Familienunternehmen dann ja gar nicht mehr angeboten werden kann.

00:49:53: Also sie kann schon angeboten werden, aber eben zu dem Preis, dass man eine zu kostestruktur hat.

00:49:57: Und das ist ja wirklich ein Dilemma, das ich mich selber gar nicht rein denken möchte.

00:50:04: Da wird es auch schwierig.

00:50:05: Das ist am Ende die Frage, wie stehen wir zu unserem deutschen Standort?

00:50:08: Und dazu gehören die Mitarbeiter.

00:50:10: Und ich glaube, die meisten Familien haben sehr wohl verstanden, dass sie gerne alle Mitarbeiter behalten möchten, weil sie sich verpflichtet fühlen, sie fühlen sich verantwortlich und sie sagen auch, wir kriegen schlechte Mitarbeiter.

00:50:23: Also wenn wir jemanden haben, sollten wir den doch möglichst halten.

00:50:27: Ich glaube, die KI beispielsweise setzt uns erst mal in die Möglichkeit den Standort.

00:50:32: überhaupt aufrecht zu erhalten in einigen Branchen.

00:50:36: Und es bedeutet aber auch, dass ich vielleicht mich von einigen Mitarbeitern trennen muss.

00:50:39: Diese Diskussion ist neu in den Familien.

00:50:42: Es war bisher ein absolutes Tamu-Thema, Mitarbeiter am Standort zu entlassen.

00:50:48: Aber es ist auch klar, wenn ich das nicht früh genug tue, dann schaffe ich es vielleicht überhaupt nicht, mein Unternehmen überhaupt Zukunft fähig zu machen und weiter in der Zukunft zu führen.

00:50:59: Also diese Botschaft ist angekommen bei den Familien.

00:51:02: Und deshalb haben Sie früh genug anfangen, eben ausreichend Zeit zu gucken, wie können wir das?

00:51:09: Ich hoffe, das wird jetzt nicht falsch verstanden, aber möglichst verträglich machen.

00:51:12: Wie schaffen wir das mit Übergangslösungen, um eben das große Ganze zu retten?

00:51:19: Da geht man sehr behutsam vor, aber den Familien ist auch klar, wenn sie zu langsam sind, dann müssen sie hinter unter Druck reagieren und dann wird es für die Mitarbeiter noch schlechter.

00:51:28: Also die Botschaft angekommen, aber es ist ein total Neues.

00:51:32: Thema für viele, Mitarbeiter zu entlassen.

00:51:36: Das geht den Unternehmern wirklich ans Herz, insbesondere wenn man vor Ort wohnt.

00:51:41: Also das ist für die Gesellschaft, die dann in der Großstadt, drei Hundert Kilometer weiter wohnen, auch schon schlimm, aber die sehen es nicht täglich.

00:51:49: Aber vor Ort wohnt und seine Mitarbeiter beim Bäcker trifft, das ist ein richtiges Thema.

00:51:57: Das lässt sie übrigens auch beobachten bei Unternehmen, die irgendwo mal ein großes Geschäft hatten, dass sie irgendwann mal auch im Rahmen von Einzelhandelsketten standesgemäß mit einem gewissen Alter abgeben und dann ziehen die meistens in eine andere Ecke, weil sie nicht dauernd noch sozusagen in einem alten Geschäft einkaufen gehen wollen.

00:52:23: Es ist ganz spannend und ja, man bleibt ja sozusagen mit der Gegend verbunden und muss sich dann entweder damit arrangieren oder man entzieht sich sozusagen der der alten Rolle auf die Weise, dass man eben ganz wegzieht.

00:52:39: Um jetzt mal eine Klammer um das zu bilden, was wir gerade besprochen haben, ich stelle fest, liebe Karin, es gibt bei Auf der Ebene der Inhaber-Strategie keine Panik, ob dessen, was jetzt passiert und schon gar nicht in der Tonalität, wie wir sie manchmal im politischen Diskurs wahrnehmen.

00:52:57: Das ist

00:52:57: richtig.

00:53:02: Ich glaube auch, es wird jetzt einfach, es kommt viel mehr zu Tage, Familien, die bisher schon stark waren, die sind auch weiterhin stark, die sind eben gut vorbereitet und Familien, wo es vorher schon gebröselt hat, Zusammenhalt.

00:53:16: Und machen uns nichts vor, wenn die Familie sich streitet und mit sich beschäftigt ist, das finde ich im Unternehmen wieder, da wird dann halt nicht genau geguckt, sind wir zukunftsfähig, was macht die KI, wie sie sieht unsere Finanzstruktur aus, sondern da beschäftigt man sich eher mit sich selber.

00:53:31: Und bei denen wird es dann schwierig, also da merkt man dann auch, die kommen dann, sollen wir verkaufen.

00:53:37: Wie geht es damit um?

00:53:38: Das wird aber dann schon schwierig, wenn ich dann zu dem Zeitpunkt drüber nachdenke, kriege ich auch nicht den Preis oder den Käufer in dem Zeitraum, wie ich mir das vorstelle.

00:53:46: Das heißt, die Zeiten, die wir heute haben, bringen das Gute, aber auf das Negative noch viel deutlicher und viel klarer zu vorschreiben.

00:53:54: Und das habe ich selber in der Hand als Familie, wie ich damit umgehe.

00:53:59: Und deshalb ist Panik nicht angesagt.

00:54:02: Es gibt natürlich Branchen, das ist auch klar.

00:54:05: gerade bei den Automobilzulieferern.

00:54:07: Da ist es wirklich schwierig.

00:54:11: Aber das sind natürlich dann so Branchen.

00:54:14: Da ist wirklich die Frage, wie weit trägt in meinen Geschäftsmodellen noch, wenn jetzt die E-Mobilität noch weitergeht und ich bestimmte Sachen mache, die ich aber nur in Verbrenner brauche.

00:54:23: Ja, jetzt kommt wieder ein Hoffnungsschimmer.

00:54:25: Vielleicht ist das Verbrenner aus dann doch noch mal verschoben oder kommt nicht so wie vereinbart.

00:54:29: Das sind dann noch so kleine Lichtblicke.

00:54:32: Aber auch da geht, ich muss sehr genau schauen, halte ich das für zukunftsfähig oder nicht.

00:54:35: Und da hat die nächste Generation, die hat einen sehr klaren Blick, die sieht viel früher und klarer, will ich da meine Zukunft reinsetzen oder nicht.

00:54:42: Also das ist dann auch mal manchmal ein Karallisator in den Ausstieg rein.

00:54:46: Das

00:54:47: ist der zweite Aspekt meiner Zusammenfassung.

00:54:50: Die Weitsicht ist ja durchaus da und vielleicht ist sozusagen angezeigt, der jüngere Generation bei der Gestaltung des neuen, sich anpassenden Geschäftsmodells ein bisschen mehr Raum zu geben.

00:55:05: und die ältere Generation muss einsehen, dass sich einfach so viele Dinge verändern, dass man von bestimmten Einschätzung und bestimmten Standards abweichen muss.

00:55:18: Die Einsicht ist da, weil es kommt wirklich so viel Druck von außen und das ist ja vielleicht ein Vorteil der Boomer Generation, die jetzt Stück für Stück oder nach oder nach rausgeht, die Kennt noch aus der Vorgeneration die Patriarchen, die einfach entschieden haben, wo man auch wenig gefragt wurde, willst du das machen oder nicht?

00:55:38: Und die haben sich vielfach geschoren, so soll das nicht bei mir sein, wenn ich mal in der Seniorenposition, wenn die sind, in der Regel viel offener.

00:55:45: Und die genehm sehr wohl war, was ändert sich alles?

00:55:48: Die hat auch einen sehr viel engeren Draht kommunikationstechnisch zu den eigenen Kindern.

00:55:56: Also das geht eigentlich.

00:55:59: Man muss es nur irgendwie hinkriegen, dass man dann am Ende eine Entscheidung gemeinsam trifft.

00:56:03: Das ist aus meiner Sicht im Moment die größte Herausforderung.

00:56:07: Und dritter Aspekt ist, und der ist mir nicht so klar und so eindeutig wie die beiden ersten Punkte, wie man zum Standort Deutschland steht.

00:56:14: Also ob sich Familien wirklich weiterhin in Deutschland, oder ob Familien in Deutschland leben möchten, ob alle Familienmitglieder in Deutschland bleiben oder manche sich wirklich... auch so ein bisschen aufgrund einer gefühlten, einer gefühlten Überregulierung und einer finanziellen Repression aus Deutschland rausbewegen wollen und vielleicht auch an der anderen Stelle große Enttäuschung darüber herrscht, wie reguliert werden und wie alles besteuert wird und der Überdruss dessen, dass alles ganz schlimm ist, das so führt, dass man den Standort in Anführungszeichen so ein bisschen verflucht und mit der schlechten Politik hadert.

00:56:56: Ich glaube, da müssen wir erst mal definieren, welchen Standort meinen wir?

00:56:59: Meinen wir den Standort des Unternehmens oder den Standort der Familie?

00:57:02: Das sind ja zwei verschiedene Dinge.

00:57:06: Standort Deutschland, wie gesagt, wir spielen keine grüne Wiese.

00:57:10: Der wird immer noch geschützt.

00:57:12: Da hängt das Herz auch dran, aber die Investitionen finden dem Auswand statt.

00:57:15: Also hier wird das Investitionsverhalten schon ein Stück bedrosselt.

00:57:20: Aber es ist immer noch ein Standort, wo es sich lohnt, zu bleiben.

00:57:25: Ich kann auch nicht alles sofort abbrechen.

00:57:27: Insofern Standbein, Standort Deutschland bleibt erst mal.

00:57:31: Für die Familie, insbesondere für die, ich nehme jetzt mal deinen Rording auf, die passiven Gesellschaften, ist das noch mal ein anderes Thema.

00:57:38: Die sind aber, wenn sie ein Stück weiter weg sind und auch nicht so viel mit beitragen wollen oder können, die sind da viel freier.

00:57:47: Und jetzt lassen wir die Wegzugsteuer mal außen vor.

00:57:50: Die bewegen sich dann möglicherweise irgendwo ins Ausland.

00:57:53: Es gibt aber noch eine Gruppe und die nimmt zu, das finde ich auch ganz interessant, die sagt, Was machen wir denn jetzt, wenn das deutlich schlechter alles wird?

00:58:01: Und wenn jetzt bei uns sich die politischen Verhältnisse nochmal deutlich verändern, wo können wir denn dann hin?

00:58:06: Also wir sehen im Moment durchaus einen Trend auf der privaten Ebene, Wohnsitze sich jetzt zu schaffen oder auszubauen, wo man das Gefühl hat, also wenn hier mal nichts mehr geht, dann kann ich dahin und dann fangen plötzlich Diskussionen an.

00:58:20: Ja, aber wenn das hier alles nicht mehr gut funktioniert, kann ich denn da noch mit dem Auto hinfahren oder muss ich dahin?

00:58:27: oder ich hatte einen Mandanten, der gesagt hat, naja, ich habe ein Segelboot und da kann ich noch hinsegel.

00:58:31: Ja, so was spielt eine Rolle.

00:58:34: Das finde ich eine ganz interessante Sache, die hatte ich so nicht erwartet in dem Ausmaß, aber das treibt Inhaberfamilien im Moment nachts um, sage ich mal.

00:58:47: Da ist aber die spannende Frage auch, wo, ja, wo geht man hin?

00:58:52: Wie schaffe ich es dann auf mein Geld zuzugreifen?

00:58:55: Ja, das heißt, Weil das Unternehmen bleibt in Deutschlands, kann ich nicht mitnehmen.

00:58:59: Wie muss ich meinen Vermögen dann anlegen, wenn ich dann wirklich aus Deutschland rausnuss, dass ich nur auf meinen Vermögen zu reifen kann.

00:59:04: Sowas wird richtig.

00:59:06: Bis hin, ich habe auch durchaus Unternehmer gesprochen, die plötzlich klassisch sich wieder mit Goldmünzen eindecken oder mit Kleinstücken.

00:59:15: Das können wir einfach mitnehmen.

00:59:16: Und für mich ist das als Generationen deutlich nachem Krieg, deutlich nachem Krieg geboren, dass ich eigentlich nur von den Großeltern kannte.

00:59:24: Und das kommt jetzt wieder.

00:59:26: Das

00:59:26: ist schon ein Stück, sage ich ganz ehrlich, beängstigend zu sehen, aber das nimmt zu.

00:59:35: Ich habe noch einen letzten Aspekt, um unser Gespräch abzurunden.

00:59:39: Wenn wir das mal vom operativen Unternehmen abtrennen und über das Privatvermögen sprechen, das ist meine Baustelle, dann gibt es bei dem Gesamtvermögen einer Familie, inklusive dem operativen Vermögen, aber inklusive auch dem, was im sogenannten passiven Vermögen investiert ist, also alles, was man an Assets angesammelt hat, das ist das Familienheim oder die Familienheime, vielleicht Immobilien, die man vermietet, ein Private Equity Portfolio, das Gold, das irgendwo im Tresor liegt, andere Dinge, die man sich ebenso aufbaut im Rahmen eines Family Office Kontext, aber eben auch das liquide Vermögen.

01:00:18: und um auf all diese Dinge zu reagieren, die wir gerade besprochen haben, die auf dass in Deutschland ansässige Unternehmen und deren Familie einwirken.

01:00:28: Gibt es im Vermögenskontext nur ganz wenig Manövriermasse, weil mein Immobilien, mein Private Equity Portfolio, mein Gold nicht wirklich ganz stark darauf reagieren können.

01:00:39: Die Tatsache, dass ich Gold habe, ist schon eine Reaktion auf das, was draußen passiert.

01:00:44: Aber am Ende des Tages bleiben nur ganz wenige Essigklassen übrig.

01:00:49: die mir eine Möglichkeit geben, auf diese von oben herabwirkenden Veränderungen aktiv zu reagieren, egal ob es jetzt langfristig gedacht, strategisch ist oder auch ein bisschen beweglicher, taktisch gedacht ist.

01:01:01: Aber dann bleibt letztendlich eines vor allem das liquide Vermögen übrig und das zu steuern und dieses Vehikel zu nutzen, um alle anderen Vermögenswerte in Anführungszeichen robust dazu machen, abzusichern oder das Gesamtvermögen zu internationalisieren.

01:01:17: Das wäre aus meiner Sicht der große Imperativ für Familienunternehmen oder Unternehmerfamilien, die sich diesen gesamten Kontext gerade angucken, weil, wie gesagt, die Manöviermasse ist da gering und die Aufgabe dieses manövierfähigen Vermögens, um auf all das zu reagieren, was wir gerade besprochen haben, ist enorm groß.

01:01:40: Und das muss man gut machen und auch das muss man besprechen.

01:01:43: Ob das dann letzten Endes in der Familienverfassung oder in der Inhaberstrategie umgesetzt wird, natürlich nicht.

01:01:51: Aber ich glaube, dass eine Familienstrategie oder in der Inhaberstrategie schon besprochen werden sollte.

01:01:58: Das sage ich jetzt als jemand, der neben der Disziplin neben dir steht und sagt, was was wünsche ich mir denn sozusagen in meiner in der unterliegenden Kaskade von dem, was oben drüber reguliert wird, dass man dort einbaut, dass auf bestimmte Veränderungen über diese Inhaberstrategie reagiert wird und dass man wach bleibt, weil so viele Veränderungen auf uns zukommen, weit über das sie hinausgehen, was wir heute besprochen haben, diese ganzen säkularen Themen, die Tatsache, dass es, ich verweise nochmal auf das Interview mit dem Zukunftsforscher, dass er glaubt, dass bis zu den Fusionsenergie zur Verfügung steht und dass sich die Energieverteilung dadurch immer sehr stark verändern wird, dass es viele sogenannte Stranded Assets gibt, dass es irgendwann im Jahr geben wird als Menschen auf der Welt und all diese Thesen.

01:02:54: Das muss ja alles gar nicht so eintreten, aber die Tendenz, die Richtung zeigt ja schon, dass diese Welt wirklich im rapiden Wandel ist und dass man in der Inhaber-Strategie auch Leitplanken braucht, die es ermöglichen, dass man das alles monitort und sich überlegt, wie man im Unternehmen aber auch im Liquiden oder im Privatvermögen, im nicht operativen Vermögen damit umgeht.

01:03:21: Das ist ein Punkt, Christian.

01:03:23: Der wird wichtig, wenn ich mir die Ausschüttungs- und Entnahmeregeln anschaue im Unternehmen.

01:03:30: Da habe ich bisher immer sehr häufig gehört, wir lassen das Geld doch am besten im Unternehmen, da arbeitet es am besten.

01:03:36: Da habe ich den größten Hebel.

01:03:38: Da kommen wir deutlich weg.

01:03:40: Also es steht bei den Familien in der Tat den Wunsch, so wie du das beschreibst, Vermögen aus dem Unternehmen raus, um möglicherweise aus Deutschland zu bringen.

01:03:50: Bis dahin.

01:03:51: sind die meisten sehr klar.

01:03:53: Aber spannend ist doch, wenn es dann auf dem eigenen Konto ist, was machen wir denn dann?

01:03:57: Und das ist genau, was du ansprichst, dass du sagst, ja dann sollte man vielleicht nicht damit die Immobilie in Deutschland kaufen.

01:04:04: Und dann sollte man wirklich drüber nachdenken, ein Gegengewicht zu schaffen.

01:04:08: Wenn ich das schon aus dem Unternehmen rausziehe, dann ist irgendwo hinzulegen, wo es mir wirklich hilft und vom Risikoportfolio eine entsprechende Gegenposition bringt.

01:04:21: Und das verstehen die Unternehmer jetzt auch, dass sie da weiter denken müssen, weil die haben sich meistens gar nicht gerne mit privaten Vermögen, mit liquiden Vermögen beschäftigt, das ist ja immer noch relativ tiefmütterlich, wie es behandelt wird.

01:04:34: Man auch langsam kommt uns bewusst sein, wenn ich also unabhängig sein will und ich möchte mir was anderes aufbauen, vermögenstechnisch, dann muss ich nicht nur was aus dem Unternehmen rausholen, was ich bisher wenig getan habe.

01:04:45: Ich muss es regelmäßig machen, vielleicht im Kleinen draußen, aber regelmäßig.

01:04:49: Und dann muss ich mich darum kümmern, dass es eben gut untergebracht ist, dieses Vermögen.

01:04:53: Und dann sollte ich nicht in der gleichen Branche bleiben wie mein Unternehmen, dann sollte ich eben entsprechendes Gegenricht machen.

01:04:58: Und das ist klar.

01:04:58: Und das sollte auch an der Stelle in der Inhaber Strategie dann mit kommuniziert werden, weil sonst habe ich es irgendwo im Festgeld liegen.

01:05:06: Und das macht überhaupt keinen Sinn.

01:05:09: Das ist mein Wunschzettel vor Weihnachten, bei der ihr eingegangen.

01:05:18: Ich bin gespannt, wie das weiterläuft und das darf ich auch schon an kündigen, liebe Karin.

01:05:24: Wir werden ja öfter gemeinsam gesehen werden in einem neuen Format.

01:05:29: Das erklären wir in anderer Stelle nochmal genauer.

01:05:32: Aber die Verzahnung dessen, was wir machen, die Inhaberstrategie, die Vermögensstrategie und die steuerlich-rechtliche Ebene, das sind drei Disziplinen, die ganz eng zusammenarbeiten.

01:05:43: Und da werden wir gemeinsam mit Dr.

01:05:45: Maren Kräfe ein Format haben, in dem wir darüber berichten, was in unserer Beratung passiert, welche Fragen aufgeworfen werden.

01:05:52: Und ich halte das vor dem Hintergrund dessen, was wir heute diskutiert haben, auch für sehr richtig und für sehr wichtig.

01:06:01: Liebe Karin, hast du noch, wir sind am Jahresanfang, im Jahr im Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr bei all der Komplexität und der Kompliziertheit dessen, was wir gerade diskutiert haben und vielleicht auch den großen Hürden, an denen wir hoch schauen und fragen, schaffen wir das?

01:06:23: Können wir damit Anlauf drüber kommen?

01:06:25: Hast du für uns da etwas Gutes?

01:06:27: zum Abschluss?

01:06:30: Ja, ich glaube, die Themen sind bei den Unternehmern angekommen und ich wünsche mir, dass sie auch wirklich die Zeit finden, diese Themen, um von der Familie besprochen zu werden, wirklich um in die Kommunikation zu kommen.

01:06:44: und sich nicht nur auf bestehenden alten Familienverfassungen auszurufen, zu sagen, das haben wir schon mal gemacht, es hat ganz viel Zeit gekostet, das ist richtig.

01:06:53: Sondern wirklich wach drauf zu schauen, zu gucken, hat es noch bestand.

01:06:58: Was ist heute, was haben wir uns damals gedacht, und wirklich in diesem Prozess zu bleiben?

01:07:03: Das ist nicht abgeschlossen, das ist immer wieder ein Aspekt.

01:07:06: aufgreifen, gucken, sind wir noch richtig auf Kurs und das ledendlich zu halten.

01:07:10: Da sehe ich die Ansätze und ich hoffe, dass die Unternehmer und die Inhaber Familien und auch die Family Office das sehen und so weiter machen.

01:07:20: Also ich werde meinen Teil dazu beitragen, um die Themen zu adressieren, die Familien so ein bisschen anzustoßen und dann laufen die hoffentlich von alleine.

01:07:31: wie du richtig sagst.

01:07:32: Und das ist ein wirklich positive Abschluss.

01:07:34: Das Wichtigste und das Wertvollste, was wir haben, ist Zeit.

01:07:37: Wenn Familien Zeit mit dir verbringen, dann stellen sie genau diese Weichen und lassen uns das sozusagen als letzte Aufmunderung für das Jahr, im Jahr, in den Raum stellen, weil tatsächlich immer dann nicht nur, wenn wir in Weihnachten zusammenkommen, sondern auch an anderen anlassen und uns freuen, uns wiederzusehen, dann ist es hierlich sehr, sehr sinnvoll, sich auch physisch.

01:08:00: als Familie zusammensetzen und zu überlegen, wo man sich dann den Gegebenheiten anpassen kann, anpassen muss und alles das, was uns da an Herausforderungen formuliert wird, auch durchaus als opportunistische Chance zu sehen und damit positiv umzugehen.

01:08:18: Das hast du ja an ganz vielen Stellen, liebe Karin, durchklingen lassen, dass Das, was wir, ich sag mal, in der Medienkommunikation so wahrnehmen, manchmal doch sehr negativ rüberkommt und so destruktiv und so verzweifelt, ist die deutsche Unternehmerlandschaft dann ja offenbar nicht.

01:08:38: Und das war insofern heute auch eine ganz wichtige Botschaft.

01:08:42: Prima.

01:08:43: Liebe Karin, wir haben die großen Fragestellungen abgestritten.

01:08:50: Der Ausblick auf die Familienstrategie, auf die Inhaberstrategie, im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im.

01:09:20: Und das ist ein wunderbarer Abschluss.

01:09:24: Liebe Karin, vielen vielen Dank.

01:09:25: Wir werden das nicht nur an dieser Stelle, an anderer Stelle weiter vertiefen und weiter verzweigen.

01:09:32: Da freue ich mich drauf.

01:09:34: Und ich wünsche dir, wir sind am Jahresanfang, im Jahr ist.

01:09:37: alles Gute für das neue Jahr.

01:09:39: Und ich bin gespannt, was du im Rahmen deiner Beratung uns zu erzählen hast und welche Impulse für uns gibt.

01:09:47: Ich werte euch auf dem laufenden Halb.

01:09:49: Dankeschön.

01:09:54: Das war eine neue Folge von Das Große Bild.

01:09:57: Mein Name ist Christian Hammes.

01:09:59: Ich bin Family Officer, Beirat und Treasurer.

01:10:02: Und wir machen diesen Podcast für meine Berufskollegen, für professionelle Anleger, für alle, die in unserer Branche arbeiten und für alle, die sinnvolle und schlaue Anlageentscheidungen treffen wollen.

01:10:13: Wenn Sie uns nicht verpassen wollen, abonnieren Sie uns gerne und wenn es Ihnen gefallen hat, dann hilft es uns sehr, wenn Sie uns eine positive Bewertung auf Ihrer Podcast-Plattform hinterlassen.

01:10:22: Schreiben Sie uns auch gerne einen Kommentar und wenn Sie sich bei allen Themen gerne unter build.pensum.pictures an mich und die Reaktion.

01:10:32: Und wenn Sie über die Taktiktafel hörbar und sichtbar werden wollen, hinterlassen Sie ein Video oder eine Sprachnachricht auf unserer WhatsApp-Mailbox unter Null, Eins, Fünf, Eins, Vier, Eins, Sechs, Null, Elf, Drei, Drei.

01:10:46: Und wenn Sie als Werbepartner ermöglichen wollen, dass es diesen Podcast überhaupt gibt, sind Sie in besten Händen bei Vanessa Blome und dem Marketingteam der Edelstoff Media GmbH.

01:10:55: Alle Kontaktdaten finden Sie in den Show notes.

01:10:59: Ich bedanke mich bei Ihnen sehr herzlich fürs Zuhören.

01:11:01: Das große Bild ist eine Produktion von Pensum Pictures für das Private Bank Himmelgazin und Eta Family Office.

01:11:08: Audio-Redaktion im Studio des Private Bank Himmelgazin, Martin Fornweck-Brückner.

01:11:13: Vermarktung Vanessa Blome, ihr Freundes auf sie in der nächsten Woche.

01:11:17: Alles Gute, bis dahin.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.