Folge 153: Future Forces – das sagt die Zukunftsforschung (Teil 1)
Shownotes
Jánszky erläutert, dass Zukunftsforschung keine Prognose aus Datenmodellen oder Statistik ist, sondern auf qualitativen Tiefeninterviews mit den tatsächlichen Entscheidungsträgern globaler Schlüsselindustrien basiert. Aus diesen Interviews entstehen wahrscheinliche Zukunftsbilder, die über eine strukturierte Methodik – inklusive der sogenannten Future Forces Map – systematisch verdichtet werden. Im weiteren Verlauf zeigt Jánszky wie diese Zukunftsbilder konkret genutzt werden: einerseits zur Entwicklung robuster Unternehmensstrategien mittels Backcasting, andererseits als Grundlage für frühe Deep-Tech-Investments in Feldern wie KI, Quantencomputing, Kernfusion, Genetik oder Kryokonservierung. Anhand konkreter Beispiele wird deutlich, wie frühzeitiger Zugang zu Forschungsteams einen strukturellen Informationsvorsprung schafft.
Abschließend diskutieren Hammes und Jánszky die großen säkularen Kräfte unserer Zeit – geopolitische Fragmentierung, Aufstieg Chinas, Demografie, Klimawandel und technologische Disruption – und kommen zu dem ernüchternden Befund, dass Europa und insbesondere Deutschland über kein konsistentes Zukunftsbild verfügen, während andere Weltregionen langfristig planen und handeln.
Für mehr Infos zum Thema Zukunftsforschung, zu Herrn Sven Gábor Jánszky und zu seinem Buch "2030 – Dein Weg zum Zukunfts-ICH“ finden sie unter diesem Link: https://www.2bahead-ventures.com/
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Disclaimer: Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten dar. Geldanlagen sind mit Risiken verbunden – bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals. Bitte informieren Sie sich sorgfältig, bevor Sie Investitionsentscheidungen treffen.
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00:00:07: Was unterscheidet wissenschaftliche Zukunftsforschung von klassischer Prognose?
00:00:12: Wer bestimmt heute tatsächlich, wie unsere Welt in zehn Jahren
00:00:15: aussieht?
00:00:16: Wie lassen
00:00:16: sich Zukunftsbilder konkret in Unternehmensstrategien übersetzen?
00:00:20: Wie entsteht ein strukturer Informationsvorsprung für Investoren?
00:00:23: und welche Rolle spielt China in der technologischen Ordnung
00:00:27: der Welt
00:00:28: von morgen?
00:00:29: Entstehen künftig parallele technologische Standards?
00:00:32: Das besprechen wir heute mit einem Zukunftsforscher.
00:00:41: Nicht den Unternehmenden investiert die auf Hoffnung.
00:00:44: Der andere Verschuldungsgrad bleibt hier immer nicht.
00:00:46: Den Schweiz ist doch so teuer, wir hören uns ja immer gleich.
00:00:49: Und damit reduziert sich die Zinsdefinanz.
00:00:51: Das ist die Gegenanlage, also das Geschäftsmodell der Bank, ja die Transformation der Fristigkeit.
00:00:56: Die Besprechen hat man viel mehr Sensitivität zu Disaster.
00:00:58: Die Unternehmen sind eigentlich in den zwanzig Drasig Jahren noch kürzungsfähig.
00:01:02: Welche lösen vielleicht sogar gesellschaftliche
00:01:04: Probleme?
00:01:04: Wenn es einen
00:01:05: Call gibt, der ist hundertprozentig sicher.
00:01:07: In Springfield, they're eating the dogs.
00:01:11: Frohe Weihnachten, lasse die Glocken klingen, liebe Hörer und Törer, dass Sie heute zuhören und in den Weihnachtsfeiertagen freut mich sehr.
00:01:20: Ich hoffe, Sie haben schöne Weihnachtsfeiertage, Sie verbringen das mit Ihrer Familie und Sie genießen die Zeit und können ein bisschen abschalten.
00:01:27: und dabei wollen wir Ihnen mit dem heutigen Podcast ein bisschen helfen.
00:01:31: Wir sprechen heute mit einem Zukunftsforscher.
00:01:34: Was soll das denn sein?
00:01:35: Das erklärt Ihnen der Zukunftsforscher
00:01:37: selber
00:01:37: sehr präzise.
00:01:38: Wir sprechen mit Sven Gabor Janski.
00:01:41: Er ist Leiter des Tobii Head Institutes in Leipzig und er betreibt das Institut seit vierundzwanzig Jahren.
00:01:48: Und wenn ein Zukunftsforscher so lange unterwegs ist, dann hat er was zu erzählen.
00:01:52: Erstens über die Methodik, wie Zukunftsforschung uns überhaupt Impulse geben kann, die wir beim Investieren gut und sinnvoll nutzen können.
00:02:00: Und zweitens, wie die Zukunft eigentlich aussieht.
00:02:03: Und das Gespräch, das wir heute senden, das setzen wir
00:02:07: zu
00:02:07: Silvester fort.
00:02:09: Wir sprechen heute über strukturelle Veränderungen in der Zukunft, die wir dann in der nächsten Folge in konkrete Investment-Themen übersetzen wollen.
00:02:19: Das ganze Gespräch bietet so viel Inhalt, dass wir hoffen, Ihnen in den Weihnachtsferien damit viele gute Impulse geben zu können und damit auch ein paar Schärfungen für Ihre Investment-Den im nächsten Jahr geben zu können.
00:02:33: Haben Sie viel Spaß?
00:02:34: Machen Sie Beute?
00:02:35: Frohe Weihnachten!
00:02:37: Kommen Sie gut durch die Feiertage und bis zu Silvester!
00:02:44: Zum ersten Mal begrüße ich im großen Bild ganz herzlich Herrn Sven Gabor Janski, einen Zukunftsforscher.
00:02:49: Herzlich willkommen Janski.
00:02:51: Ich freue mich dabei zu sein.
00:02:51: Hallo.
00:02:53: Janski, Zukunftsforschung, das klingt so verheißungsvoll und das ist etwas, was wir in unserer Kapitalwelt gut gebrauchen können.
00:03:00: Wir betreiben auch Zukunftsforschung auf andere Art und Weise.
00:03:04: Wir arbeiten mit Zahlen, Daten, Fakten.
00:03:06: Wenn ich mir vorstelle, was Sie jeden Tag beruflich machen, dann ist es sicherlich nicht so, dass Sie beispielsweise früh morgens ein Flugskompensator in ein Delorean einbauen.
00:03:15: Das machen Erfinder.
00:03:17: Aber vielleicht kommt von Ihnen irgendwann die Idee.
00:03:19: Was ist denn Zukunftsforschung überhaupt?
00:03:21: Wie können wir uns das vorstellen?
00:03:22: Wie können wir das einordnen in all die Wissenschaften, die die Finanzwirtschaft begleiten, flankieren und bereichern?
00:03:30: Ja, also tatsächlich bei Zukunftsforschung denken ja die meisten an sich Kristallkugel oder Kaffeesatz oder so etwas.
00:03:39: mag es möglicherweise auch geben.
00:03:40: Zukunftsforschung ist kein geschützter Begriff, aber bei mir, bei uns ist es so, dass ich das To Be Ahead-Institut leite.
00:03:48: Das ist Europas größtes Zukunftsforschungsinstitut.
00:03:50: Das bedeutet, bei uns arbeiten Doktorinnen und Doktorinnen der Zukunftsforschung.
00:03:54: Also das kann man studieren.
00:03:55: Da gibt es Studiengänge für, das kann man in Singapur studieren, in den USA, in Europa, in Kopenhagen, in Berlin und so weiter.
00:04:02: Und wenn man das studiert hat und vielleicht sogar promoviert hat.
00:04:05: dann hat man verstanden diese wissenschaftliche Methode.
00:04:08: Die wissenschaftliche Methode, ich erkläre sie ganz kurz und ich versuche es sehr einfach zu beschreiben, ist eine Methode aus der qualitativen Sozialforschung.
00:04:18: Bedeutet man redet, man macht tiefe Interviews, man redet mit Menschen, die mit ihren heutigen Entscheidungen mehr über Zukunft bestimmen als andere Menschen.
00:04:28: Das sind Typischerweise, wenn wir so über die Entwicklung von Technologien und Ökonomien und so weiter reden.
00:04:36: und Geschäftsmodellen natürlich sind das typischerweise so die Strategie Chefs und Chefinnen und Innovationstechnologie Chefs und Chefinnen von großen marktreibenden internationalen natürlich marktreibenden Unternehmen also die Strategie Leute bei was weiß ich bei den Microsofts bei den Googles und so weiter je nachdem in welcher Branche man so ist plus natürlich diejenigen die die Regulatorik darum bestimmen also Abteilungsleiter bei der EU Kommission und so weiter und so vor.
00:05:03: und wenn man mit denen zwei stündige tiefen Interview macht und die fragt, was tust du da gerade?
00:05:08: Was hast du gerade entschieden?
00:05:09: Warum hast du das entschieden?
00:05:10: Wie viel Geld steckst du da rein?
00:05:11: Wie viele Ressourcen?
00:05:13: Was erwartest du, was in... zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn Jahren da herauskommt.
00:05:18: Und was wiederum, glaubst du, was das für Auswirkungen auf das Geschäftsmodell und die Branche und so weiter hat?
00:05:25: Dann bekommt man wissenschaftlich gesehen, nach wissenschaftlicher Methodik gesehen, die wahrscheinlichste, das wahrscheinlichste große Bild sozusagen.
00:05:33: Das wahrscheinlichste Zukunftsbild, nennen wir das.
00:05:36: Das hat nichts mit... mit Garantie zu tun.
00:05:39: Wir sind keine Wahrsager.
00:05:41: Man hat auch keine hundertprozentige Wahrheit in der Zukunft, aber die höchstmögliche Wahrscheinlichkeit.
00:05:47: Die bekommt man auf diese wissenschaftliche Art und Weise heraus.
00:05:50: dürfen ihre Interviewpartner denn alles erzählen.
00:05:53: Also das sind ja hoch komplexe und wahrscheinlich auch hochgeheimnisvolle Forschungsprojekte.
00:06:00: Darüber darf man ja normalerweise nicht sprechen.
00:06:02: Schaffen Sie da einen bestimmten Raum?
00:06:04: oder ist das sozusagen das Wissen aus den Jahresberichten der einzelnen Unternehmen?
00:06:11: Nein, also es geht tatsächlich, also erstens, es geht nicht um die Vergangenheit.
00:06:17: Wir fragen die keine Dinge aus der Vergangenheit.
00:06:20: Wir fragen sie nur über die Zukunft.
00:06:21: Und interessanterweise ist es so, dass wenn man so die nahe Zukunft, so Fragen über die nahe Zukunft die nächsten ein, zwei Jahre stellt, dann gibt es wenig detaillierte Antworten.
00:06:34: Warum?
00:06:34: Weil die nächsten ein, zwei Jahre sind, sind... Konkurrenzrelevanz sozusagen, da gibt es wenig Antwort.
00:06:42: Machen wir Zukunftsforscher aber auch nicht.
00:06:43: Unser Horizont sind die nächsten fünf bis zehn Jahre.
00:06:46: Also die nächsten zwei Jahre interessieren uns eigentlich gar nicht so richtig.
00:06:49: Und interessanterweise, wenn man Fragen stellt über die nächsten fünf bis zehn Jahre, dann gibt es in der Regel sehr, sehr... sehr, sehr, wirklich sehr, sehr offene, also sehr, sehr, sehr ehrliche Antworten.
00:07:00: Warum?
00:07:01: Weil die, also erstens ist es nicht so konkurrenzrelevant, ja.
00:07:05: Und zweitens ist es so, dass die, dass die Menschen, die wir befragen, ja selber nicht so genau wissen, was in zehn Jahren nun wirklich passieren wird.
00:07:14: Sie können nur das sagen, was sie glauben, was, was ihre Meinung ist.
00:07:18: Und sie bekommen von uns innerhalb dieser Methodik sozusagen die Meinung der anderen wichtigen Vertreter.
00:07:25: in ihrer Branche und um die Branche herum und so weiter.
00:07:27: Das heißt, die können sich miteinander abgleichen.
00:07:30: Und deshalb sind sie sehr, sehr, sehr offen auf diese langfristigen Fragen.
00:07:35: Eine Einschränkung muss ich machen.
00:07:37: Wir reden in aller Regel, wenn es um die ganz großen Unternehmen geht, nicht mit den Präsidenten oder CEOs.
00:07:45: Warum?
00:07:46: Weil wenn die irgendwie bürsennotiert sind oder ähnlich dann... dann reden die einfach nicht ehrlich.
00:07:53: Wir reden dann mit der Ebene, die wirklich die Entscheidung trifft.
00:07:57: Deshalb habe ich vorhin gesagt, die Strategiechefs, das ist meistens so zweite oder dritte Ebene, je nachdem, wie groß das Unternehmen ist, die wirklich die Entscheidung treffen, die wirklich in ihrer täglichen Arbeit auch damit beschäftigt sind und die auch offen reden können, weil das eben jetzt nicht bürsenrelevant ist oder zu irgendwelchen Ad hoc-Mitteilungen führen muss.
00:08:20: Und dann habe ich verstanden, dass das irgendwie auch mit einer statistischen Methode verbunden ist, denn sie sammeln diese Zukunftströme und dann werten sie aus und sehen so eine Akkumulation bestimmter Trends.
00:08:34: Genau, wobei die die Methode tatsächlich eine qualitative Methode ist, also keine quantitative, keine statistische Methode.
00:08:42: Die Wahrscheinlichkeit, die dann am Ende herauskommt, die Wahrscheinlichkeit, die wir am Ende beschreiben, die kommt nicht aus einer aus einer Berechnung heraus, also aus einer mathematischen Berechnung heraus, sondern die kommt aus den aus den Köpfen dieser dieser Menschen, die wir befragen.
00:08:57: Also stellen Sie sich vor, wir haben jetzt eine bestimmte Branche, so als, sagen wir mal, wir wollen über weil jeder gerade über KI redet, wir wollen die Zukunft von KI analysieren.
00:09:08: Und dann reden wir, dann werden wir als erstes uns Fragen an eine Analyse machen, wer sind eigentlich die zwanzig, fünfundzwanzig wichtigsten, entscheidendsten Akteure in der Welt, die zur Zukunft der KI sozusagen beitragen?
00:09:25: Und da kommt man natürlich auf die, also da kommt man auf die Energie, also der erste Lage ist Energie.
00:09:32: genug Energie geben, dann redet man eben mit den großen Playern im Energiebereich, dann kommt man auf die zweite Lage auf die Infrastruktur, also die Rechenzentren und so weiter, Quantencomputer spielen da eine Rolle in ein paar Jahren, welche Auswirkungen werden die haben, dann kommt man auf die Ebene der Chips, also die üblichen, die Nvidias und die Chinesen inzwischen auch, dann kommt man auf die Ebene der Large Language Models, also der Open AIS und wie sie alle heißen.
00:09:59: und dann ganz oben hat man die Ebene der der Applikation ist, also der Anwendungen sozusagen.
00:10:06: Und auf jeder dieser Ebenen zieht man sich die wichtigsten, die trendtreibenden Akteure raus, dann muss man bestimmen, okay, was sind denn eigentlich die Unternehmen, die da die wichtigste Rolle spielen, innerhalb der Unternehmen, was sind die Strategiechefs?
00:10:19: und so weiter.
00:10:20: Und dann hat man so zwanzig, fünfundzwanzig, mit denen man diese tiefen Interviews führt.
00:10:23: Und diese tiefen Interviews führt man nicht nur einmal, nicht nur ein einziges Mal, sondern zweimal.
00:10:29: Warum?
00:10:30: Beim ersten Mal sammelt man die, sozusagen die Prognose.
00:10:34: Da hat man noch keine Wahrscheinlichkeit.
00:10:35: Da hat man nur zwanzig, fünfundzwanzig Prognosen nebeneinander liegen.
00:10:40: Beim zweiten Mal konfrontiert man die gleichen Personen mit den Prognosen der anderen neunzehnten, sagen wir mal.
00:10:48: Und fragt sie, was davon haltet ihr für wahrscheinlich, was dafür haltet ihr für weniger wahrscheinlich?
00:10:52: Die dürfen dann auch ihre eigene Prognose noch mal verändern nach dem Motto, ah, wenn der das und das macht, dann mach ich doch das und das, ja?
00:10:59: Und auf diese Weise hat man nach der zweiten Befragungsrunde eine Wahrscheinlichkeit.
00:11:04: Wie gesagt, keine mathematisch gemessene Wahrscheinlichkeit.
00:11:07: Das ist jetzt ganz schwierig auszudrücken in drei und achtzig Prozent oder so.
00:11:12: Das geht nicht.
00:11:12: Das ist auch eher eher unredlich, finden das so wissenschaftliche Zukunftsforscher, wenn man so Zukunft in Prozenten ausdrückt, weil sie einfach nicht messbar ist.
00:11:22: Aber aber es ist dennoch eine Wahrscheinlichkeit drin, und zwar die aus den Köpfen kommt nicht aus.
00:11:27: Nicht aus meinem Kopf, das habe ich mir dann nicht ausgedacht, sondern meine Kollegen, sondern aus den Köpfen der Menschen, die wirklich mit ihrem heutigen Entscheidungen mehr als alle anderen bestimmen, in welche Richtung diese Zukunft geht.
00:11:37: Dichter, dichter kommt man, also wahrscheinlicher kommt man an Zukunft nicht heran, wissenschaftlich gesehen.
00:11:42: Das heißt, die Mitarbeiter in ihrem Institut führen diese Interviews sozusagen und tragen, die müssen das ja auch technisch verstehen.
00:11:51: Das heißt, da haben Sie wahrscheinlich auch verschiedene Disziplinen, die in der Lage sind, das zu verstehen, was da in Zukunft überhaupt entwickelt und angedacht wird.
00:11:58: Ja, tatsächlich, also wir machen jede Woche, Woche etwa zehn bis zwanzig solcher Interviews.
00:12:04: Das sind also im Jahr mal mindestens fünfhundert und es gibt seit vierundzwanzig Jahren, also ziemlich viele Interviews, die wir natürlich auch in unserer Datenbank haben.
00:12:15: Wenn ich es richtig überschaue, die Welt der Zukunftsforschung, dann ist das die größte, also international gesehen die größte Zukunftsforschungsdatenbank, die es so gibt.
00:12:23: Inzwischen haben wir selber eine KI da drauf, natürlich, damit man die gut bedienen kann.
00:12:27: Und ja, diese zwei stündigen Interviews werden geführt von meinen Kollegen und Kolleginnen.
00:12:36: Und in aller Regel... ist es so, dass wir, dass die Kollegen da keine Verständnisprobleme haben.
00:12:44: Warum?
00:12:44: Einerseits, weil sie sich einarbeiten natürlich in die Branche.
00:12:47: Da gibt es natürlich schon so einige Spezialisten, sag ich mal.
00:12:51: Aber das Wichtige an Zukunftsforschung ist, dass wir keine, wie soll ich sagen, keine Fachspezialisten, also keine, ich hätte ja fast gesagt, Entschuldigung, Fachidioten sind sozusagen.
00:13:00: Also wir sind nicht spezialisiert auf eine bestimmte Technologie oder eine bestimmte Branche, sondern das, was Zukunftsforschung wirklich einbringen muss.
00:13:09: Und über das, was in den Branchen bekannt ist, einbringen muss, ist die Perspektive der anderen Branchen.
00:13:15: Das heißt, wir müssen immer wissen, Mensch, es hat, also ich bleibe einmal bei KI, auf die Entwicklung von KI hat wahrscheinlich den entscheidendsten Einfluss die Verfügbarkeit von Energie.
00:13:30: Das ist jetzt, wenn man darüber nachdenkt, ist das logisch, natürlich.
00:13:33: Aber nicht jeder, der irgendwie Prognose über KI macht, denkt als erstes an Energie.
00:13:38: Das heißt, unser Wissen sozusagen, was wir einbringen, sind die Kontakte zu den Strategiechefs in der Energiebranche.
00:13:46: Und dann kommen die zu den Krankencomputerleuten und dann kommen die zu den Chipleuten und so weiter.
00:13:50: Und auf diese Weise erstellen wir etwas, das nennen wir die Future Forces Map.
00:13:56: Sorry für diesen wissenschaftlichen Begriff, aber die Future Forces Map, das beschreibt im Prinzip, was sind die Akteure, wer sind die Akteure, die von außen auf die auf eine einzelne Branche den größten, die größten Triebkräfte auswirken oder einwirken auf die auf die Branche.
00:14:13: Das ist die Future Forces Map und da gibt es eben eine Methodik, wie man die wie man die analysiert, wie man wie man dazu kommt.
00:14:19: Insofern kann man, ja, einige von uns sind spezialisiert auf bestimmte Branchen, aber im Prinzip sind wir Generalisten und das ist gut so, weil die Branchen-Experten, die gibt es in der Branche zu Hauf, aber diejenigen, die wirklich diese Future Forces Map im Kopf haben oder eine Methodik, wie man die arbeitet, die gibt es, da gibt es ganz wenige.
00:14:40: Jetzt muss ich direkt für unsere Hörer fragen, gibt es denn Zugang zu dieser Future Forces Map?
00:14:44: Gibt es dazu eine Studie, eine Publikation?
00:14:48: Ihres Instituts.
00:14:50: Also die future forces map das ist erstmal eine Methode.
00:14:52: also sich vorstellen für jedes für jedes Unternehmen oder für jede branche.
00:14:57: Sieht die future forces map anders aus weil die future forces map beschreibt die zwanzig fünf und zwanzig entscheidenden Akteure die die entscheidenden Triebkräfte sozusagen bilden auf dieser branche auf dieser branche also unterschiedlich.
00:15:10: es gibt Methode es gibt auch text zu dieser zu dieser Methode natürlich wie die angewendet wird und aber aber sie müssen das quasi für jede branche.
00:15:19: jedes Unternehmen oder wer auch immer ein echtes wissenschaftliches Zukunftsbild haben will, müssen sie diese Future Forces mit individuell erstellen.
00:15:27: Und dann werden diese Leute natürlich befragt.
00:15:32: und wie gesagt, ich habe schon gesagt, also da gibt es natürlich eine Datenbank, da gibt es auch für unsere Kunden, gibt es natürlich Zugang zu dieser Datenbank, wo man dann nicht jedes Interview selber führen muss, sondern die Interviews, also viele davon, meistens schon von uns geführt sind, dann macht es ein bisschen einfacher, zu seinem eigenen Zukunftsbild zu kommen.
00:15:53: Im Arbeitsschritt haben wir aus den Interviews und dieser Methodik einen Blick auf verschiedene Geschäftsmodelle geschaffen.
00:16:02: Jetzt kommt der Use Case der Zukunftsforschung.
00:16:06: Jetzt können Sie mit diesen Erkenntnissen Entwicklungsphase für Unternehmen entwickeln, die sich zukunftsfähig aufstellen wollen.
00:16:17: Also das, was wir bisher beschrieben haben, ist, dass wir ein Zukunftsbild einer Branche haben.
00:16:23: Also wie sieht eine bestimmte Branche in, sagen wir mal, fünf Jahren aus?
00:16:28: Welche Technologien werden da benutzt?
00:16:29: Wie haben sich die Wertschöpfungsketten verändert?
00:16:31: Wie haben sich die Geschäftsmodelle, die Produkte, die Kundensegmenten verändert?
00:16:34: Das kann man alles sehr, sehr gut beschreiben.
00:16:35: Also wie sieht die Branche in fünf Jahren aus?
00:16:38: Und jetzt gibt es zwei Anwendungsfälle, die wir in unserem Institut machen.
00:16:44: Der erste Anwendungsfall ist, jetzt kann man aus diesem Zukunft Bild der eigenen Branche heraus, sich selbst als Unternehmen eine Zukunftsstrategie entwickeln.
00:16:53: Man kann also sagen, okay, wenn in fünf Jahren meine Branche so und so und so aussieht, wie muss ich dann als Unternehmen aussehen?
00:16:59: Welche Kundensegmenten bediene ich?
00:17:00: Welche Rolle in der Wertschöpfungskette?
00:17:02: Welche Technologien und so weiter und so fort?
00:17:04: Also wie sieht meine Idealpositionierung in fünf Jahren aus?
00:17:08: Und dann, wenn ich das weiß, ist natürlich die Frage, wie komme ich von heute dahin?
00:17:12: Und dafür gibt es wiederum Methodik, die aus meiner Sicht viel zu wenige Unternehmen tatsächlich zumindest mal im europäischen Raum kennen, die sogenannte Backcasting Methode, weil vielleicht kann ich das kurz erklären.
00:17:28: Also Zukunftsstrategien machen ja viele, das ist ja jetzt nichts Verrücktes, das machen ja zumindest mal die großen Unternehmen, die... Plan voll und nicht zufällig irgendwie entsichert wickeln wollen, sondern sozusagen ihre Wachstum vom Zufall befreien wollen.
00:17:46: Die machen sicher Zukunftsstrategie.
00:17:47: Aber jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, so eine Zukunftsstrategie zu machen.
00:17:51: Die erste Möglichkeit ist, ich mache eine Analyse der Gegenwart.
00:17:55: Ich frage mich also, wie sieht heute meine Unternehmen aus?
00:17:57: Wie sieht heute die Branche aus?
00:17:59: Wo bin ich gut?
00:17:59: Wo bin ich schlecht?
00:18:00: Benchmarking, Spotanalyse, dieses ganze Zeug, was man da so kennt.
00:18:04: Und wenn man das macht, wenn man also als im ersten Schritt seine heutigen Stärken und Schwächen analysiert, was ist dann automatisch der zweite Schritt, den man macht?
00:18:12: Man arbeitet ein bisschen an seinen heutigen Stärken und Schwächen.
00:18:15: Man optimiert so ein bisschen seine heutigen Stärken und Schwächen.
00:18:17: Das ist das, was die meisten machen.
00:18:19: Damit kommt man aber nicht auf eine, wie soll ich sagen, damit kommt man nicht auf disruptive Technologien, damit hält man in aller Regel heute inzwischen nicht mehr von der Geschwindigkeit her, nicht mehr Schritt mit dem, was da aus dem Silicon Valley kommt, was die Chinesen machen und so weiter.
00:18:35: Deshalb nutzen wir Zukunftsforscher... von Anfang an, also wir haben nie das mit dieser Wortanalyse gemacht, wir nutzen von Anfang an eine andere Methode, das heißt die Backcasting Methode, geht im Wesentlichen so, man hat als erstes das Zukunftsbild der Branche, dann hat man das Zukunftsbild des eigenen Unternehmens, die Idealpositionierung in fünf Jahren und dann fragt man sich nicht, was mache ich jetzt im nächsten halben Jahr und dann und so weiter, sondern man fragt sich als erstes, was war der letzte Schritt, den ich gemacht haben werde?
00:19:07: Bevor ich in fünf jahren bei diesem zukunftsbild angekommen bin?
00:19:10: also was hab ich im jahr vier ein halb bis fünf gemacht und dann im jahr vier bis vier ein halb und dann und so weiter und so.
00:19:14: also mein rechte zurück habe ich mir nicht ausgedacht, kann man studieren an Universitäten rund um den Globus sozusagen, aber wir Deutschen sind halt sehr, sehr festgenagelt bisher auf diese andere Methode, auf diese Gegenwatts- und Zwot-Analöse und Stärke, Schwäche und dann ein bisschen optimieren.
00:19:31: Ich empfehle sehr diese, also wir machen ausschließlich diese Backcasting-Methode und die Strategien, die daraus entstehen, sind auch deutlich, deutlich, deutlich zukunftssicherer.
00:19:42: Also die beziehen neue Technologien mit neuen Geschäftsmodellen verändern.
00:19:46: in den Kundensegmenten und so weiter.
00:19:48: Das ist das eine, was man mit diesen Zukunftsbildern machen kann, also sich eine fünfjahres Strategie als Unternehmen erarbeiten, das machen wir auch für die Unternehmen, dann sind wir sozusagen Zukunftsstrategie-Konsultants ja hochspezialisiert auf das Thema Zukunft.
00:20:04: Und auf der anderen Seite investieren wir auf Basis dieser dieser Zukunftsbilder.
00:20:09: Wir haben selbst im Institut drei Investment-Fonds, die wir selber managen, die sich hochspezialisiert haben auf DeepTech, also Technologie-Investments weltweit.
00:20:25: Wo wir natürlich unseren Kunden die Möglichkeit geben, da eben in diese Fonds hinein zu investieren.
00:20:28: und wir investieren dann in die Die von uns analysierten Zukunftstechnologien wir finden in unseren Studien findet man meist schon die Teams, Technologieteams an Universitäten rund um die Welt heraus, die führend sind in diesen Technologien.
00:20:44: Und wir haben dann einen gewissen, wie soll ich sagen, gewissen Informationsvorteil, weil wir die eben schon kennen, solange die noch an der Uni sind.
00:20:51: Und wenn die dann zwei Jahre später sich ausgründen und einen Startup gründen, dann können wir als Erstinvestoren dabei sein.
00:20:56: Das ist so unser Sweetspot, der hat sehr oft inzwischen sehr gut funktioniert.
00:21:00: Aber wo rein investieren Sie dann letzten Endes in, also Sie investieren nicht in Ihre Kundenunternehmen, sondern in Unternehmen, die Sie identifizieren als Zukunftstreiber?
00:21:10: Sind die Börsen notiert, sind die nicht listed?
00:21:14: Ja, also ich gebe Ihnen, ich mache es einem ganz konkreten Beispiel, dann kann man es am besten verstehen.
00:21:21: Ich habe vorhin ganz kurz darüber geredet, dass Quantencomputern eine große Rolle spielen in der Zukunft, weil sie nicht nur in der IT-Welt sozusagen Auswirkungen haben, sondern Auswirkungen haben werden so als Basistechnologie, Grundlagentechnologie für nahezu alle Branchen.
00:21:38: Wir haben im Jahr zwei Tausend sechzehn zum ersten Mal eine Studie gemacht, eine große Studie zum Thema, welche Auswirkungen werden Quantencomputer in den verschiedenen Branchen haben.
00:21:47: haben damals Interviews gemacht mit dieser, also mit unserer Future Forces Map, also den Akteuren da drin, mit den Microsofts, mit den Googles, mit den D-Baves, mit den IBMs und so weiter.
00:22:01: Und dann hatten wir eine tolle Studie, die gesagt hat, bis zum Jahr bis zum Jahr bis zum Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr.
00:22:18: Da wurde beschrieben ein Technologie-Team aus der University of Sussex, also in Süden England, in Brighton, University of Sussex.
00:22:29: Warum?
00:22:29: Weil die haben eine Quanten-Computer-Technologie gehabt, die anders ist als die bei IBM und Google, über die alle Welt geschrieben hat.
00:22:42: Bei den IBMs und Googles, da musst du den Quantencomputer quasi einfrieren.
00:22:45: Also der muss runtergekühlt werden auf Null, Komma Null, Eins, Vier, Kelvin, fast der Kältepunkt, damit das überhaupt funktioniert.
00:22:52: Und diese Forscher aus Sasex, den Wissenschaftler-Team, waren weder ein Unternehmen noch ein Start-up, gar nichts.
00:22:57: Einfach ein Wissenschaftler-Team aus der Uni.
00:22:59: Die haben damals gesagt, wir haben hier eine Technologie und wir haben auch Patente drauf, wo wir das in Raumtemperatur machen können.
00:23:07: Das fand ich jetzt interessant, weil, wenn das Ergebnis dasselbe ist, aber die einen müssen runterkühlen und die anderen machen sie in Raumtemperatur, dann haben die mit der Raumtemperatur entschieden eine Wirtschaftlichkeitsvorteile logischerweise.
00:23:18: Deshalb habe ich den Kontakt gehalten zu diesem Team.
00:23:20: Und drei Jahre später, im Jahr zwei tausend neunzehn, waren die soweit und haben aus der Universität einen Startup gegründet, ausgegründet und kannten sich noch nicht sehr gut aus in der in der Investorenwelt und so weiter.
00:23:34: Aber wir kannten uns schon, wir hatten schon kleine Projekte miteinander gemacht, Konferenzen und so weiter.
00:23:40: Und deshalb konnte ich, hatte ich die Chance mit unseren Forms natürlich, erst Investor zu sein in dieses Startup, noch zu einem sehr, sehr kleinen Bewertung, also ganz, ganz, ganz, ganz am Anfang.
00:23:52: Inzwischen haben die sich, also da war von Börse ist noch lange nicht die Rede, da sind wir bei der Startup-Grunde.
00:23:58: Inzwischen sind fünf Jahre vergangen.
00:24:01: Sechs Jahre inzwischen vergangen, jetzt machen die gerade wieder eine Finanzierungsrunde.
00:24:05: Und diese Finanzierungsrunde ist zu einer Bewertung, die einhundertmal höher ist als damals vor fünf Jahren, also hundertfach.
00:24:16: Das ist das, was... bei diesen DeepTech, bei diesen wirklichen Grundlagentechnologien, passieren kann, wenn, keine Garantien natürlich, wir reden über die Start-up-Welt, ja, aber passieren kann in der ersten und in der zweiten Phase einer Start-up-Grundung, also Pre-Seat zu Seat und Seat zu A-Runde sozusagen, ja.
00:24:36: kann passieren, dass man jeweils eine Verzehnfragung hat.
00:24:40: Und wenn man es richtig macht, dann kommt da was raus.
00:24:43: Das heißt also auf ihre Frage hin, die sind noch lange nicht an der Börse.
00:24:48: Das wird wahrscheinlich auch noch drei, vier, vielleicht sogar fünf Jahre dauern, bis die an die Börse gehen, je nachdem, wie schnell diese Technologie-Welt sich entwickelt.
00:24:58: Aber die Bewertungen sozusagen sind in den frühen Phasen von Technologieunternehmen viel, viel höher als die Bewertungsanstiege, viel, viel höher als ich es dann hinten an der Börse habe.
00:25:12: Geht aber, muss man dazu sagen, geht natürlich nicht bei jeder Technologie, geht nur bei diesen Grundlagentechnologien.
00:25:18: Also ich sage mal so, was wir in unseren Fonds haben.
00:25:21: Wir haben Kernfusionen da drin.
00:25:24: Lasergestützte, ja, Laserschießen, Atome aufeinander, die verschmelzen und es entsteht Energie.
00:25:29: Wir haben, ja klar, diese Quantencomputer, wir haben Cryopreservation, also das Einfrieren von Organen, von menschlichen Organen und wieder auftauchen und dann funktionieren die, funktionieren die weiter.
00:25:41: Wir haben Genetik, nicht die Frankenstein-Genetik, sondern die Weiße, die gute Genetik sozusagen, ganz viel.
00:25:46: Wir haben natürlich ganz viel KI und so weiter.
00:25:50: Das sind so die Technologien, gibt noch zwei, drei mehr.
00:25:53: Das sind aber im Wesentlichen so die Technologien, wo wir vor ein paar Jahren analysiert haben.
00:25:58: Mensch, das wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren in die Welt kommen.
00:26:04: Und wenn wir ganz am Anfang dabei sind, dann haben wir für unsere Investoren die höchsten Gewinne dabei.
00:26:10: Spannend.
00:26:10: Und das ist ja auch das Schwerpunkt Thema der zweiten Folge, die wir gemeinsam aufnehmen.
00:26:15: Aber was es bringt sozusagen die Idee eines Geschäftsinterests zu haben, aber auch den Zugang, aber auch das Vertrauen, denn ich meine, die werden ja nicht jedem einen Anteil anbieten, sondern die haben das gemacht, weil sie sie kennen und weil sie das schätzen.
00:26:30: Das ist ja dann schon eine Nische.
00:26:31: ... die richtig spannend wird.
00:26:35: Ja, genau so ist es.
00:26:35: Also, das ist einerseits... Also, mein Bestreben... Schauen Sie, ich bin eigentlich Wissenschaftler.
00:26:43: Also, was heißt eigentlich?
00:26:44: Ich bin Wissenschaftler.
00:26:45: Inzwischen zum Unternehmer geworden, inzwischen würde ich sagen, sagen wir mal, ... ... ninety-fünf Prozent meines Tagesablaufs ... ... ist Unternehmertum und nur fünf Prozent die Wissenschaft.
00:26:55: Dafür habe ich dann meine Kollegen, die eben die Wissenschaft machen.
00:26:58: Aber im Grunde meines Herzens bin ich Wissenschaftler.
00:27:00: Und was ich mir, als ich das gestartet habe, dieses Zukunftsforschungsinstitut vor vierundzwanzig Jahren, was schon immer mein Credo war, ich wollte diese Methodik von wissenschaftlicher Zukunftsforschung, die ich persönlich für eine sehr, sehr wertvolle Methodik halte, die ich mir nicht ausgedacht habe, sondern die man eben an Universitäten studieren kann, aber auf die ich gestoßen bin und die ich für so wertvoll halte, dass sie möglichst breit, dass mein Ziel ist, sie möglichst breit in die Welt zu bringen.
00:27:34: Ich sage mal so, die Konzerne, also die großen Unternehmen dieser Welt, die große Strategieabteilung haben, die vielleicht sogar eigene Zukunftsforschungsabteilung haben, die wenden diese Methode sowieso an, die wenden die die ganze Zeit schon an.
00:27:45: Dadurch wachsen die in der Regel ein bisschen, auch nicht jeder Konzern natürlich, aber schon in der Regel ganz gut und ganz planvoll.
00:27:54: Aber was wir gemacht haben, meine Kollegen und ich, In den letzten Jahren ist, dass wir versucht haben, diese Methodik so herunterzubrechen, dass sie anwendbar ist.
00:28:06: Auf der einen Seite natürlich für deutsche europäische mittelständische Unternehmen und eben auf der anderen Seite für unsere Formwelt.
00:28:16: Und das hat gewisse Voraussetzungen.
00:28:19: Das hat die Voraussetzung, dass du wissenschaftlich saubere Arbeit machst in deinen Studien.
00:28:24: Das hat die Voraussetzung, dass die Interviews, die du da machst in diesen Studien.
00:28:29: Dass das nicht nur Interviews sind und du dann die Leute vergisst, sondern dann musst du auch Netzwerbpflege betreiben natürlich.
00:28:35: Beispiel diese Quantencomputer.
00:28:38: Also Quantenphysiker da aus der University of Sussex, dann musst du die mal einladen auf deine Kongresse, dann fliegst du mal hin und und so weiter und sofort.
00:28:47: Und dann sagst du Mensch, wenn ihr mal, also bringst du dir oft die Idee, wenn ihr mal ein Startup gründet, dann ruft doch bei mir an.
00:28:55: Ich kann auch ein paar andere Investoren, ich bring vielleicht noch zwei, drei mit.
00:28:59: Wir können auch mal schauen, ob wir euch versuchen können in den Förderprogrammen hier in Deutschland.
00:29:05: Gibt es also Quantencomputerförderprogrammen?
00:29:07: zu platzieren, was dann auch sehr gut gelungen ist.
00:29:09: Also dann musst du denen halt einen Mehrwert bieten über die Zukunftsforschung hinaus, aber die Zukunftsforschung ist wirklich die Basis.
00:29:18: Und dann kommt eben so Netzwerk und Unternehmertum und dann eben auch, dass man eben Fonds hat, die einen ein ordentliches Volumen haben, dass das sich dann eben auch lohnt.
00:29:32: Verstehe, wie gesagt, das beleuchtet man noch später.
00:29:35: Wenn Sie diese Zukunftsforschung schon so lange machen, dann haben Sie wahrscheinlich mal Felder gehabt, in denen Sie Gold richtig gelegen haben und vielen anderen voraus waren.
00:29:43: Vielleicht gab es aber auch Felder, die durch Ihre Methodik völlig falsch prognostiziert worden sind.
00:29:48: Können Sie da gute wie schlechte Beispiele nennen?
00:29:52: Also, interessante Weise... Ja, kann ich machen, ja.
00:29:57: Also sagen wir mal so.
00:29:58: Ich, also Quantencomputer habe ich jetzt schon gesagt, ich gehe mal auf das Thema KI.
00:30:02: Wir haben, das ist ein gutes Beispiel, ja, wir haben im Jahr zwei Tausend und achtzehn, muss das gewesen sein, zwei Tausend und achtzehn eine Studie gemacht.
00:30:11: Da ging es eigentlich gar nicht um KI, sondern da ging es um die Frage, da hat uns ein Unternehmen gefragt, die sind so im Callcenter Bereich, also so Kundendialog.
00:30:20: Wie sieht zwei Tausend und zwanzig der Kundendialog aus?
00:30:22: Also wie werden Unternehmen mit ihren Kunden reden?
00:30:25: Und damals, haben meine Kollegen in diese Studie hineingeschrieben, nachdem sie all diese Interviews gemacht haben, weingeschrieben, dass es im Jahr ist, ein Wechsel geben wird von sogenannten KI-Tools auf AI Agents, auf Teams von AI Agents.
00:30:41: Wir haben das damals die Bot-Economie genannt in dieser Studie.
00:30:45: Was ist dieses Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im Jahr ist es im Jahr, also, im.
00:31:05: Also jeder, der heute sagt KI entwickelt sich irgendwie viel schneller und ganz plötzlich und es stimmt alles nicht.
00:31:12: Das war alles wirklich sogar aufs Jahr bestimmt prognostizierbar.
00:31:17: Das ist also beispielsweise ein sehr gutes Beispiel.
00:31:21: Dann gibt es aber auch jetzt ein Beispiel, was nicht eingetreten ist.
00:31:27: Und zwar, ich erzähle auch, warum es nicht eingetreten ist.
00:31:30: Ich habe in meinem Buch über das Jahr, Moment, jetzt muss ich überlegen.
00:31:35: Wann habe ich das geschrieben?
00:31:36: Ich habe das wahrscheinlich vor zwölf Jahren, also zwölftausend dreizehn, wahrscheinlich habe ich das geschrieben.
00:31:41: Ein Buch über das Jahr zwölftausend fünfundzwanzig.
00:31:43: Kann man nachlesen, gibt es ein Buchhandel.
00:31:46: Und dort ist eine der... Ein Trend, der sich immer wieder weit durchzieht durch dieses Buch, ist, dass das Internet zu einer dreideh Welt geworden ist.
00:31:58: Also, dass man im Internet jetzt nicht so diese zweidimensionalen Webseiten hat, sondern quasi Räume, wo man durchlaufen kann und so weiter.
00:32:06: Und der Grund, warum wir das damals prognostiziert haben, ist, weil uns damals die... Die Hersteller von Displays, also Fernsehbildschirme und Handy und Computer und so weiter.
00:32:19: Die haben uns gesagt, der nächste große technologische Trend ist drei D ohne Brille.
00:32:23: Also ohne diese Schatterbrille, die man im Kino aufsitzen.
00:32:26: Und die haben uns das gezeigt und das sah wunderbar aus und alles schön nur noch teuer.
00:32:32: Und die haben dann gesagt, das nächste, was wir machen, wir machen das billige Massenmarkt und so.
00:32:36: Und mit dieser Information sind wir Zukunftsforscher.
00:32:38: dann zu den zu den.
00:32:40: Content-Herstellern gegangen, also den Filmemachern und den Websites-Hersteller und so weiter.
00:32:46: Und haben gefragt, wenn jetzt die Displays drei D werden, was macht ihr dann?
00:32:50: Und dann haben die gesagt, dann machen wir drei D-Filme und drei D-Internet und drei D, drei D und irgendwelche Avatare laufen dann dadurch und so weiter.
00:32:59: Das haben wir in unsere Studien geschrieben.
00:33:02: Was ist wirklich passiert?
00:33:04: Also offensichtlich haben wir dieses drei D-Internet heute noch nicht.
00:33:08: Warum nicht?
00:33:08: Was ist wirklich passiert?
00:33:10: Die Hersteller dieser Displays, die haben ihre Strategie verändert, ihre Strategie angepasst.
00:33:15: Die haben gesagt, ja, das ist zwar technologisch möglich, drei D ohne Brille, aber wir brauchen das noch gar nicht.
00:33:23: Das ist uns zu teuer, das jetzt irgendwie in den Massenmarkt zu bringen.
00:33:27: Es reicht uns, wenn wir die Fernseh-Displays erstmal breit machen flat screen, man erinnert sich.
00:33:34: Und dann haben wir einen neuen Abverkaufs-Seikel kreiert.
00:33:37: Und als der wieder runtergegangen ist, haben sie gesagt, jetzt schließt mal das Internet an.
00:33:41: Zwanzig Jahre nachdem das Internet erfunden wurde, wurde es dann eben auch in eine Fernseher angeschlossen als sogenannte Smart TVs.
00:33:48: Und dann gab es wieder einen Abverkaufs-TV.
00:33:50: Das heißt, einer dieser Akteure in dieser Akteurskette hat seine eigene Prognose verändert.
00:33:59: Also ist es quasi falsch abgebogen?
00:34:01: Genau, also aus Ihrer Sicht so richtig, wie auch immer man das, also falsch soll, jedenfalls anders abgebogen, als Sie es uns vorher gesagt hatten.
00:34:09: Und dadurch stimmt die Prognose nicht.
00:34:12: Also wenn man so, das muss man wissen, wenn man mit Zukunftsforschung, mit Wissenschaftler der Zukunftsforschung arbeitet, wenn einer der grundlegenden Akteure, die man befragt hat, seine Strategie irgendwie grundlegend verändert, dann muss man das Ganze noch mal machen, weil dann hat man sozusagen falsche Ergebnisse.
00:34:31: Deshalb ist Zukunftsforschung auch nicht so eine Einmalgeschichte.
00:34:35: Ich mache heute mal eine Studie und dann warte ich zehn Jahre und gucke, ob ich recht hatte, sondern Zukunftsforschung, wenn man sie als Unternehmen oder auch als Investor, wenn man sie richtig betreibt, ... ist ein permanenter Prozess.
00:34:49: Man muss das immer wieder überprüfen, ... ... so machen das auch unsere Kunden ... ... sind dann in solchen Programmen drin, ... ... wo wir sie über das ganze Jahr begleiten ... ... oder jedes Jahr begleiten ... ... und ich sehe immer darauf Hinweisen, ... ... Achtung, da ist jetzt eine Änderung ... ... und da musst du mal gucken ... ... und da musst du mal anpassen.
00:35:06: Wenn man zukommt zwar schon richtig benutzt, ... ... macht man es so.
00:35:10: Also um das nochmal vielleicht auch zu erklären, die Finanzierung ihres Instituts finanzieren ihre Kunden.
00:35:16: Das sind Unternehmen, die sich beraten lassen.
00:35:18: Unternehmend gibt es eben die Investment-Bereich.
00:35:24: der dann reguliert ist, darauf kommen wir noch zu sprechen.
00:35:26: Das ist sozusagen das Bild ihres Instituts.
00:35:31: Wenn wir mal die Rahmenbedingungen für Zukunftsforschung beleuchten wollen, dann komme ich jetzt sozusagen aus meiner Finanzwelt und sehe da auch sekulare Trends.
00:35:40: Die sind aber eher geldpolitischer, geopolitischer oder klimatechnischer Natur und schreien aber auch alle nach Beantwortung und nach Lösung.
00:35:51: Und wir können mal abgleichen, wenn Sie mögen, wie weit diese Kräfte, die ich hier aus der Finanzwelt mitbringe, auf Ihre Zukunftsforschung wirkt oder ob Sie vielleicht überhaupt gar keinen Bezug zu Ihren Themen haben.
00:36:05: Ich würde mal anfangen mit dem Aufstieg des globalen Südens, also mit der Tatsache, dass Beispielsweise China deutlich mehr Entwickler, Forscher, Ingenieure hervorbringt als der Rest der westlichen Welt und dass wir in der westlichen Welt vielleicht lange versucht haben, gerade durch eine Exportpolitik der USA.
00:36:26: den Aufstieg der Chinesen technologisch ein bisschen einzubremsen und die Chinesen damit aber wahrscheinlich ihr Selbstständiger gemacht haben und ihre Autarkie sie jetzt sozusagen in ein eigenes Forschungsfeld, die unabhängig von westlicher Technologie ist, bringt.
00:36:44: Kann man sehen, dass sozusagen die Beforschung, wir sind bei Quant Computing und bei diesen ganzen technologischen Voraussetzungen wie Datenzentren funktionieren, dass es da sozusagen ein technologisches Auseinandertriften der westlichen und der Welt des globalen Südens gibt?
00:37:02: Ja.
00:37:03: Kann man ganz klar sehen.
00:37:05: und also erst mal die Frage, wie das in unsere Zukunftsforschung rein spielt, das spielt ganz klar rein.
00:37:12: Wir machen unsere Interviews.
00:37:13: Also die Frage ist ja, wer sind die Personen, das habe ich vorher erklärt, wer sind die Personen, die man interviewt?
00:37:17: Von wem kriegt man, wer sind die entscheidenden Personen, die die Weltlage sozusagen vorantreiben?
00:37:24: Die sind in aller Regel nicht in Deutschland und nicht in Europa, wenn wir solche Untersuchungen machen.
00:37:31: Die sind etwa fünfzig-fünfzig verteilt, im Augenblick tatsächlich Silicon Valley und auf der anderen Seite eben in der chinesischen Technologiewelt.
00:37:39: Und genau das, was Sie sagen, exakt, das kann man beobachten.
00:37:42: Das stimmt sehr gut.
00:37:45: Ich habe vor... Ein paar Monate, vier Monate habe ich mal eine Woche wieder mal in China verbracht, unter anderem einen der Vorstände von Huawei getroffen, den Vincent Peng heißt, der ist der Vorstand für die Global Supply Chain und dessen Aufgabe war in den letzten zwei Jahren, nachdem Huawei eben jetzt beispielsweise das Android-Betriebssystem nicht mehr benutzen durfte.
00:38:10: Also diese Blockade sozusagen von westlicher Seite war, war sein Job, die eine Lieferkette, die vorher US-Dollar pro Jahr aus dem Westen sozusagen war, zu Huawei hinein, diese US-Dollar nachzubauen in Asien.
00:38:28: Und was der gemacht hat, der sagt, ich habe zwei Jahre dafür gebraucht, aber wir haben es geschafft.
00:38:32: Wir haben erstens ein Betriebssystem geschaffen für unsere Handys.
00:38:36: Harmonie heißt das Ding.
00:38:37: Dann haben wir festgestellt, dieses Betriebssystem kann nicht nur Handys steuern, das kann auch Autos steuern, jetzt bauen die auch Autos.
00:38:44: Dann haben sie festgestellt, sie kriegen die Probleme mit den Nvidia Chips, dann bauen sie halt selber Chipfabriken.
00:38:50: Also der Grund, warum die Chinesen jetzt im Augenblick keine Nvidia Chips mehr kaufen.
00:38:54: ist bei Vincent Peng, weil das hat er in den letzten zwei Jahren gemacht.
00:38:57: Und wenn man mit solchen Leuten halt diese Interviews führt, dann kriegt man einen viel genaueren Blick auf das, was die Welt wirklich in fünf Jahren sein wird, vielleicht in zehn Jahren sein wird, als wenn man jetzt, wie soll ich sagen, mit deutschen Experten... Ich will jetzt überhaupt nichts gegen deutsche Experten sagen, aber man muss halt mit den Leuten reden, die mit ihren persönlichen Entscheidungen wirklich die Geschicke der Zukunft bestimmen und nicht mit denen, die an irgendwelchen deutschen Universitäten sitzen und irgendwie ein paar Bücher darüber gelesen haben.
00:39:33: Man kriegt viel, viel präzisere Antworten von denen.
00:39:36: Insofern erstens, also ein Riesenthema, Riesentrend.
00:39:42: Sie haben das genannt, die Entwicklung des globalen Südens.
00:39:47: Ob man jetzt China noch zum globalen Süden zählen will, das ist eine andere Frage, aber tatsächlich ein Riesenthema und spielt in unserer Zukunftsforschung eine Riesenrolle.
00:39:57: Man muss halt, wir Zukunftsforschung müssen dann, aber das gibt uns unsere Methode ohnehin vor, wir müssen dann mit den Menschen reden.
00:40:05: Wir reden dann eben nicht in Europa mit jemandem, sondern in Shanghai, Peking oder Shenzhen.
00:40:10: Und die Konsequenz aus dem, was Sie beschreiben, wäre tatsächlich, dass sich sozusagen auch die Industriestandards ein bisschen voneinander abspalten.
00:40:17: Das ist das, was wir sozusagen aus der Finanzwelt genau versuchen zu verstehen und zu beobachten.
00:40:22: Dort, wo die Absatzmärkte für China entstehen, Südostasien natürlich, aber auch Afrika, wo die chinesischen Unternehmen vielleicht einen gewissen Vorsprung haben, darin, ihre Smartphones, ihre Systeme, ihre Software zu etablieren.
00:40:38: Und der afrikanische Markt ist ja nicht abgeschlossen, da steht westlich Unternehmen ja auch zur Verfügung, wird man wahrscheinlich relativ schnell sehen, welcher Standard sich durchsetzt.
00:40:47: Und da wird sich wahrscheinlich auch zeigen, dass da wirklich vielleicht zwei unterschiedliche Mobilfunk Standards aufeinander treffen, wenn sie mal das Huawei System und westliche Systeme nehmen oder andere Dinge, die da irgendwie nicht ganz kompatibel sind, was ja bedeuten könnte.
00:41:05: dass sich die westliche Welt und der globale Süden technologisch so ein bisschen auseinanderentwickeln, da ja die großen Tech-Unternehmen im globalen Westen ja auch keinen richtigen Zugang zum globalen Süden haben oder nur eingeschränkt zum globalen Süden haben.
00:41:19: Ist das aus Ihrer Sicht vorstellbar?
00:41:22: Ja, das ist vorstellbar.
00:41:23: Also ich sage mal so, wenn es eine sehr klare Trennung zwischen West und Ost sozusagen in der Welt geben, wird oder würde in der zukünftig bleibt mal im konjunktiv ja dann dann dann dann spielt diese diese diese Trennung der also die technologische Trennung der infrastruktur und der grundlegenden Infrastruktur keine so große Rolle weil dann dann dann sind die amerikaner in ihrem westlichen in ihre westlichen Einfluss fähre die die marktprägenden sozusagen und die chinesen in der in der östlichen Einfluss und dann dann hat man eine klare Trennung und die beiden kommen sich nicht ins gehege.
00:41:57: aber sie haben völlig recht.
00:41:59: mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es gibt es etwas etwas dazwischen.
00:42:05: Ob das Afrika ist, wohin die Indien beispielsweise gehört, ob dahin oder dahin oder so eine dritte, dritten Part aufmacht, das wissen wir noch nicht, noch nicht hundertprozentig, ehrlich gesagt.
00:42:16: Aber genau dieser Zwischenraum, das ist eigentlich das Spannende.
00:42:20: Das ist wirklich das Spannende für Prognosen, also auch wirtschaftlich Technologie, Infrastrukturprognosen, weil dort eben die Entscheidung noch nicht getroffen ist und was wahrscheinlich so ein Mix entsteht.
00:42:36: Ich weiß nicht, der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch an die vergangenen Zeiten des Kalten Krieges.
00:42:42: Da gab es auch nicht nur Ost und West, sondern da gab es die sogenannten Nicht-Takt-Gebundenen oder wie auch immer man sie genannt hat.
00:42:50: Und das ist eigentlich der interessante Bereich vorausgesetzt, dass dieser Bereich sich wirklich wirtschaftlich entwickelt.
00:42:58: Wenn er sich wirtschaftlich nicht entwickelt.
00:43:01: stark näher zurückbleibt sozusagen, dann ist es halt nicht ganz so interessant aus Investorenperspektive, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit entwickelt der sich.
00:43:11: Insofern, ja, Sie haben recht, es wird ein, also aus heutiger Sicht, ohne dass ich jetzt Wahrheiten zu verkünden habe, weil wir immer nur Wahrscheinlichkeiten über Wahrscheinlichkeiten erheben.
00:43:21: Aber aus heutiger Sicht muss man davon ausgehen, dass die in den nächsten Jahren in dieser, wie soll ich sagen, in dieser Geopolitische Spaltung der Welt, ein Ost, ein West und ein mittlerer Bereich entsteht.
00:43:36: Und leider, sage ich jetzt mal in Anführungsstrichen, haben die Chinesen das viel eher offensichtlich erkannt als die Europäer, dass man diesen mittleren Bereich mit gezielter Industriepolitik, mit gezielter Exportpolitik, mit gezielter Infrastrukturpolitik so ein Stückchen auf seine Seite ziehen kann.
00:43:59: Und wir haben sie ein bisschen auch dazu gezwungen, das zu tun, durch diese Sanktionspolitik.
00:44:05: Sie haben die geopolitische Spaltung schon angesprochen.
00:44:08: Das ist sozusagen eine Ableitung daraus, dass rein militärisch neben den USA andere Mächte aufsteigen Ansprüche haben.
00:44:16: Wir sehen das mitten in Europa, wir sehen es im Nahen Osten, wir sehen es vor der Küste Taiwan.
00:44:20: Also das Thema Merüstung oder das Thema geopolitisches Kräftemessen und Machteinfluss.
00:44:28: bleibt leider präsent.
00:44:29: Das heißt, Rüstung wird auch ein Thema, das, wie wir es im Ukraine-Krieg gesehen haben, sehr stark von Zukunftsforschung geprägt wird und von veränderter Kriegsführung.
00:44:41: Natürlich ein Thema, das unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten sehr ambivalent gesehen werden kann, aber trotzdem ist es ja Realität.
00:44:48: Wie findet das denn bei Ihnen im Institut Berücksichtigung und kann man das, wenn man sich über die Kriegsführung der Zukunft unterhalten möchte, überhaupt zu einfach tun.
00:45:00: Ist das ein leicht zugängliches Feld für Sie?
00:45:05: Also erstens interessanterweise kommt die Zukunft zwischen diese wissenschaftliche Methode tatsächlich Also jetzt nicht direkt aus dem Militär, das wäre zu weit gesagt, aber sie kommt aus der Auseinandersetzung im Kalten Krieg zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion, wo genau diese Methodik zur Vorhersage entwickelt wurde.
00:45:30: Das heißt einige der der Hauptanwendungsgebiete waren im Ursprung tatsächlich so geopolitischen Ursprungs.
00:45:42: Insofern ist der Zugang oder die Verbindung sehr einfach.
00:45:47: Wir haben jetzt tatsächlich in den letzten dreißig, vierzig Jahren oder vielleicht sogar fünfzig Jahren, wo eben die geopolitischen Spannungen eher abgenommen haben.
00:45:59: In den letzten zwanzig Jahren, oder dreißig Jahren, wurden diese militärische Komponente eher durch eine Vonente ersetzt.
00:46:09: Da war eben das Streben der mächtigen Player in der Welt eher nach wirtschaftlicher Stärke.
00:46:18: Und jetzt, wo die großen Player in der Welt feststellen, dass die auf der amerikanischen Seite feststellen, dass diese Logik nach der wirtschaftlichen Stärke möglicherweise dazu führt, dass die Chinesen irgendwie viel stärker sind, kommt jetzt wieder die militärische Komponente rein.
00:46:36: Also was ich damit sagen will, der militärische Bereich entzieht sich der Zukunftsforschung tatsächlich überhaupt nicht.
00:46:44: Wir haben das die letzten.
00:46:45: Also seit vierundzwanzig Jahren gibt es mein Institut, wir haben das noch nie noch nie wirkliche militärische Studien gemacht, weil es eben in den letzten vierundzwanzig Jahren jetzt nicht wichtig war, nicht angesagt war.
00:46:58: Aber ja, Zukunftsforschung wird auch von Ländern, von Staaten gemacht.
00:47:04: Wir selbst als Institut arbeiten jetzt eher für die Wirtschaft, also wir arbeiten jetzt nicht für irgendwie die Militärs oder Armeen, wenn gleich im in unserem Investmentbereich natürlich auch Studien über New Defense und welche Technologien und so weiter, eine ganz hohe Wichtigkeit haben, die wir auch machen.
00:47:25: Aber klar, also die Methodik von Zukunftsforschung liefert dafür Antworten.
00:47:30: Die einzige Frage ist, will man es sozusagen machen oder sagt man aus... ethischen, moralischen, was auch immer, Gesichtspunkten.
00:47:37: Irgendwie nein, mein Ding ist die Wirtschaft.
00:47:40: Das muss man dann selber entscheiden.
00:47:42: Aber beispielsweise das größte, ich habe ja gesagt, wir sind das größte Zukunftsforschungsinstitut in Europa.
00:47:48: Was stimmt?
00:47:48: Das größte der Welt sitzt in Singapur und ist quasi eine Abteilung, wenn man so will, der Regierung in Singapur.
00:47:57: Und da geht es natürlich dann nicht nur um wirtschaftliche Fragen, sondern auch um ganz andere Fragen.
00:48:03: Eine dritte Kraft, die sozusagen aus dem säkularen Bereich kommt, ist der demografische Umbruch.
00:48:09: Oder sind die Brüche, die wir vor allen Dingen in Europa durch die Überhaltung der Bevölkerung sehen, aber auch in China.
00:48:14: Und das ruft ja Erfordernis hervor, an Unternehmen, an die Mikroekonomie darauf zu reagieren und Lösungen anzubieten.
00:48:23: Gibt es in ihrem Bereich Felder, die ganz klar darauf reflektieren, dass es bestimmte Arbeitskräfte nicht mehr geben wird, auch nicht mehr geben muss, aber das beispielsweise Pflegekräfte oder das auch das Thema Longevity, das heißt, dass die Alten immer länger leben.
00:48:43: Ich sage das jetzt mal so ganz einfach.
00:48:44: Wir werden noch das Thema in der zweiten Folge stärker beleuchten.
00:48:49: dass dieses Thema erfordert, dass Geschäftsmodelle sich genau daran orientieren, daran ausrichten und umstellen?
00:48:58: Ja, also das Thema Demografie muss man aus Zukunftsforscher Sicht auf so eine Zeitachse setzt, weil wir haben tatsächlich in vielen Staaten in dieser Welt, nicht in allen, aber in vielen Staaten und... bei uns in Mitteleuropa sehr prägend im Augenblick.
00:49:18: Ja, genau dieses Phänomen einer Wirtschaft, die quasi im Vollbeschäftigungsmodus arbeitet.
00:49:27: zu viele Jobs für zu wenige Menschen sozusagen.
00:49:29: Das ist der augenblickliche Zustand.
00:49:31: Die Gründe dafür kennen wir alle, die Baby Boomer Generationen und danach der Geburtenknick.
00:49:38: Und wenn die Baby Boomer jetzt alle in Rente gehen und dann die wenigen in den Arbeitsmarkt nachkommen, dann ist das eben wie es ist, reine Angebotsnachfrage Ergebnisse sozusagen.
00:49:49: Und interessanterweise wird das nach unseren Studien tatsächlich noch die nächsten fünf bis zehn Jahre anhalten.
00:49:57: Also selbst wenn jetzt in der Zeitung steht so und so viele Leute werden entlassen, also selbst in Deutschland und so weiter.
00:50:06: Dennoch rechnen wir tatsächlich in unseren Studien nicht mit einer jetzt in den nächsten zehn Jahren zumindest, nicht mit einer erhöhten, also wieder Arbeitslosigkeit, Massenarbeitslosigkeit oder so etwas.
00:50:18: Womit wir aber rechnen, ist, dass etwa im Jahr zwei Tausend Fünfund Dreißig, vielleicht sogar schon zwei Jahre eher, das muss man mal sehen, die alles, was mit KI und Robotik und so weiter zu tun hat, soweit gekommen ist, dass wirklich sehr viele menschliche Jobs ersetzt werden.
00:50:38: Also auch heute werden schon welche ersetzt, aber die, die heute ersetzt werden, da gibt es dann andere Jobs, die die Leute müssen sich hier unqualifizieren und dann die Leute machen können.
00:50:44: Aber dann kommen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine Situation hinein, in der das Volumen an verfügbarer Lohnarbeit, sage ich mal, nicht mehr ausreicht, um jedem Menschen acht Stunden am Tag Lohnarbeit zu geben.
00:51:01: Und dann ist die Frage, was machen wir dann?
00:51:04: Und dann ist die, also gesellschaftlich, die Frage, was machen wir dann, ja?
00:51:09: Die machen wir dann wieder, also einige dürfen acht Stunden arbeiten, die anderen haben nichts, dann haben wir wieder massenarbeitslosigkeit, wie wir es in den in den achtziger und neunziger Jahren schon hatten.
00:51:20: Oder kommen wir mit einem gesellschaftlich gesehen, mit einem Modell um die Ecke, wo wir sagen, Mensch, lass uns doch so machen, dass jeder Mensch nur noch... keine Ahnung, vier Stunden am Tag oder zwei Tage die Woche oder wie auch immer.
00:51:32: Also die Arbeitszeit generell reduziert.
00:51:35: Und dann entstehen gesellschaftlich gesehen zwei interessante Fragen, die für uns Zukunftsforscher die interessantesten sind.
00:51:40: Erstens jemand, der nicht mehr acht Stunden Lohnarbeit hat, wie verdient der sein Geld, also wie zum Leben.
00:51:49: Dafür gibt es relativ einfache... Einfache antworten also die sind noch nicht umgesetzt aber aber von der Theorie her sind sie relativ einfach.
00:51:57: das hat alles was mit mit dem wort ubi zu tun universal basic income.
00:52:02: Also all die all die chefs all die CEOs der großen technologie firmen besonders im silicon valley die die antworten auf die frage was passiert denn dann.
00:52:11: Na dann kommt halt so ein UBI, so ein Universal Basic Income, heißt im Klartext, ich kann keine Lohnarbeit mehr besteuern, weil es eben weniger Lohnarbeit gibt, dann muss ich den Kapitaleinsatz besteuern, der zu dieser Wertschöpfung führt, also zu KI und so weiter.
00:52:27: Und dann brauche ich ein Umverteilungssystem.
00:52:28: Und das ist eben so irgendwie so eine Art Grundeinkommen, wobei... Achtung in der internationalen Diskussion heißt das nicht bedingungsloses Grundeinkommen, das wird bedingungslos eine deutsche Erfindung, das heißt dann UBI, also Universal Basic Inc.
00:52:42: Okay, also gehen wir mal davon aus, wir haben zehn Jahre Zeit einen Weg zu finden, wie die Menschen dann trotzdem Geld haben, obwohl nicht mehr so viel Arbeit da ist, dann ist immer noch die Frage, was machen die Menschen den ganzen Tag?
00:52:53: Wenn nicht mehr acht Stunden Lohnarbeit sozusagen das zentrale Element des Tages sind, was machen die dann?
00:52:59: Und jetzt gibt es zwei Auch unter den Zukunftsforschern international zwei Denkrichtungen, die einen glauben, das wird alles ganz furchtbar, weil die Menschen, wenn sie zu viel Zeit haben, dann sitzen sie nur noch vor der Spielkonsole und werden dick und doof.
00:53:16: Und im Zweifel, weiß ich nicht, werden sie noch aggressiv oder so was.
00:53:23: Und die anderen, und dazu gehöre ich, die halten es für viel wahrscheinlicher, dass das... eine ziemlich positive Entwicklung nimmt.
00:53:32: Warum?
00:53:32: Weil die Menschen dann endlich mal das tun können, was sie eigentlich tun sollten.
00:53:38: Also jetzt nicht irgendwelche Zettel sortieren oder Zahlenketten von links nach rechts schieben.
00:53:43: sondern schöpferisch tätig zu sein.
00:53:46: Die einen machen dann Sport, die anderen machen Musik, die anderen sind was Kreatives, die anderen machen unternehmerisch und unternehmen und so weiter und so fort und haben dafür eben Zeit und Geld.
00:53:56: Also wenn ich so in mein Leben schaue, diese Prognose irgendwie, wir degenerieren alle im Kopf und schlagen uns nur, ich sehe das nicht.
00:54:05: Wenn ich ein bisschen mehr Zeit habe, dann gehe ich nicht zum Nachbarn und hau dem irgendwie einer auf den Kopf, sondern dann... Dann weiß ich, was sinnvoll ist.
00:54:14: damit alles.
00:54:14: Aber wie gesagt, da gibt's zwar, da bin
00:54:16: ich ganz optimistisch hier, aber das können wir bei Gelingen auch mal debattieren.
00:54:22: Aber interessant, sozusagen sagt es international, dass Grundeinkommen ohne Bedingungslos durchaus als Modell gesehen wird.
00:54:29: Und würden Sie dieses Modell als unausweichliche achten?
00:54:39: Wir brauchen auf jeden Fall ein anderes Modell als jetzt.
00:54:41: Das ist relativ klar.
00:54:42: Unser jetziges Modell, wie das Wirtschaftssystem funktioniert, basiert auf Lohnarbeit.
00:54:48: Das ist das Ergebnis des Industriezeitalters sozusagen.
00:54:54: Und mit hoher Wahrscheinlichkeit brauchen wir ein anderes Modell, Sie fragen nach Wahrscheinlichkeit, ja, ich halte das für das Wahrscheinlichste.
00:55:03: Warum?
00:55:04: Nicht, weil das vielleicht das Beste ist.
00:55:05: Also vielleicht kann man sich in der Theorie noch ein besseres ausdenken.
00:55:07: Das kann schon sein.
00:55:10: Aber das ist das, wo die, wenn man als Zukunftsforscher heute seine Fragen stellt, seine Interviews macht, wo die allermeisten, die wirklich, wirklich die Macht haben, auch das andere ihnen folgen.
00:55:20: Ja, das sind ja die Entscheidungen, wo die sagen, ja, das wird, das wird es wahrscheinlich sein.
00:55:25: Also, wenn Sie mich nach Wahrscheinlichkeit fragen, ist das das Wahrscheinlichste.
00:55:28: Ja, Zukunftsforscher oder jedenfalls Unsere Institut, wir als Wissenschaftler in Zukunft zwar schon, wir werden ja nicht bezahlt für, für wünscht ihr was und das beste Modell der Welt oder so, sondern das Wahrscheinlichste und das ist das Wahrscheinlichste.
00:55:41: Dann würde ich noch ein Feld anfügen, dass uns sehr beschäftigt, nämlich die Folgen des Klimawandels, eine Ebene, die, ich sag mal, in einer gewissen Modephase sehr, sehr stark diskutiert worden ist.
00:55:55: auch den finanziellen und investitionshaltigen Umgang damit.
00:55:59: Jetzt wird das Thema gerade wieder ein bisschen banalisiert und das sind vielleicht beides zwei extreme Phasen oder Ausrichtungen gewesen.
00:56:09: Trotzdem, die Folgen des Klimawandels sind ausweichlich und auch dafür muss Technologie, dafür müssen Geschäftsmodelle eine Antwort haben, wenn sich, unabhängig davon, ob jetzt mit handlicher Fertigung oder automatisierter Fertigung die Temperaturen in bestimmten Zentren in Europa oder in anderen Ecken der Welt stark erhöhen, nimmt die Produktivität ab.
00:56:30: irgendwie müssen Geschäftsmodelle darauf reagieren.
00:56:33: Was gibt es aus der Perspektive der Zukunftsforschung als Antworten und als Beobachtungspunkte daraus?
00:56:39: Also sie nehmen dann ja sozusagen reale wissenschaftliche Prognosen mit in ihre Überlegungen ein und müssen die in irgendeiner Form Hand haben.
00:56:50: und vielleicht ist das, was sie jetzt auf der mikroökonomischen Ebene beratend anbieten.
00:56:56: viel grausamer und viel direkter und viel härter als das, was wir auf der politischen Ebene über den Klimawandel denken oder was wir uns vielleicht auch so ein bisschen versuchen, aus unseren Gedanken wegzuschieben.
00:57:08: Ja, ich glaube, da ist viel dran an dem, was Sie sagen.
00:57:12: Also wir sind ja jetzt keine Klimaforscher oder Klimafolgenforscher, das sind wir nicht.
00:57:18: Das sind andere.
00:57:21: Wir betrachten den Klimawandel und die Lösung für diese Challenges, für diese Herausforderung.
00:57:28: Wir betrachten das eben durch die Augen der Interviewpartner, mit denen wir reden.
00:57:33: Das heißt nicht, dass wir das nicht betrachten im Gegenteil, aber das geht immer durch den Filter dieser Strategiechefs, Innovationstechnologie und so weiter dieser prägenden Unternehmen.
00:57:43: Und wenn man diesen Filter sozusagen drauf tut, was man dann als Ergebnis sieht, ist eine Wahrnehmung der Welt, die Ich versuche es sehr einfach zu beschreiben.
00:58:03: Diese Wahrnehmung heißt, das, was unsere Welt biologisch bietet, was einige auch die planetaren Grenzen nennen, also das, was die Biologie in unserer Welt produziert und wieder Verstoff wechseln kann.
00:58:18: Das reicht in etwa für drei Komma fünf Milliarden Menschen.
00:58:21: Jetzt haben wir heute schon acht Komma fünf und das wird noch hochgehen auf zehn vielleicht auf elf Milliarden.
00:58:27: Die logische Folge ist wie gesagt durch die Augen dieser Menschen, mit denen wir reden, ist, wir werden zwei Drittel unserer Ressourcen, die die Menschheit braucht, um vernünftig zu leben, um gerecht zu leben, damit es keine Ungerechte und so weiter und so weiter.
00:58:43: Zwei Drittel dieser Ressourcen müssen wir künstlich herstellen.
00:58:46: Also nicht nicht aus dem biologischen.
00:58:50: Das heißt, zwei Drittel des Essens muss künstlich hergestellt werden und wächst nicht auf irgendwelchen Äckern oder durch irgendwelche Tiere.
00:58:57: Zwei Drittel des Fleisches werden nicht aus der geschlachteten Kuh oder dem Schwein herausgeschnitten, sondern werden in Bio-Reaktoren gemacht und so weiter.
00:59:07: Zwei Drittel der Energie werden nicht durch Verbrennung, also fossile Energien, sondern durch, beispielsweise Kernfusionen erzeugt und so weiter.
00:59:17: Und wenn man das alles einmal durchdekliniert, ja, was sind die Ressourcen, die die Menschheit wirklich zum Leben braucht?
00:59:22: und wie kriegt man zwei Drittel von jedem Stück sozusagen künstlich hergestellt oder durch Technologie hergestellt, dann sieht man, dass es die Technologien alle gibt.
00:59:35: Also alle, alle gibt nicht eine, die man neu entwickeln müssen.
00:59:38: Natürlich wird eine Technologie neu entwickeln, ist klar, aber die gibt es alle schon.
00:59:42: Ob das jetzt die Kanfusion ist, diese laser gestützte Kanfusion, nicht keine Radioaktivität dabei, die verspricht, dass sie... bis zwei tausend vierzig etwa einige sagen vierzeig je nachdem tatsächlich mehr energie zur verfügung stellt der welt als die welt so überhaupt verbrauchen kann oder ob das im im trinkwasserbereich die die die entsalzungsanlagen sind die wahnsinnig energieintensiv sind.
01:00:08: aber wenn wir genug energie haben dann können wir auch das mehr wasser entsalzen und so weiter und sofort.
01:00:13: wir können das co zwei rausziehen.
01:00:15: wenn wir genug energie haben geht alles.
01:00:18: punkt ist Wir brauchen genug Energie und wir brauchen genug Technologie.
01:00:22: Und das ist der Punkt, den wir deshalb in unseren Studien machen, eben weil wir das durch diesen Filter dieser Personen, von denen ich beschrieben habe, oder die ich beschrieben habe, sehen.
01:00:35: Ich würde behaupten, dass in unserem Portfolio unsere Investmentfonds wir einen riesigen Klimabeitrag leisten, aber... kein einziges Unternehmen da drin ist, was in der deutschen Zeitungen jetzt als jetzt besonders klimafreundlich.
01:00:59: Also wir haben da keine Photovoltaik drin, wir haben da keine Wärmepumpen drin, wir haben da keine Wind, das haben wir alles nicht.
01:01:07: Aber wir haben Technologien von der Genetik bis, wie gesagt, Kampffusionen, Quantencomputer, die alle... Aus unserer Sicht wesentlich stärker dazu beitragen werden, dass wir diese zwei Drittel der Ressourcen, die die Menschheit braucht, auf technologischer Weise produzieren können.
01:01:25: Spannend.
01:01:26: Das heißt, das Thema ist eigentlich viel wichtiger, als wir es sehen und es findet an anderen Stellen statt, als die diskutiert werden in den Medien und in der Politik.
01:01:34: Ja,
01:01:36: genau.
01:01:36: Was ist denn sozusagen Ihre Empfehlung für die Politik?
01:01:41: genau das zu handhaben und dieses gap zu schließen andere förderströme andere debatten und und eine vielleicht klarere benennung der der probleme der zukunft die sich aus dem klimawandel ergeben.
01:01:58: ja ich glaube dass die dass wir dass wir hier in deutschland in europa besonders politisch aber das gilt auch für andere bereiche der gesellschaft ein inzwischen ein ein sehr verklärtes bild auf die Welt haben.
01:02:14: Wir haben uns angewöhnt, wie soll ich das sagen, nur über uns selber zu reflektieren.
01:02:23: Und gehen mit einem Mindset durch die Welt, dass irgendwie das, was wir machen, das Richtige ist, dass was wir machen, die Geschwindigkeit, in der wir das machen, die Richtige ist und unsere Moral und so weiter, alles genau das Richtige ist.
01:02:38: Und vergessen dabei, dass es Also wenn ich mal Europa mit mit vierhundertfünfzig Millionen Menschen nehme, dass es da acht Milliarden Menschen drum herum gibt, die das anders sehen, ja, die mit anderer Geschwindigkeit, die mit anderen anderen Ansprüchen, anderen Ansprüchen ihrem Kindern ein besseres Leben bauen zu wollen und so weiter in die Welt gehen.
01:03:05: Und die inzwischen Technologien produzieren, die tatsächlich das möglich machen.
01:03:09: Also, Sie haben nach dem, was müsste die deutsche Politik oder Wirtschaft generell machen, wir müssten verstehen, dass unsere Weltkarte, also jeder hat so eine Weltkarte, ja, und wir haben alle gelernt, Europa ist in der Mitte und links ist irgendwie Amerika und rechts ist irgendwie erst Russland und darunter ist China.
01:03:28: Diese Weltkarte, die wurde vor ein paar hundert Jahren gemalt, als die Schiffe aus Europa in aller Welt.
01:03:36: In so einer Weltkarte gibt es eine... Prime Position, also die wichtigste Position in der Mitte oben.
01:03:42: Da steckst du das Wichtigste an einer Karte hin und alles andere ist so drum herum.
01:03:47: Diese Karte mit Europa in der Mitte, die gilt nicht mehr.
01:03:50: Die gilt einfach nicht mehr.
01:03:53: Ich weiß nicht genau, welche Karte jetzt gilt.
01:03:54: Also man kann die Chinesen in die Mitte stecken, dann ist Europa ganz links oben in der Ecke, so ganz so versprengt.
01:04:01: Diese Karten findet man übrigens in chinesischem, die hängt da in chinesischem Office.
01:04:06: Da kriegt man ein völlig anderes Bild von der Welt.
01:04:08: Und man kann auch Nordamerika in die Mitte stecken.
01:04:12: Dann ist Europa irgendwo da rechts, aber als Amerikaner schaut man nach links, weil die Chinesen sozusagen, und dann hast du hinter deinem Rücken irgendwie so ein paar, die nur Nerven, die einfach nicht wichtig sind sozusagen.
01:04:25: Also kurz gesagt, je nachdem wie man auf die Welt schaut, sind diese Triebkräfte, von denen, die wir zukunftsforscher analysieren, von denen ich am Anfang geredet habe, hat man eben andere Triebkräfte vor Augen.
01:04:39: zurück auf die Frage, was müsste die deutsche Politik machen?
01:04:42: Sie müsste ehrlich sein.
01:04:43: Sie müsste endlich ehrlich werden und nicht irgendwie jemandem, also den Wählern, also uns sozusagen irgendwie nach dem Mund reden, wie wir es gern hören, sondern sie müsste eine ehrliche Bestandsaufnahme machen.
01:04:58: Was ist die im Augenblick die Position von Deutschland, von Europa in der Welt?
01:05:03: Was sind Abhängigkeiten?
01:05:06: Wir haben riesige Abhängigkeiten über die keiner redet, weil es einfach nicht schön ist.
01:05:09: ist, über die zu reden, aber ich skifte sie.
01:05:11: Was sind die Abhängigkeiten?
01:05:13: Was sind die Möglichkeiten?
01:05:14: Was sind die Opportunitäten?
01:05:15: Was ist die wahrscheinlichste Entwicklung, das wahrscheinlichste Zukunftsbild eines Landes?
01:05:21: Letzter Satz dazu.
01:05:23: Ich bin ja also tatsächlich berufsmäßig relativ häufig in China unterwegs und was ich in jeder meiner meiner Reisen nach China präsentiert bekomme, ist Eine Prognose, wie wird China im Jahr two tausend neun und neun und vierzig aussehen.
01:05:41: Warum zwei tausend neun und vierzig?
01:05:43: Weil die chinesische Volksrepublik im Jahr zwei tausend neun und vierzig ihren hundertsten Geburtstag feiern.
01:05:48: Und die wissen exakt, dann wird das so sein und das so sein und das Haushalts Einkommen verdoppelt.
01:05:53: und wirklich ganz konkret die Branche, die Branche, die Branche, die Branche.
01:05:57: Und ich sitze dann immer im Flugzeug zurück und denke mir verdammt.
01:06:01: Die Bundesrepublik Deutschland feiert im gleichen Jahr, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr
01:06:12: ja, im Jahr ja, im Jahr ja,
01:06:12: im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im Jahr ja, im
01:06:23: Jahr ja, im Jahr ja, im.
01:06:24: Und da haben wir ein wunderbares Schlusswort für unsere erste Folge.
01:06:29: Denn die Felder, die ich beleuchten wollte, die haben wir soweit abgeschritten bis ein paar Aussparungen.
01:06:36: Sie haben jetzt schon als Schließwogen der Klammer beschrieben, wie Politik auf die Herausforderungen des Zukunfts reagiert und wie unterschiedlich sie reagiert.
01:06:46: Was wir nicht besprochen haben, sind die verschiedenen technologischen Felder.
01:06:51: Und die würde ich gerne mit Ihnen in der nächsten Folge besprechen, wenn wir auch überlegen, wie kann man denn in solche Nischen investieren?
01:06:58: Und da geben Sie auch eine Antwort drauf.
01:07:00: Was wir auch nicht besprochen haben, und das können wir vielleicht auch nochmal aufgreifen, ist das Thema Kapitalkonzentration, die Übermächtigkeit bestimmter Konzerne, die natürlich Zukunftsforschung betreiben, die auch die Kapazitäten haben, um in ganz viele verschiedene Verzweigungen rein zu forschen und die ja letzten Endes dann so ein bisschen in Konkurrenz treten könnten, mit denen Unternehmen, in die Sie investieren.
01:07:20: Aber das beleuchtet man dann beim nächsten Mal.
01:07:24: Ich möchte ihn für... diesen ersten Rundgang.
01:07:29: Herzlichen Dank, Herr Janski.
01:07:30: Das ist sehr, sehr spannend.
01:07:31: Und ich bin gespannt, was wir als Investoren eigentlich konkret daraus machen können.
01:07:36: Und das erzählen Sie uns in der nächsten Folge.
01:07:39: Vielen, vielen Dank.
01:07:40: Sehr gerne.
01:07:41: Bis zum nächsten Mal.
01:07:44: Das war eine neue Folge von Das Große Bild.
01:07:47: Mein Name ist Christian Hammes.
01:07:49: Ich bin Family Officer, Beirat und Treasurer.
01:07:52: Und wir machen diesen Podcast für meine Berufskollegen, für professionelle Anleger.
01:07:56: für alle, die in unserer
01:07:57: Branche arbeiten
01:07:58: und für alle, die sinnvolle und schlaue Anlageentscheidungen treffen wollen.
01:08:03: Wenn Sie uns nicht verpassen wollen, abonnieren Sie uns gerne.
01:08:05: Und wenn es Ihnen gefallen hat, dann hilft es uns sehr, wenn Sie uns eine positive Bewertung auf Ihrer Podcastplattform hinterlassen.
01:08:12: Schreiben Sie uns auch gerne einen Kommentar.
01:08:14: Und wenn Sie sich bei allen Themen gerne unter www.wildatpensum.pictures an mich und die Reaktion.
01:08:22: Und wenn Sie über die Taktiktafel hörbar und sichtbar werden wollen, hinterlassen Sie ein Video oder eine Sprachnachricht auf unserer WhatsApp-Mailbox unter... Und wenn Sie als Werbepartner ermöglichen wollen, dass es diesen Podcast überhaupt
01:08:40: gibt,
01:08:40: sind Sie in besten Händen bei Vanessa Blome und dem Marketingteam der Edelstoff Media GmbH.
01:08:46: Alle Kontaktdaten finden Sie in den Show notes.
01:08:49: Ich bedanke mich bei Ihnen sehr herzlich fürs Zuhören.
01:08:51: Das große Bild ist eine Produktion von Pensum Pictures für das Private Banking-Magazin und Eta Family Office.
01:08:58: Audio-Redaktion im Studio des Private Banking-Magazins Martin Fornweck-Brückner.
01:09:03: Vermarktung Vanessa Blome.
01:09:05: Ihr freut uns auf Sie in der nächsten
01:09:06: Woche.
01:09:07: Alles
01:09:07: Gute,
01:09:08: bis dahin.
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